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GESAMT-ROUNDUP 2 Experten für harte Corona-Regeln

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BERLIN (dpa-AFX) - Die Wucht der vierten Corona-Welle und die Ausbreitung einer im südlichen Afrika entdeckten Virusvariante erhöhen den Druck auf die Politik in Deutschland, schnell härtere Corona-Maßnahmen zu ergreifen. Die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina fordert eine rasche und deutliche Reduzierung von Kontakten, auch bei Geimpften und Genesenen. Der voraussichtlich neue Kanzler Olaf Scholz (SPD) sprach von "neuen dramatischen Herausforderungen" und betonte, es gebe nichts, was nicht in Betracht gezogen werde.

In München wurde nach Angaben des Max-von-Pettenkofer-Instituts bei zwei Reiserückkehrern aus Südafrika die neue, als besorgniserregend eingestufte Virusvariante Omikron festgestellt. Die beiden Reisenden seien am 24. November mit einem Flug aus Südafrika eingetroffen, sagte Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) am Samstag. Laut Institutsleiter Oliver Keppler steht eine Genomsequenzierung noch aus. Aber es sei "zweifelsfrei bewiesen, dass es sich um diese Variante handelt". Einen weiteren Verdachtsfall machte Hessens Sozialminister Kai Klose (grüne) bekannt. Er handelt sich ebenfalls um einen Reiserückkehrer aus Südafrika. Ein genaues Ergebnis wird am Montag erwartet. Klose sprach von einem "hochgradigen Verdacht".

Die Sieben-Tages-Inzidenz erreichte am Samstag mit 444,3 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner einen Höchstwert. Die Gesundheitsämter meldeten dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 67 125 Corona-Neuinfektionen und 303 Todesfälle. Die Impfkampagne gewinnt derweil an Fahrt. Inzwischen haben mehr als 10 Prozent (8,6 Millionen Menschen) der Bevölkerung eine Auffrischungsimpfung erhalten. 56,9 Millionen Menschen und damit 68,4 Prozent der Gesamtbevölkerung sind vollständig geimpft, 59,1 Millionen Menschen mindestens einmal. Das entspricht einer Quote von 71,1 Prozent, wie aus Zahlen des RKI vom Samstag hervorgeht.

Aus Sicht der Leopoldina ist das nicht ausreichend. Die Impfkampagne müsse massiv verstärkt und eine Impfpflicht stufenweise eingeführt werden, betont die Akademie in ihrer am Samstag veröffentlichten Stellungnahme. Ungeimpfte müssten so schnell wie möglich geimpft werden, dazu müssten sie motiviert oder in die Pflicht genommen werden. Wichtig sei eine rasch eingeführte berufsbezogene Impfpflicht für Ärzte, Pflegekräfte und medizinische Fachberufe. Insgesamt sollten bis Weihnachten neben Erst- und Zweitimpfungen rund 30 Millionen Drittimpfungen ermöglicht werden, so die Leopoldina.


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Nachrichtenagentur: dpa-AFX
27.11.2021, 23:05  |  140   |   |   

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GESAMT-ROUNDUP 2 Experten für harte Corona-Regeln Die Wucht der vierten Corona-Welle und die Ausbreitung einer im südlichen Afrika entdeckten Virusvariante erhöhen den Druck auf die Politik in Deutschland, schnell härtere Corona-Maßnahmen zu ergreifen. Die Nationale Akademie der Wissenschaften …

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