checkAd

So denkt die w:o-Community Bitcoin gegen die Inflation? "Papiergeldhorter wurden bisher nie belohnt"

Schützt der Bitcoin vor Inflation? Manche Experten sprechen von einem „Mythos“. Wie die Nutzer im wallstreet:online Forum darüber denken.

Zu den wichtigsten Merkmalen des Bitcoins zählt, dass seine Anzahl begrenzt ist. 21 Millionen BTC werden eines Tages im Umlauf sein – möglicherweise wird diese Schwelle auch niemals ganz erreicht werden. Für das Minen eines Blocks erhalten die Bitcoin-Schürfer aktuell 6,5 Bitcoin. Diese Menge halbiert sich alle vier Jahre mit dem sogenannten Halving.

Dieses deflationäre Feature hat der weltgrößten Kryptowährung immer wieder den Ruf als Inflations-Bollwerk eingebracht. Im aktuellen Marktumfeld mit Niedrigzinsen, Inflation und Lieferketten-Staus nimmt die Diskussion wieder an Fahrt auf, ob der Bitcoin ein „sicherer Hafen“ ist – auch in unserer wallstreet:online Community. Wir haben Mal reingehört in die Diskussion:

User Kampfkater1969 schreibt: „Bitcoin ist für mich ein Wertspeicher der erreichten Kaufkraft, die gehalten bzw. ausgebaut werden sollte, im Idealfall. Papiergelder werden leider stets weg-inflationiert, mal mehr, wie derzeit, mal weniger. Aber sie gewannen noch nie dazu. (…) Ein Bitcoin – meine Erwartung – wird weiter kostbarer, weil es streng limitiert ist. Und dann in Zukunft kann ich es bei Bedarf in Happen verwenden, um damit Papiergeld einzutauschen, zum nötigen Verbrauch.

Wer wohl 2030 der Depp sein wird? Der Papiergeldhäufler oder der Bitcoinbesitzer? Ich sehe Bitcoin-Besitzer im Vorteil – meine subjektive Einschätzung. Papiergeldhorter wurden bisher nie belohnt.

Community-Mitglied neuflostein sieht das Thema Krypto-Inflationsschutz etwas kritischer:

„Ich würde da echt aufpassen. Ich gehe davon aus, dass die derzeitige Asset-Blase irgendwann in den nächsten Jahren platzen wird (…). Ich muss zugeben, dass ich Bitcoin in diesem Zusammenhang nicht gut einschätzen kann. Gold geht in die gleiche Richtung, ich weiß nicht, wie sich diese Assets in dem von mir erwarteten, brutalen Crash verhalten werden. Ich sehe aber halt, dass Bitcoin jeden Crash oder Einbruch am Aktienmarkt überproportional mitnimmt. Das lässt mich stark daran zweifeln, dass Bitcoin ein guter Hedge gegen einen Aktien-/ Immo-Crash ist. Bei Gold sieht es da schon besser aus, das bricht wenigstens nicht überproportional ein, siehe März 2020.

Bitcoin ist ein Risk Asset und kein Risk Off Hedge. Aber ich gebe gerne zu, dass ich mich auch komplett irren könnte. Und als "Apex Asset" sehe ich Bitcoin wirklich nicht, zumindest noch nicht. Solange Zentralbanken als Sicherung Gold horten, sehe ich Gold als Apex Asset, das einzige Asset komplett ohne "Counterparty Risk".

Der Bitcoin hat sich seit der scharfen Korrektur am vergangenen Freitag wieder etwas erholt, notiert aber aktuell immer noch rund 18 Prozent unterhalb seines Allzeithochs. Die Diskussion in unserem Bitcoin-Forum dürfte also weiter spannend bleiben.

Bis zum nächsten Börsengeflüster!

Autor: Julian Schick, wallstreet:online Zentralredaktion



Wertpapier



0 Kommentare
02.12.2021, 15:48  |  7223   |   |   

Schreibe Deinen Kommentar

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren. Anmelden | Registrieren

 

Disclaimer

So denkt die w:o-Community Bitcoin gegen die Inflation? "Papiergeldhorter wurden bisher nie belohnt" Schützt der Bitcoin vor Inflation? Manche Experten sprechen von einem „Mythos“. Wie die Nutzer im wallstreet:online Forum darüber denken.

Nachrichten des Autors

Titel
Titel
Titel