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Rückblick: Black Friday-Crash Klaus Brune von Platow zur Crash-Gefahr: "Der Hund ist ein Stückchen zu weit..."

Markieren die Rücksetzer am Black Friday den Anfang einer Talfahrt an den Börsen? Was ist Ihrer Meinung nach der Grund für die Abstürze? Antwort von Klaus Brune (Foto), Kapitalmarkt-Experte bei den Platow-Börsenbriefen.

Die Lageeinschätzung von Klaus Brune: "Altmeister André Kostolany hat den Lauf von Wirtschaft und Börse mal mit dem Spaziergang eines Hundebesitzers verglichen: Mal läuft der Hund (die Börse) ein gehöriges Stückchen voran, wird dann vom Herrchen (der Wirtschaft, heute eher: Corona) zurückgepfiffen, fällt dann an einer interessanten Schnüffelstelle ein ganzes Stück zurück und überholt das Herrchen dann wieder im schnellen Lauf.

Um im Bild zu bleiben. Die Börse war der Realität ein ganzes Stückchen zu weit vorausgelaufen. Corona galt als besiegt, die Inflation als temporär, das Wirtschaftswachstum als gewaltig. Aus diesem Mix entstand im November das Allzeithoch beim DAX bei 16.290 Punkten. Zu diesem Zeitpunkt hatte der deutsche Leitindex im Jahresverlauf 18 Prozent gewonnen, hatte aber vor allem die Jahresendrally zu schnell und zu fulminant eingeläutet. Viele Beobachter warnten in der überkauften Marktlage vor Rückschlägen, die aber nur gesund sein können.

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Mit dem Rücksetzer am Freitag auf zeitweise 15.244 Punkte ist der DAX in einer schnellen Bewegung unter seine langfristige 200-Tage-Linie gefallen. Allerdings ist das noch keine Korrektur – Vom Allzeithoch sind wir gerade einmal sechs Prozent entfernt, für eine Korrektur ist das eigentlich noch viel zu wenig.

Das heißt jetzt nicht, dass wir die zehn Prozent noch sehen müssen. Der Anlagedruck bleibt dank der reichlich vorhandenen Liquidität vorhanden. Die fundamentalen Aussichten stimmen: Die Inflation wird zurückkommen (ja, eher bei drei Prozent als bei zwei Prozent sein – so what?), die Konjunktur wird sich 2022 kräftig erholen, die Unternehmensgewinne werden wachsen und die Politik liefert mit der Ampel gute Voraussetzungen für eine weitere Digitalisierung und Technologisierung der deutschen Wirtschaft. Europas Aktien sind mit einem durchschnittlichen KGV von etwa 15 zwar etwas teurer als im langfristigen Durchschnitt, aber nicht teuer. Und günstiger als die US-Aktien (wo die Techs jetzt wieder einen Corona-Schub bekommen) mit einem KGV von 21 sind sie allemal.

Der Hund ist jetzt einfach ein Stückchen zu weit zurückgerannt und hat sich an einer Ecke festgeschnüffelt. Gleich wird das Herrchen pfeifen, und dann geht es wieder weiter."

Text: Klaus Brune und Christoph Morisse, wallstreet:online Zentralredaktion




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30.11.2021, 17:52  |  6717   |   |   

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