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Felix Schulte im Interview RIDE Capital: 1,54 Prozent Steuern auf Aktiengewinne – "Trading wieder rentabel"

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Mit einer vermögensverwaltenden GmbH können auch Privatanleger von einer deutlich geringeren Steuerlast profitieren. wallstreet:online hat mit Felix Schulte, Gründer des Berliner FinTechs RIDE Capital, dazu gesprochen.

wallstreet:online: Herr Schulte, was macht eigentlich RIDE Capital genau und können Sie Ihr FinTech bitte in wenigen Sätzen vorstellen?

Felix Schulte: RIDE ist ein FinTech mit Sitz in Berlin, dass die Tools und Strategien institutioneller Investoren sowie eine hochwertige, individuelle Anlageberatung mehr Menschen zugänglich macht. Wir unterstützen unsere Kunden dabei Vermögen schneller aufzubauen, damit sie finanzielle Freiheit erreichen können.

Wir bringen Anleger und Vermögenswerte, spezialisierte Steuerberater, Notare sowie Banken zusammen.

Kern-Idee von RIDE ist die Vermögensstrukturierung mittels einer vermögensverwaltenden GmbH. Durch die GmbH lassen sich langfristig, dank niedrigerer Steuersätze für Unternehmen im Vergleich zu Privatpersonen, erhebliche Einsparungen erzielen. So kann mehr re-investiert und Vermögen schneller aufgebaut werden.

wallstreet:online: Wie genau kann die Gründung einer vermögensverwaltenden GmbH Privatanlegern beim Steuersparen helfen und für wen lohnt sich das?

Felix Schulte: Steuern sind die größte Ausgabenposition der BürgerInnen und damit auch der größte Hebel, um mehr Kapital für Reinvestitionen freizusetzen.
Die GmbH genießt in Deutschland eine gute Steuerlandschaft, so dass sie enorme Steuervorteile mit sich bringen kann. Zunächst fällt die Steuer dabei nicht wie bei Privatleuten auf Einnahmen an, sondern nur auf den erwirtschafteten Gewinn. Dieser wird durch Kosten, die sich ansetzen lassen, gemindert.

Gerade im Bereich Aktien, aber auch bei Derivaten und Immobilien ermöglicht es eine GmbH Steuern zu sparen und so das eigene Vermögen weiter auszubauen. So zahlt man auf Aktienkursgewinne z. B. nur 1,54 Prozent – privat werden Gewinne mit 26,38 Prozent versteuert. Bei Immobilien werden laufende Einkünfte nur noch mit 15,83 Prozent besteuert – privat hingegen werden die laufenden Einkünfte mit dem Einkommensteuersatz versteuert, also deutlich höher.

Dank der GmbH kann beim Handel mit Termingeschäften die Verlustverrechnungsbeschränkung, die für private Trader gilt, umgangen werden. Somit ist Trading wieder rentabel.

Für wen sich die GmbH lohnt, hängt vom individuellen Fall ab. Sie kann für das operative als auch vermögensverwaltende Geschäft genutzt werden. Sie kann für Unternehmer oder Immobilieninvestoren profitabel sein sowie als Altersvorsorge genutzt werden.

Den größten steuerlichen Vorteil sehen wir beim Wertpapierhandel. Durch die effektive Versteuerung von nur 1,54 Prozent auf Veräußerungsgewinne von Aktien können Wertpapiere flexibel und kostengünstig umgeschichtet werden. Genauso wichtig ist die Umgehung der Verlustverrechnungsbeschränkung für Trader.

Ab wann sich eine vermögensverwaltende GmbH lohnt, hängt von vielen Faktoren ab. Beim Handel mit Aktien lohnt sich die GmbH ungefähr ab einem Depotwert von circa 90.000 Euro und einem Anlagehorizont von 15 Jahren.

wallstreet:online: Können Privatanleger mittels einer vermögensverwaltenden GmbH auch von einer geringeren Steuerlast bei Dividendenzahlungen profitieren?

Felix Schulte: Meistens leider nicht. Die 95 Prozent Steuerfreiheit gilt auf Dividenden nur, wenn man mehr als 15 Prozent an der Gesellschaft hält, was bei Aktienbeteiligungen eher unwahrscheinlich ist.

wallstreet:online: Wie viele vermögensverwaltende GmbHs betreut RIDE Capital derzeit und wie hoch liegt deren Gesamtanlagevolumen?

Felix Schulte: Wir haben im Jahr 2021 einen Meilenstein erreicht und haben es geschafft in diesem Jahr über 500 GmbHs zu gründen und betreuen aktuell über 750 GmbHs. Das Gesamtanlagevolumen beläuft sich derzeit auf über 150 Millionen Euro.

wallstreet:online: Können Privatanleger die GmbH nicht auch selbst gründen? Welchen Mehrwert bietet RIDE Capital seinen Kunden?

Felix Schulte: Natürlich ist eine Gründung allein möglich – Notare gibt es ja an jeder Straßenecke. Der Gründungsprozess einer GmbH ist jedoch komplex und besteht aus einer Vielzahl von Einzelschritten: dem Ausfüllen vieler Formulare, verschiedene Behördengänge und eine anwaltliche sowie steuerrechtliche Beratung.

Mit unserem Gründungs-Service nehmen wir unseren KundInnen die Arbeit ab und begleiten Sie durch den kompletten Prozess, die eigenen Aufgaben werden auf ein Minimum reduziert. Wir arbeiten mit Partner-Notaren zusammen, besitzen ein starkes Team, welche die Behördenkommunikation übernimmt und bieten zusätzlich z. B. Musterverträge an. Der Prozess läuft digital über unsere RIDE Plattform, wo wir die Möglichkeit bieten, Informationen der GmbH einfach darzustellen und Belege bzw. Rechnungen hochzuladen.

Insgesamt haben ca. 40 Prozent unserer Kunden nicht über uns gegründet, sondern haben dies selbst gemacht oder sind mit ihren Bestands-GmbHs zu uns gewechselt.

wallstreet:online: Viele Aktionäre und Immobilieninvestoren profitieren über eine GmbH von einer deutlich niedrigeren Steuerlast. Inwiefern können auch Derivatetrader von einer vermögensverwaltenden GmbH profitieren?

Felix Schulte: Privatanleger, die mit Derivaten handeln, müssen sich seit diesem Jahr mit der Verlustverrechnungsbeschränkung auseinandersetzen. Die Gesetzesänderung im Einkommensteuergesetz sieht vor, dass man Privat nur noch Verluste von bis zu 20.000 Euro mit Gewinnen verrechnen kann. Dies erschwert für die meisten Trader den Handel mit Derivaten und bedeutet vielleicht sogar das Aus für privates Trading. Relativ schnell kann es dazu kommen, dass sogar mehr Steuern gezahlt werden müssen, als man überhaupt Gewinne macht.

Einen Ausweg bietet die vermögensverwaltende GmbH. Sie ist nicht von der Verlustverrechnungsbeschränkung betroffen, so dass der Handel mit Derivaten unbeschwert und profitabel fortgeführt werden kann.

wallstreet:online: Lohnt sich eine vermögensverwaltende GmbH auch für Investoren, die hauptsächlich in Fonds oder börsengehandelte Indexfonds (ETFs) investiert sind?

Felix Schulte: Steuerlich ergibt es durchaus Sinn Aktien-ETFs in einer vermögensverwaltenden GmbH zu halten und in sie zu investieren. Privat zahlt man 18,46 Prozent Steuern auf die Gewinne, wohingegen man in einer GmbH nur 12,16 Prozent zahlt. Das Investment in Einzelaktien ist aber noch attraktiver, da man dann auf Veräußerungsgewinne nur 1,54 Prozent zahlt.

Mit der Unterstützung von RIDE können Sie Steuern sparen und schneller Vermögen aufbauen. Auf Ihrem Weg zur finanziellen Freiheit werden Sie von Experten begleitet.

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Gastautor: IR-News
06.12.2021, 08:58  |  4160   |   

Disclaimer

Felix Schulte im Interview RIDE Capital: 1,54 Prozent Steuern auf Aktiengewinne – "Trading wieder rentabel" Mit einer vermögensverwaltenden GmbH können auch Privatanleger von einer deutlich geringeren Steuerlast profitieren. wallstreet:online hat mit Felix Schulte, Gründer des Berliner FinTechs RIDE Capital, dazu gesprochen.

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