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Antrag zurückgezogen Impfstoff-Paukenschlag lässt die Curevac-Aktie abstürzen

12.10.2021, 16:58  |  26104   |   |   

Der Tübinger Impfstoff-Spezialist Curevac wird seinen Corona-Impfstoffkandidaten der 1. Generation aus dem Zulassungsverfahren zurückziehen. Die Aktie rutscht tief ins Minus.

Man wolle nun alle Ressourcen in der Entwicklung eines Covid-Impfstoffs der zweiten Generation bündeln, der in Zusammenarbeit mit dem britischen Pharmariesen GlaxoSmithKline entwickelt wird. Mit einer Zulassung des ursprünglichen Vakzins sei frühestens im zweiten Quartal 2022 zu rechnen. Zu diesem Zeitpunkt soll aber das Impfstoff-Update schon im fortgeschrittenen Stadium sein, erklärte das Unternehmen in einer Pressemitteilung.

Curevac hatte Ende Juni enttäuschende Studienergebnisse vorgelegt. Die Wirksamkeit gegen eine Covid-Erkrankung lag bei nur 48 Prozent. Zu wenig im Rennen mit den Platzhirschen Biontech und Moderna. Die Hiobsbotschaft ließ schon damals den Aktienkurs deutlich einbrechen. Insgesamt liegt die Curevac-Aktie seit Jahresanfang rund 50 Prozent im Minus.

Im vergangenen Jahr hatte sich auch die Bundesregierung über die KfW mit 300 Millionen Euro an Curevac beteiligt. Ihr Anteil liegt bei 16 Prozent. Großaktionär ist mit rund 47 Prozent eine Holdingsgesellschaft von SAP-Mitgründer Dietmar Hopp.

Im Gegensatz zu Biontech und Moderna hat sich Curevac bislang auf unmodifizierte mRNA-Konstrukte spezialisiert. Nun schwenkt das Unternehmen um und möchte künftig auch mit modifizierter mRNA arbeiten.

Curevac will das Geschäft mit dem Corona-Impfstoff jedoch nicht aufgeben. CEO Franz-Werner Haas zeigt sich optimistisch, dass der nächste Curevac-Impfstoff noch eine wichtige Rolle spielen wird: „Mit dem Fokus auf unseren Impfstoff der zweiten Generation sind wir potenziell in der Lage, den veränderten Anforderungen besser zu begegnen“, so Haas. „Die akute Pandemie entwickelt sich langsam in eine Endemie, wodurch sich auch die Bedürfnisse im Bereich der öffentlichen Gesundheit verändern.“

Die klinische Entwicklung des neuen Impfstoffes soll in den nächsten Monaten beginnen und eine Zulassung wird bis Ende 2022 angestrebt.

Autor: Julian Schick, wallstreet:online Zentralredaktion

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