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Brent C.O. Preisniveau auf dem Prüfstand

Unsere letzte Kommentierung zu Brent C.O. überschrieben wir Ende Oktober an dieser Stelle mit „Wie könnte es nun weitergehen?“.

Unsere letzte Kommentierung zu Brent C.O. überschrieben wir Ende Oktober an dieser Stelle mit „Wie könnte es nun weitergehen?“. In Anbetracht der aktuellen Situation hätten wir diese Überschrift auch für die heutige Kommentierung verwenden können, denn in den letzten Tagen und Wochen braute sich einiges über dem Ölmarkt zusammen…

Rückblick. In der betreffenden Kommentierung hieß es unter anderem „[…] Zuletzt geriet die Aufwärtsbewegung bei Brent C.O. jedoch etwas ins Stocken. Der Bereich um 85 / 86 US-Dollar limitiert(e) das Handelsgeschehen. Dass der Bereich durchaus eine hohe charttechnische Relevanz hat, verdeutlicht der untere 10-Jahres-Chart. Unter anderem liegt in dieser Zone das markante Hoch aus dem Oktober 2018. Ein Ausbruch über die Zone 85 / 86 US-Dollar würde eine weiteres starkes Kaufsignal liefern und dem Ölpreis möglicherweise den Weg in Richtung dreistelliger Notierungen ebnen. Die Sorge vor einem begrenzten Angebot dominiert das Handelsgeschehen gegenwärtig. Die OPEC+ öffnet den Ölhahn derzeit nur zögerlich und bleibt bei ihrer Marschroute (+400.000 bpd pro Monat). Anfang November treffen sich die Ölproduzenten im OPEC+ Format erneut, um über die weitere Strategie zu beraten. Dass es zu einer Änderung der bestehenden Richtlinien auf dem November-Treffen kommt, ist Stand jetzt wohl eher nicht zu erwarten. Brent C.O. sieht sich unverändert einem tendenziell preistreibenden Umfeld gegenüber. Selbst der recht robuste US-Dollar kann die Stimmung (noch) nicht trüben. […]“

So stellte sich die Lage Ende Oktober dar. Einen Monat später dominieren Konjunktursorgen und damit Sorgen in Bezug auf die Ölnachfrage das Handelsgeschehen. Das Auftreten einer neuen Virus-Variante hat für kräftige Verwerfungen bei den Ölpreisen gesorgt. Trotz der zurückliegenden Preisrally scheinen die „alten Ängste“ also noch nicht vergessen zu sein. 

Spannend wird zudem sein, zu beobachten, wie die OPEC+ auf die neue Gemengelage reagieren wird. Das nächste Treffen in diesem Format ist bereits für den 02. Dezember angesetzt. Bleibt die OPEC+ bei ihrer bisherigen Marschroute oder ändert sie ihre Strategie mit Blick auf die neuen Gegebenheiten? 

Der Ölmarkt war bereits vor den „Virussorgen“ in Wallung, hatten doch große Industrienationen (u.a. die USA) das Anzapfen ihrer strategischen Ölreserven angekündigt, um dem hohen Preisniveau entgegenzutreten. 

Für die OPEC+ wird es daher sicherlich kein einfaches Unterfangen werden, auf ihrer nächsten Sitzung einen belastbaren Konsens unter ihren Mitgliedern zu finden, um auf die Situation adäquat zu reagieren… 

Schauen wir noch kurz auf die aktuellen Daten der EIA (Energy Information Administration) für die Woche zum 19.11. Die EIA gab die US-Rohöllagerbestände per 19.11. mit 434,0 Mio. Barrel an. Damit wurde im Vergleich zur Vorwoche ein Anstieg um knapp 1 Mio. Barrel verzeichnet. Der Markt hatte im Vorfeld mit einem leichten Rückgang im Berichtszeitraum gerechnet. Der Gesamtbestand in Höhe von 434,0 Mio. Barrel liegt um 7 Prozent unter dem für diesen Zeitpunkt im Jahr entsprechenden Durchschnittsniveau der letzten 5 Jahre. Zudem gab die EIA die Ölproduktion in den USA für die Woche zum 19.11. mit 11,5 Mio. bpd (barrels per day) und damit im Vergleich zur Vorwoche (11,4 Mio. bpd) auf einem leicht höheren Niveau liegend an. 

Kurzum. Brent C.O. wurde am vergangenen Freitag (26.11.) mit einem knackigen Rücksetzer konfrontiert. Dabei wurde bereits kräftig charttechnisches Porzellan zerschlagen. Umso wichtiger ist es nun, dass Brent C.O. den Bereich der zentralen Unterstützung um 70 US-Dollar verteidigen kann. Darunter sollte es nicht gehen, anderenfalls müsste die Lage neu bewertet werden. Um auf der Oberseite für Entlastung zu sorgen, müssen die 80 US-Dollar zurückerobert werden. 
 


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30.11.2021, 13:00  |  236   |   |   

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