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KORREKTUR/GESAMT-ROUNDUP/Corona-Appell 'Müssen jetzt diese Welle stoppen'

(Präzisiert Angaben zu Regelungen bei Einstufung als Virusvariantengebiet im 7. Absatz. Aktualisiert Angaben zu Einstufung Südafrikas als Virusvariantengebiet im neuen 2. Absatz.)

BERLIN (dpa-AFX) - Wegen der immer bedrohlicheren Corona-Ausbreitung über ganz Deutschland wächst der Druck, Großveranstaltungen abzusagen und Kontakte auf breiter Front zu unterbinden. Die geschäftsführende Bundesregierung und das Robert Koch-Institut (RKI) riefen am Freitag alle Bürger zur Vorsicht auf und verlangten sofortige zusätzliche Beschränkungen in Ländern und Kommunen vor Ort. "Wie viele Menschen müssen denn noch sterben, damit wir unser Verhalten anpassen und die Krankenhäuser und das Pflegepersonal entlasten?", sagte RKI-Präsident Lothar Wieler. Um eine vorgezogene Bund-Länder-Runde gibt es weiter Streit.

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Zum Schutz vor einer neuen Virusvariante sollen Einschränkungen und Quarantänevorgaben für Flüge aus Südafrika greifen. Grundlage ist eine Einstufung des Landes als Virusvariantengebiet, die Gesundheitsminister Jens Spahn am Freitag ankündigte. Die Regelung sollte demnach in der Nacht zum Samstag in Kraft treten - die Einstufung war bis zum Freitagabend allerdings noch nicht offiziell vom Robert Koch-Institut (RKI) verkündet und damit auch noch nicht wirksam.

Spahn sagte, die Lage sei so ernst wie noch zu keinem Zeitpunkt in der Pandemie. "Wir müssen jetzt diese Welle stoppen. Sonst erleben wir genau das, was wir immer vermeiden wollten: eine Überlastung des Gesundheitssystems." Warnungen und Weckrufe seien aber noch immer nicht überall angekommen, es passiere zu wenig und oft zu spät. Die Welle werde vom stark betroffenen Süden und Osten "weiter gen Westen und Norden ziehen". Trotz Impfungen und Tests sei kurzfristig jetzt nur eines entscheidend: "Die Zahl der Kontakte muss runter, deutlich runter. Es nützt alles nichts."

Konkret nannte Spahn konsequente Zugangsregeln nur für Geimpfte und Genesene zusätzlich mit Test (2G plus) sowie Absagen von Feiern und Großveranstaltungen. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mahnte, die Situation wirklich ernst zu nehmen, wie Regierungssprecher Steffen Seibert deutlich machte. Einzelne Bundesländer hätten schon sehr massive Kontaktbeschränkungen ergriffen. Alle müssten sich aber darüber klar werden, dass auch Länder in noch besserer Lage mit einer deutlich ernsteren Situation rechnen müssten. Das bedeute, dass auch sie sich möglicherweise auf solche Maßnahmen vorbereiten müssten.


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Nachrichtenagentur: dpa-AFX
26.11.2021, 20:27  |  215   |   |   

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