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Nach GameStop-Hype jetzt DWAC? Kursexplosion bei Trump-SPAC: DWAC-Aktie plus 846 Prozent innerhalb von Tagen

Donald Trumps Medienunternehmen will per SPAC an die Börse. Das sorgt für eine Kursrallye beim Börsenmantel DWAC. Doch Analysten warnen: Trumps Aktienkonzerne hatten Anlegern in der Vergangenheit hohe Verluste beschert.

Die Aktie der US-Mantelgesellschaft 'Digital World Acquisition Corp (DWAC)' ist seit vergangenem Mittwoch um mehr als 846 Prozent gestiegen. Der Grund: DWAC will das Medienunternehmen 'Trump Media & Technology Group (TMTG)', das dem ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump gehört, übernehmen und an die Börse bringen.

TMTG hatte kürzlich verkündet, dass es eine eigene Onlineplattform mit dem Namen Truth Social auf den Markt bringen wolle. Diese solle etablierten Social-Media-Unternehmen wie Twitter und Facebook Konkurrenz machen. Donald Trump ist schon länger bei Twitter, Facebook und YouTube gesperrt, da er dort mehrfach Falschmeldungen und Hassbotschaften verbreitet haben soll.

Die Mega-Rallye rund um die noch leere Börsenhülle DWAC werde hauptsächlich durch US-amerikanische Kleinanleger getragen, berichtet unterdessen der US-Nachrichtensender Bloomberg. Trump-Fans hätten auf Social-Media-Plattformen wie Reddit und StockTwits die DWAC-Aktie gepusht.

Auf StockTwits war die DWAC-Aktie zuletzt unter den TOP-10 der am meisten diskutierten Werte. Am Freitag war die Nachfrage nach der Aktie sogar so groß, dass deren Handel an der US-Technologiebörse Nasdaq mehrfach gestoppt werden musste.

Peter Thilo Hasler, Gründer und Analyst von Sphene Capital, warnt indes Anleger vor der DWAC-Aktie: "Es ist nicht das erste Mal, dass Donald Trump an die Börse geht. Schon 1995 nahmen die Trump Hotels & Casino Resorts bei einem Börsengang mehr als 140 Millionen Dollar ein." Doch die Casinogesellschaft verlor über die Jahre hunderte Millionen US-Dollar und ging schließlich in die Insolvenz. Aktien einer Nachfolgegesellschaft "wurden von der Nasdaq 2009 delisted, als sie zum Pennystock verfallen sind."

Hasler zieht deshalb folgendes Fazit: "Wer angesichts dieser 'Erfolge' immer noch der Meinung ist, dass außer Donald Trump auch Anleger von den von ihm geführten Unternehmen profitieren würden, der glaubt auch an die Zahnfee."

Sahm Adrangi, Gründer und Chief Investment Officer bei Kerrisdale Capital Management, sieht dies ähnlich. Gegenüber Bloomberg sagte er: "Die Einrichtung eines sozialen Netzwerkes ist nicht etwas, dass man so einfach und schnell machen kann. Ich bin skeptisch, aber ich kann mir vorstellen, dass diese Geschichte die Fantasie der Anleger anregt. Solche Aktien gehen sehr schnell in die Höhe und oft auch sehr schnell wieder nach unten.“

Unterdessen gibt es Gerüchte, dass das IT-Unternehmen Phunware, die Software für Trumps geplante Social Media Plattform Truth Social entwickeln könnte. Dafür gibt es bislang jedoch keine Bestätigung. Die Aktie gewinnt innerhalb weniger Tage trotzdem mehr als 1.000 Prozent hinzu:

Phunware

Die Kursrallye bei DWAC und Phunware weckt indes Erinnerungen an den Hype rund um die Aktie des US-Computerspielehändlers GameStop zu Jahresbeginn. Damals hatten sich Kleinanleger hauptsächlich über Reddit organisiert und kauften massenhaft die GameStop-Aktie. Ziel war es Hedgefonds, die auf sinkende Kurse gewettet hatten, in Schwierigkeiten zu bringen.

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Autor: Ferdinand Hammer, wallstreet:online Zentralredaktion


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25.10.2021, 15:15  |  29234   |   |   

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