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Ausblick für Aktien in 2022 Zinswende kommt schneller: Was bedeuten die Fed-Ankündigungen für Aktienanleger?

Die Fed leitet die Zinswende ein. Das ist laut Schulbuch zunächst keine gute Nachricht für Börsianer. Trotzdem bleiben die Märkte cool. Was ist da los? Mit was müssen Anleger rechnen? Antworten.

Eigentlich müssten die Börsen nach solchen Fed-Ankündigungen wie gestern in die Knie gehen. Das war aber nicht der Fall. Große Leitindizes wie der Dow Jones, der S&P 100 und auch der DAX drehten ins Grüne. Jetzt muss man davon ausgehen, dass der Markt die Fed-Maßnahmen schnelleres Tapering (Zurückfahren von Wertpapierkäufen) und raschere Zinsanhebungen bereits eingepreist hat. Soweit so gut. Und wie geht’s weiter? Auf was müssen sich Aktien-Anleger gefasst machen?

Jürgen Hackenberg, Leiter Aktien Concentrated bei Union Investment ist positiv gestimmt: "Die Aktienmärkte haben auf die Ankündigung der US-Notenbank Fed, schneller aus den Anleihekäufen auszusteigen, erfreut reagiert. Selbst die Aussicht auf eine schnellere Anhebung der Leitzinsen schreckte die Anleger nicht ab. Das mag paradox wirken, zeigt aber, wie ungebrochen das Vertrauen in das Wachstum der US-Wirtschaft ist. Kommt es zu keinem Corona-bedingten neuerlichen Rückschlag der Konjunktur, stehen die Zeichen gut, dass der US-Aktienmarkt im Jahr 2022 die zu erwartenden drei Zinsschritte der Federal Reserve gut verkraften sollte", so Hackenberg.

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Weniger euphorisch ist Harald Meisner von der Rheinischen Fachhochschule Köln und lenkt das Scheinwerferlicht auf die Vermögenspreisinflation: "Die aktuelle Beunruhigung durch die Inflationsdaten und die Reaktionen der amerikanischen Notenbanken werden die Aktienmärkte berühren und vielleicht zu zusätzlichen Turbulenzen führen. Wir betrachten jedoch – nach Robert Shiller und anderen – schon länger den Trend zu Vermögenspreisinflation (Immobilien und Aktien) und die Gemengelage wird nicht einfacher, wenn die Inflation, die durch die Pandemie zeitweise ausgelöst wird, dazukommt."

Für den Professor für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre und Finanzwirtschaft ist klar, dass es unruhiger wird: "Es ist sicher, dass die Volatilitäten an den Märkten weiter steigen werden. Aber Anleger sollen sich dadurch nicht beirren lassen. Es könnte auch hilfreich sein  - um mich vorsichtig auszudrücken - sich die Anti-Inflations-Philosophie von Bitcoin, Ether und Co. zunutze zu machen und in Krypto-Assets zu investieren", schließt der Finanzprofessor.

Man muss abwarten, ob die Notenbanken ihre angekündigten Zinserhöhungen im nächsten Jahr wirklich umsetzen. Wenn sich die Pandemie ausweiten sollte und die Wirtschaftsleistungen zurückgehen, könnten die Entscheidungen wieder in Frage gestellt werden. Auf der anderen Seite hat dieser konkrete Fahrplan der Fed für mehr Planbarkeit gesorgt und damit die Märkte beruhigt. Manche Börsianer sind vielleicht erleichtert, dass sie nun tatsächlich davon ausgehen können, dass die Rückkehr zu normalen Geldpolitik angestrebt und mit einer greifbaren Road Map eingeleitet wird. Die Börse mag keine Unsicherheiten.

Text: Christoph Morisse, wallstreet:online Zentralredaktion






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16.12.2021, 13:47  |  22481   |   |   

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