checkAd

Nachhaltigkeit im Verborgenen Familienunternehmen tun Gutes - und schweigen darüber

Berlin (ots) - Die großen Familienunternehmen in Deutschland, Österreich und der
Schweiz haben Nachhaltigkeit in ihre Unternehmensstrategie aufgenommen oder
sogar explizit eine Nachhaltigkeitsstrategie formuliert. An konkreten Zielen
lässt sich allerdings nicht einmal die Hälfte von ihnen messen. Viele
Familienunternehmen verzichten sogar komplett darauf, ihre Erfolge öffentlich zu
kommunizieren. Das ist das Ergebnis einer Studie der Personalberatung Egon
Zehnder.

"Die weitaus meisten Familienunternehmen sehen sich in der Pflicht, so mit
Ressourcen umzugehen, dass künftige Generationen frei in ihrem unternehmerischen
Handeln bleiben", sagt Michael Meier, der bei Egon Zehnder die deutsche Family
Business Advisory leitet. Laut der Studie gestalten Familiengesellschafter:innen
die Nachhaltigkeitsstrategie zunehmend selbst mit und schaffen dedizierte
Budgets. Im Zentrum stehen dabei Aspekte der geschäftlichen Kontinuität: Die
meisten der befragten Gesellschafter:innen und Geschäftsführer:innen betrachten
Nachhaltigkeit als eine wesentliche Grundlage, das eigene Unternehmen innovativ
und widerstandsfähig zu halten. Außerdem sehen viele Familienunternehmen
Chancen, neue Geschäftsfelder zu erschließen, Produkte am Markt zu etablieren
und junge Talente für sich einzunehmen.

"Dennoch haben viele Familienunternehmen noch nicht vollständig erkannt, dass
Nachhaltigkeit zu einem Business-Faktor geworden ist", konstatiert Michael
Meier. "Ihr Strategieprozess ist so gut wie ausschließlich wertegetrieben." Das
zeige sich unter anderem daran, dass nicht einmal die Hälfte der
Familienunternehmen Nachhaltigkeit in den Zielvereinbarungen ihrer
Führungskräfte verankern. Außerdem verbinden laut Studie nur 40 Prozent der
Familienunternehmen ihre Strategie mit konkreten, messbaren Vorhaben. Nur ein
Drittel hat eine Nachhaltigkeitszertifizierung abgeschlossen. Und vier von zehn
Unternehmen verzichten sogar darauf, über Fortschritte öffentlich zu berichten.

"Viele Familienunternehmer:innen fürchten, sich angreifbar zu machen",
konstatiert Joyce Gesing, Beraterin in der Industrial Praxisgruppe bei Egon
Zehnder. "Es bereitet ihnen Unbehagen, wie aggressiv sich manche Konzerne und
Nichtregierungsorganisationen auf offener Bühne auseinandersetzen." Dabei gebe
es für Familienunternehmen keinen Anlass, sich zu verstecken, so die Expertin.
Viele von ihnen gingen über gesetzliche Vorgaben freiwillig weit hinaus. Deshalb
spielten äußere Zwänge als Triebfeder für nachhaltiges Handeln in der Studie
Seite 1 von 2



0 Kommentare
Nachrichtenagentur: news aktuell
29.11.2021, 11:10  |  90   |   |   

Schreibe Deinen Kommentar

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren. Anmelden | Registrieren

 

Disclaimer

Nachhaltigkeit im Verborgenen Familienunternehmen tun Gutes - und schweigen darüber Die großen Familienunternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz haben Nachhaltigkeit in ihre Unternehmensstrategie aufgenommen oder sogar explizit eine Nachhaltigkeitsstrategie formuliert. An konkreten Zielen lässt sich allerdings nicht …

Nachrichten des Autors

Titel
Titel
Titel
Titel