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ROUNDUP Knorr-Bremse kann mit Mittelfristzielen nicht überzeugen - Aktie fällt

MÜNCHEN (dpa-AFX) - Der Lkw- und Zugbremsenhersteller Knorr-Bremse will sich neue Wachstumsbereiche im Schienen- und Nutzfahrzeugsegement erschließen. So soll die Entwicklung in den kommenden Jahren vorangetrieben werden. Das Management um Konzernchef Jan Mrosik will so stärker als der Markt wachsen, wie der MDax-Konzern am Montag in München vor einer Kapitalmarktveranstaltung mitteilte. Für die Experten sind die für 2025 gesetzten Ziele beim Umsatz und der operativen Marge keine große Überraschung. Die von Bloomberg befragten Analysten hatten bereits vorher Werte in der angepeilten Größenordnung auf dem Zettel. Die zuletzt ohnehin stark unter Druck stehende Aktie gab leicht nach.

Konzernchef Jan Mrosik sieht das Unternehmen laut Mitteilung für die Herausforderungen der Zukunft gut aufgestellt. Er rechnet mit einer soliden finanziellen Entwicklung in den kommenden Jahren, die unter anderem durch Einsparungen vorangetrieben werden soll. Der Bremsenspezialist rechnet gemäß der Prognose bis 2025 mit einem durchschnittlichen jährlichen Umsatzwachstum von 5,5 bis 6,5 Prozent auf 8,1 bis 8,6 Milliarden Euro. Damit will Knorr-Bremse stärker zulegen als der Markt. Um Sondereffekte bereinigt sollen dabei zwischen 14 und 16 Prozent als Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) hängen bleiben.

Dabei setzt der Konzern auf Megatrends wie die Digitalisierung, Automatisierung und Nachhaltigkeit auf der Schiene und der Straße und will entsprechende Innovationen in seinen beiden Segmenten vorantreiben. So werde etwa das Portfolio mit digitalen Lösungen und emissionskritischen Produkten kontinuierlich weiter entwickelt, hieß es in der Präsentation zur Veranstaltung.

An der Börse konnte der neue Mittelfristausblick zu Wochenbeginn das Ruder für die angeschlagene Aktie jedoch nicht herumreißen. Laut Branchenexperte Akash Gupta von der US-Bank JPMorgan entsprechen die Ziele weitgehend den Erwartungen. Die Aktie stand im Vormittagshandel zuletzt mit rund 0,5 Prozent im Minus bei 90,36 Euro und landete so unter den wenigen Verlierern im starken MDax.

Seit der Kurs im Juli wegen der möglichen Übernahme des Autozulieferers Hella binnen weniger Tage um gut ein Fünftel auf rund 90 eingebrochen war, tut sich das Papier schwer - obwohl die Überlegungen später vom Vorstand ad acta gelegt wurden. Wegen der Sorgen am Markt um die weiteren Perspektiven insbesondere im Geschäft für Schienenfahrzeuge ging es im Oktober sogar bei rund 88 Euro auf den tiefsten Stand seit Anfang Juli 2020 herunter.


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Nachrichtenagentur: dpa-AFX
29.11.2021, 12:02  |  110   |   |   

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