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Wirecard-Skandal Was tun mit den eigenen Wirecard-Aktien?

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So sollten Anleger nun mit ihren Wirecard-Aktien umgehen.

Totalverlust der Anleger

 

Der Schaden ist für alle, die auf die Wirecard-Aktien gesetzt haben, immens. Mehrere Milliarden Euro Verluste könnten es Schätzungen zufolge sein. Nachdem die Skandale um den Konzern schon vor Monaten bekannt geworden sind, stellen die Börsen jetzt endgültig den Handel mit den Wertpapieren ein. Seit vergangener Woche ist die Wirecard-Aktie aus dem regulierten Börsenhandel verschwunden.

 

99,9 Prozent ihres Wertes hat die Anlage seit ihrem Höchststand im Herbst 2018 verloren. Von 200 Euro pro Stück ist der Wert auf zuletzt nur noch wenige Cent gesunken. Eine wirtschaftliche Katastrophe für alle Anleger, die auf den aufstrebenden Zahlungsdienstleister gesetzt haben.

 

Verkaufen oder behalten? Was Aktionäre tun sollten

 

Doch was bedeutet diese Entwicklung für die Anleger? Hätten sie ihre Aktien behalten oder doch besser verkaufen sollen? Viele von ihnen denken, sie zu behalten sei die bessere Lösung. Denn oftmals ist die Vermutung, dass nur dann Ansprüche auf Schadenersatz bestehen. Doch dem ist nicht so.

 

Stattdessen wäre ein möglichst baldiger Verkauf die bessere Lösung gewesen. Anderenfalls könnten Wirecard-Aktien als wertlos ausgebucht werden.

 

Schadensersatzforderungen bis Ende 2023 möglich

 

Seit dem 15. November ist die Wirecard-Aktie nun aus dem regulierten Börsenhandel verschwunden. Die Gerichte beschäftigen sich derweil weiterhin mit den Folgen des Skandals um den Wirecard-Konzern.

 

Bis Ende 2023 können Anleger noch Schadensersatzforderungen geltend machen. Wichtig ist, dass die Aktie dafür nicht mehr unbedingt im Besitz des geschädigten Anlegers sein muss.

 

Die Akte Wirecard: Was ist passiert?

 

Wirecard galt als Hoffnungsträger unter den deutschen börsennotierten Unternehmen. Die Bilanzen des Zahlungsdienstleisters wuchsen international – bis schließlich im Sommer 2020 herauskam, dass diese Bilanzen gefälscht waren. Um 1,9 Milliarden Euro rankte sich ein wahres Rätsel: Hat es sie je gegeben und wo sind sie jetzt?

 

Luftbuchungen und Bilanzfälschungen waren schließlich des Rätsels Lösung, der den Hype um den modernen Konzern jäh zum Platzen brachte. Statt den Unternehmenswert weiter in die Höhe zu treiben, folgte ein enormer Börsenabsturz, der in der Insolvenz des Unternehmens endete.

 

Noch immer offene Fragen

 

Die Geschichte um den Wirecard-Skandal hätte zwischenzeitlich auch gut aus einem Krimi stammen können. Verantwortliche der Konzernspitze waren entweder vor Gericht oder auf der Flucht.

 

Noch immer unklar bleibt die Frage nach der Verantwortung, die dem Wirtschaftsprüfer Ernst & Young (EY) zukommt. Denn die Unstimmigkeiten innerhalb der Buchhaltung von Wirecard hätten schon deutlich früher entdeckt werden können. Bereits 2015 hatte es Anzeichen gegeben.

 

Auch die Rolle der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) könnte klarer sein: Von dieser Stelle aus hätte der Betrugsfall ebenfalls früher entdeckt werden müssen. Stattdessen schrieben sowohl EY als auch die BaFin dem Wirecard-Konzern jahrelang positive Bilanzen zu.

 

Wer oder was steckt hinter dem Wirecard-Konzern?

 

Die Wirecard AG war ein DAX 30 Unternehmen aus Aschheim bei München und ein weltweit tätiger Zahlungsdienstleister. Das Geschäftsmodell sieht den Konzern als Bindeglied zwischen Händlern und Kunden und steuert das bargeldlose Bezahlen. Mit diesem Konzept galt das Unternehmen zunächst als zukunftsfähig und es wurden große wirtschaftliche Hoffnungen an das Unternehmen gerichtet.

 

Aufgrund des Aktieneinbruchs haben viele Anleger mit immensen Verlusten zu kämpfen, teilweise mit mehreren Zehntausend Euro.

 

Gegen wen könnte Schadensersatzanspruch bestehen?

 

Schadensersatzansprüche könnten gegen den Vorstand der Wirecard AG bestehen, aber auch gegen die Vermittler und die damals tätige Wirtschaftsprüfungsgesellschaft EY. Die Kanzlei Mingers. prüft außerdem, ob sich die Schadensersatzansprüche auch gegen die Aufsichtsbehörden der BaFin ausweiten lassen.

 

Wenden Sie sich an die Kanzlei Mingers.

 

Sollten Sie als Wirecard-Anleger von dieser Situation betroffen sein, wenden Sie sich so bald wie möglich an die Kanzlei Mingers. Wir beraten Sie gerne und helfen Ihnen bei den Schadensersatzforderungen. Lassen Sie zunächst kostenfrei von uns Ihren Schadensersatzanspruch prüfen und treten Sie dann unserem Musterverfahren bei! Weitere Informationen dazu gibt es auf unserer Website.

 

Weitere spannende Rechtsnews – auch zum Wirecard-Skandal – finden Sie auf unserem Blog oder unserem YouTube-Channel. Schauen Sie doch mal vorbei!

Wertpapier



Gastautor: Markus Mingers
24.11.2021, 19:48  |  825   |   

Disclaimer

Wirecard-Skandal Was tun mit den eigenen Wirecard-Aktien? Die Entdeckung des Wirecard-Skandals liegt mittlerweile schon einige Zeit zurück. Ein insolventes Unternehmen, Verfahren gegen die Geschäftsführung, Betrug und viele weitere Faktoren ranken sich um den Skandal. Kürzlich ist die Aktie nun endgültig aus dem regulierten Börsenhandel verschwunden. Was das für Aktionäre bedeutet und wie sie vorgehen sollten, lesen Sie hier!

Gastautor

Markus Mingers
Rechtsanwalt für Verbraucherrecht, Bank- und Kapitalmarktrecht, Arbeitsrecht und Wirtschaftsrecht

Markus Mingers ist Rechtsanwalt für Verbraucherrecht, sowie Arbeitsrecht, Bank- und Kapitalmarktrecht. Seit mehr als 20 Jahren ist er als Anwalt tätig. Als Inhaber von Mingers. Rechtsanwaltsgesellschaft erzielt er mit seinem Team bisher unbekannte Gewinne für Verbraucher. Er ist Experte im Bereich Rückabwicklung Lebensversicherung, Widerruf Autokredit und Verbraucherdarlehen sowie im VW Abgasskandal. Bekannt ist Markus Mingers vor allem durch seine Auftritte bei n-tv oder RTL sowie als Experte von FOCUS Online, hier ist sein Rat im Verbraucherrecht zu aktuellen Themen gefragt.

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