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Tipp von Klaus Brune, Platow "Crash? Welcher Crash?" – Oder eher „Wasser auf die Mühlen der Bullen“?

Der "Fear & Greed"-Index sei in Monatsfrist von "extremer Gier" auf "extreme Angst" umgeschlagen, so Klaus Brune. Der Platow Börse-Chef schätzt für wallstreet:online die aktuellen Marktlage ein.

Klaus Brune, Chef der renommierten Platow Börse, gibt Antworten auf unsere Frage: „Kaufen, wenn die Kanonen donnern, oder lieber raus und an der Seitenlinie warten, bis sich die Lage wieder entspannt hat?“ Klaus Brunes Gastbeitrag im vollen Wortlaut:

Crash? Welcher Crash? Der DAX hat seit seinem Höchststand bei 16.290 Punkten Mitte November gerade einmal gut sechs Prozent an Wert verloren. Beim Nasdaq, dem hochgejubelten Technologie-Barometer, sind es ebenfalls sechs Prozent, beim altehrwürdigen Dow Jones noch nicht einmal fünf Prozent. Das ist noch nicht einmal eine anständige Korrektur, denn die fängt erst bei zehn Prozent Verlust an. Weiterhin ist jede kleine Zuckung nach unten ein Signal für Anleger rund um den Globus, auf den fahrenden Zug aufzuspringen.

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Aber es stimmt schon. Es wird viel geredet über die Crash-Gefahr. Der weithin beachtete ‚Fear & Greed‘-Index von CNN ist innerhalb eines Monats von ‚extremer Gier‘ (Indexlevel von 82) auf ‚extreme Angst‘ (Indexlevel von 20 am Freitag) umgeschlagen. Nur Ende März 2018 (erinnert sich noch jemand an die drohenden Handelskriege durch einen Präsidenten namens Donald Trump?) und im März 2020 (da erinnert sich jeder an den Ausbruch von Corona, auch wenn wir damals noch nicht wussten, wie lange das C-Wort uns beschäftigen wird) war das Sentiment an den Märkten noch niedriger. In vier von sechs Fällen in der Vergangenheit hat der Markt im Übrigen auf diesem Niveau gedreht – Wasser auf die Mühlen der Bullen.

Die Anleger verhalten sich also derzeit noch genau entgegengesetzt zu ihrem ‚Sentiment‘. Vielleicht wird eine Prise Risiko rausgenommen – die Small und Micro Caps leiden etwas, aber die Mid und Large Caps werden weiter gekauft. Das ist nicht ungewöhnlich für Marktphasen wie jetzt – Stimmungslage und tatsächliches Agieren stehen sich oftmals diametral gegenüber. Die Profis bleiben an Bord, die Privaten sowieso, und die Zocker werden noch nicht nervös.

Ausblick

Das wird wohl auch noch so bleiben, solange nicht Omikron oder die nächste Variante oder der nächste Inflationsschub oder neuerliche Zinssorgen den Grundkonsens ins Wanken bringen: Die Konjunktur läuft trotz kleiner Stottermomente, die Inflation bleibt beherrschbar und die Zentralbanken statten den Markt weiter mit sehr reichlich Liquidität aus.

Mein Fazit: Zum jetzigen Zeitpunkt sollten Anleger Rückschläge zu ausgewählten Zukäufen nutzen. Kurzfristig sind ‚Weihnachtsaktien‘ gefragt, die von 3G profitieren (Gegessen und Getrunken wird immer, Geliefert werden muss aber auch – also auch an Logistiker wie Dt. Post denken). Mittelfristig gefallen uns die 3D-Sektoren, die von langfristigen Megatrends profitieren: Demografie, De-Carbonisierung und Digitalisierung. Dazu gehören die Medizin- und Labortechnik, der IT-Bereich und Unternehmen, die mit erneuerbarer Energie oder nachhaltiger Infrastruktur zu tun haben.“

Text: Klaus Brune, Platow Börse, und Christoph Morisse, wallstreet:online Zentralredaktion




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07.12.2021, 19:36  |  11308   |   |   

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