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"Vielleicht krisenhaftes" 2022 Vor dem Crash? "Psychologisch ungünstige Lage, Dämpfer zu erwarten" - Was kommt?

Zinserhöhungen, "Aufbäumen des Virus", Überbewertungen: Finanzprofessor Harald Meisner erwartet Rücksetzer am Aktienmarkt. Und: Eine besondere Anlageform könnte seiner Meinung nach der Inflation Paroli bieten. Ausblick.

Harald Meisner, Professor für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre und Finanzwirtschaft an der Rheinischen Fachhochschule Köln, antwortete auf folgende Fragen, die wir einer Reihe von Top-Kapitalmarktexperten zum Jahresauftakt gestellt haben: Geht der Bullenmarkt so weiter? Welche Crash-Gefahren gibt es in 2022 und wie können Anleger diesen trotzen?

Meisners Meinung zum Kapitalmarkt 2022 hier im vollen Wortlaut:

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"Das Jahr 2022 ist für die Kapitalmärkte sehr schwierig einzuschätzen – die Jahrhundertpandemie dauert noch an und mit Omikron gibt es ein (vielleicht letztes) Aufbäumen des Virus. Die damit verbundenen Verwerfungen bei den Lieferketten und die konjunkturellen Probleme lasten schwer auf der Weltwirtschaft und auf den Unternehmen - dies macht eine Prognose überaus schwierig.

"Dilemma der EZB"

Damit nicht genug: die Inflation hat Höhen erreicht, die von den Notenbanken lange kleingeredet wurden und denen die amerikanische Notenbank jetzt mit Zinserhöhungen begegnet; das Dilemma der EZB ist, nicht angemessen reagieren zu können.

Es ist zu erwarten, dass die Bewertungen auf den Aktienmärkten einen Dämpfer erfahren werden, die Aufschläge auf die längerfristigen KGV’s sind sehr hoch (das Shiller-KGV erreicht mit über 38 einen Höchstwert). Schauen wir in die USA: 2021 legte der US-Index S&P 500 bis kurz vor Jahresende um 25 Prozent zu, seit Ende 2018 auf mehr als 90 Prozent. Der Dax hatte in 2021 ein Plus von rd. 15 Prozent und seit Ende 2018 einen Zuwachs von rd. 50 Prozent. Diese Daten zeigen im Zusammenblick mit den KGV-Entwicklungen eine beunruhigende tendenzielle Überbewertung an.

"Steigende Volatilität"

Psychologisch ist solch eine Gemengelage nicht günstig, denn leichte Verwerfungen könnten größere Krisen auslösen. Höhere Inflation, hohe KGV’s und die unsichere Coronalage sind der Grund für eine zu erwartende steigende Volatilität auf den Märkten.

Es gibt mit den digitalen Vermögenswerten (Krypto-Assets) allerdings eine in der Bedeutung wachsende Alternative, die zwar sehr volatil ist, aber aus der Inflationsperspektive attraktiv sein kann und in einem eigenen Kosmos (Decentralised Finance) noch Renditechancen verspricht, die jenseits der klassischen Anlagewelt im Fiat-System liegen (einfache Sparprodukte).

Fazit: Das Jahr 2022 wird aufregend und vielleicht auch krisenhaft, aber Technologie wird auch hier Alternativen bieten und für langfristige Anleger werden die realwirtschaftlichen Herausforderungen mit eben dieser Technologie und dem drohenden Klimawandel genügend Anlagepotential bieten."

Text: Harald Meisner und Christoph Morisse, wallstreet:online Zentralredaktion




Wertpapier



1 Kommentare
06.01.2022, 16:30  |  20347   |   |   

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Kommentare

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07.01.22 13:37:40
Glauben Sie wirklich, die Zentralbanken, werden die masslosen Übertreibungen, die sie ja zu verantworten haben, einfach so den sausen lassen?

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"Vielleicht krisenhaftes" 2022 Vor dem Crash? "Psychologisch ungünstige Lage, Dämpfer zu erwarten" - Was kommt? Zinserhöhungen, "Aufbäumen des Virus", Überbewertungen: Finanzprofessor Harald Meisner erwartet Rücksetzer am Aktienmarkt. Und: Eine besondere Anlageform könnte seiner Meinung nach der Inflation Paroli bieten. Ausblick.

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