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Silvesterkolumne: (Don´t) Look At Yourself

Auch die Selbstbespiegelung wird heute immer knapper ...

Prolog aus einem anderen Land und einer anderen Zeit:

 

I see you running

Don't know what

You're running from

Nobody's coming

What'd you do that was so wrong

 

Look back and turn back

Look at yourself

Don't be afraid, just

Look at yourself

 

Jetzt, wo das alte Jahr 2021 mit seinen alten Sorgen zu Ende geht, denke ich, ist es an der Zeit, einmal die Wahrheit zu sagen, nämlich dass wir uns alle gar nicht vor dem Naheliegenden fürchten, sondern vielmehr vor dem, was im Himmel schwebt.

 

So ist jedenfalls mein Eindruck, wenn ich die Zeitungen lese und Fernsehen schaue.

 

Denn dabei wird klar, dass es natürlich nur ein Gerücht ist, dass wir uns Sorgen um die Wirtschaft oder die Inflation machen würden und dass wir uns vor Corona fürchten. Ein Deutscher hat doch keine Angst vor Corona.

 

Nein, in Wirklichkeit geht es uns Deutschen darum, dass es in der Welt mit rechten Dingen zugeht. Demokratie und Menschenrechte sind uns scheißegal, wir wollen den Kampf gegen rechts, und wir wollen Frauenrechte, Semitismus, Politische Korrektheit, ein soziales Geschlecht, Identitätspolitik, Cancel Culture und Wokeness.

 

Und die Wirtschaft kann sich verpissen, so lange dadurch das Klima besser wird. Seit die EZB das Geld für unser Einkommen druckt, sind wir auf diese Leute nicht mehr angewiesen.

 

Deshalb hat jetzt auch der Berliner Antisemitismusbeauftragte vor Kurzem ein Dossier mit 290 Straßen vorgelegt, die nach Persönlichkeiten mit judenfeindlichen Bezügen benannt sind, unter ihnen Martin Luther, Richard Wagner und die Brüder Grimm.

 

Diese Schmutzfinken jetzt sofort zu eliminieren, genau das ist es, worauf es den Menschen in unserem Land heute ankommt. Wir brauchen eine Revolution und müssen diese Straßenschilder umreißen, so schnell wie möglich.

 

Wobei ich natürlich hoffe, dass der Begriff „Schmutzfink“ nicht schon von irgendeinem Nazi benutzt worden ist, denn dann wäre ich ja selbst beschmutzt und müsste sofort in den Kerker zur Selbstkritik.

 

Aber selbst wenn, überlegen Sie sich einmal, Adolf Hitler hat sich doch tatsächlich ab und zu morgens die Zähne geputzt. Ist das nicht eklig? Igitt, wie können wir daher überhaupt dieses Nazirelikt heute noch wiederholen? Jeder, der sich heute die Zähne putzt, ist ein Anhänger des Führerkults, ein Nazi und sogar ein ganz schlimmer. Man muss es wirklich so deutlich aussprechen.

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Gastautor: Bernd Niquet
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Silvesterkolumne: (Don´t) Look At Yourself Haltung ist heute wichtiger als Geld, denn das ist ja nicht mehr knapp