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ROUNDUP: Shell rutscht überraschend ins Minus und setzt sich neue Klimaziele
Foto: Chris Boswell - 123rf Stockfoto

ROUNDUP Shell rutscht überraschend ins Minus und setzt sich neue Klimaziele

DEN HAAG (dpa-AFX) - Der unter dem Druck von Investoren stehende Gas- und Ölkonzern Shell ist im dritten Quartal wegen der Turbulenzen an den Rohstoffmärkten überraschend in die roten Zahlen gerutscht. Konzernchef Ben van Beurden verordnete dem Konzern zudem schärfere Klimaziele und reagiert damit auch auf Kritik von Investoren und ein Gerichtsurteil aus dem Frühjahr. Unter dem Strich stand in den Monaten Juli bis September ein Verlust von 447 Millionen Dollar (385 Mio Euro) in den Büchern nach einem Gewinn von 3,4 Milliarden Dollar im zweiten Quartal, wie der britisch-niederländische Konzern am Donnerstag in Den Haag mitteilte.

Grund dafür war eine Abschreibung von 5,2 Milliarden Dollar auf die Bewertung von Terminkontrakten für Rohstoffe, die das Unternehmen zur Absicherung von Schwankungen an den Märkten abgeschlossen hatte. Zudem belasteten im vergangenen Vierteljahresabschnitt die Folgen des Hurrikans Ida, der zu Ausfällen bei der Förderung führte. Der um Sondereffekte bereinigte Gewinn ging deshalb im Quartalsvergleich trotz höherer Ölpreise um rund ein Viertel auf 4,1 Milliarden Dollar zurück. Der Umsatz lag wie im zweiten Quartal bei knapp 62 Milliarden Dollar.

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Da der Vorjahreswert noch stark von den Folgen der Corona-Krise und dem damit einhergehenden Ölpreisverfall belastet war, macht der Quartalsvergleich mehr Sinn. Inzwischen hat sich der Markt deutlich erholt und Öl kostet so viel wie seit Jahren nicht mehr. An der Börse kamen die Zahlen nicht gut an. Von Bloomberg befragte Experten hatten mit einem deutlich besseren Ergebnis gerechnet. Die in den vergangenen Wochen gut gelaufene Aktie rutschte an der Amsterdamer Börse im frühen Handel bis zu knapp fünf Prozent ab und beendete damit erst einmal die jüngste Erholung. Zuletzt konnte sich das Papier etwas erholen und lag nur noch rund zwei Prozent im Minus.

Der Kurs legte trotz des Abschlags nach den enttäuschenden Zahlen in diesem Jahr bisher fast 40 Prozent zu und zählt damit zu den Gewinnern unter den europäischen Ölaktien. Allerdings hatte der Kurs der Aktie 2020 wegen der Corona-Pandemie und dem damit einhergehenden zwischenzeitlichen Ölpreis-Verfall fast die Hälfte an Wert verloren. Seit Ende 2019 sackte der Börsenwert damit um etwas mehr als ein Fünftel auf 158 Milliarden Euro ab. Damit ist Shell aber immer noch der mit Abstand wertvollste Ölkonzern Europas.


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Nachrichtenagentur: dpa-AFX
28.10.2021, 13:04  |  905   |   |   

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