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Small Caps In diesen Aktien steckt Potenzial

Anleger, die sich abseits der großen Unternehmen umsehen, können am deutschen Markt Small Caps finden, die es in sich haben könnten. Zu diesen Aktien gehören beispielsweise About You, Basler und Datagroup.

Bei der Suche nach Aktien, die über Aufwärtspotenzial verfügen, konzentrieren sich Anleger und auch Medien häufig auf die Titel bekannter Unternehmen. Das ist verständlich, schließlich sind Konzerne, die zum Beispiel in großen Leitindizes wie S&P 500 (USA), Euro Stoxx 50 (Eurozone) und DAX (Deutschland) gelistet sind, in der Regel profitabel und können ein etabliertes Geschäftsmodell vorweisen.

Aus Investorensicht gibt es aber einen Nachteil: Qualität und Erfolg der Konzerne sind hinlänglich bekannt. Dies spiegelt sich auch in der Kursentwicklung der entsprechenden Aktien wider. Kurzum: Die Märkte haben das Wachstumspotenzial der Unternehmen oft weitestgehend eingepreist.

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So gibt es am deutschen Aktienmarkt abseits der größten Unternehmen einige Mittelstands-Champions, die nicht die Aufmerksamkeit bekommen, die sie vielleicht verdienen. An der Börse sind sie teilweise weniger als eine Milliarde Euro wert. Zum Vergleich: DAX-Mitglieder haben eine Marktkapitalisierung im zwei- oder sogar dreistelligen Milliardenbereich. Zu den hoffnungsvollen Nebenwerten des deutschen Aktienmarkts zählen zum Beispiel About You, Basler und Datagroup.

About You: Influenzer treiben das Geschäft

About You ist ein deutscher Internethändler für Bekleidung, Schuhe und Accessoires mit Sitz in Hamburg. Das Unternehmen wurde 2014 als Tochtergesellschaft des Versandhändlers Otto gegründet. Seit Juni 2021 ist About You an der Frankfurter Börse gelistet. Im September 2021 wurde die Aktie in den SDAX aufgenommen. An der Börse ist das Unternehmen derzeit rund 3,5 Milliarden Euro wert. About You bietet über 400.000 Produkte von mehr als 2.000 Marken an.

Nicht nur die 1.400 Mitarbeiter sorgen für den steigenden Bekanntheitsgrad der Hamburger. Hinzu kommen 10.000 Influenzer mit zig Millionen Followern rund um den Globus. Über digitale Kanäle wie Instagram erreicht der Modehändler einen großen Teil des jüngeren Publikums. About You zählt mit mehr als 30 Millionen aktiven Nutzern monatlich zu den größten Mode- und Lifestyle-Plattformen Europas. Der Online-Shop ist in insgesamt 26 europäischen Märkten vertreten.

Ähnlich wie der bekanntere Konkurrent Zalando in den ersten Jahren arbeitet About You noch nicht profitabel. Im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2021/22 stand unterm Strich noch ein Verlust von 35 Millionen Euro. Gründer und CEO Tarek Müller sieht sein Unternehmen allerdings aufgrund der steigenden Umsätze auf Wachstumskurs. Für die meisten Analysten ist die Aktie wegen der starken Geschäftsdynamik ein Kauf. Für Kursfantasien sorgt zudem die eigene Softwareentwicklung der Hamburger. About You bietet seine Software anderen Händlern für den E-Commerce an, darunter Modegrößen wie Tom Tailor und Marc O’Polo.

Basler: High-Tech-Kameras für die Industrie

Basler sitzt in Ahrensburg, Schleswig-Holstein, und ist ein international führender Anbieter von hochwertigen Bildverarbeitungs-Komponenten für digitale Anwendungen. Das Unternehmen entwickelt digitale Kameras für die Industrie (Fabrikautomation), Medizin, Logistik, Videoüberwachung und Kameras, die im Verkehr eingesetzt werden – etwa bei Mautbrücken.

In der Industrie nutzten zum Beispiel Flaschenhersteller die Kameras an den Fließbändern, um die Qualität während der Produktion zu sichern. Ein weiteres Beispiel sind kleine High-Tech-Kameras, die in Servicerobotern zum Einsatz kommen. Laut Basler kann das computerbasierte Sehen Roboter „schlauer“ machen und dazu beitragen, Anwendungsgebiete zu erweitern.

Das 1988 von Norbert Basler gegründete Unternehmen beschäftigt rund 800 Mitarbeiter in Europa, Asien und Nordamerika. Basler ist heute Aufsichtsratsvorsitzender, Vorstandschef ist Dietmar Ley. Basler ist im SDAX gelistet und bringt es auf einen Börsenwert von rund 1,6 Milliarden Euro. In den ersten neun Monaten erwirtschaftete das Unternehmen 2021 einen Umsatz von 165 Millionen Euro, der Gewinn vor Steuern (EBT) lag bei 24,5 Millionen Euro.

Die Norddeutschen profitieren insbesondere von einer starken Nachfrage in den Bereichen Halbleiter, Elektronik und Logistik. Ein Beispiel sind Bildverarbeitungs-Komponenten aus dem Maschinen- und Anlagenbau sowie aus der Automobilbranche. Viele Analysten sind bei der Aktie bullish gestimmt. Ein Grund dafür sind auch die jüngsten Zukäufe der beiden koreanischen Handelspartner Datvision und Iovis. Basler baut mit den Transaktionen das Direktgeschäft in Asien weiter aus. Experten erwarten, dass dies das Wachstum des Technologieunternehmens beschleunigt.

Datagroup: Mit Übernahmestrategien auf Wachstumskurs

Datagroup ist ein IT-Dienstleister aus Pliezhausen in Baden-Württemberg, bei dem 3.500 Mitarbeiter beschäftigt sind. Zum Leistungsportfolio gehören cloudbasierte Rechenzentrums-Services, Sicherheitsdienste und Big-Data-Lösungen. Die Angebote richten sich vor allem an Ministerien, Banken und Rundfunkanstalten. Wiederkehrende Erträge stabilisieren das Geschäft.

Allein der öffentliche Sektor macht rund ein Fünftel des Umsatzes aus. Das Kernprodukt heißt Corbox (Corporate IT out of the box) – eine modulare Komplettlösung für IT-Outsourcing. Die Kunden wählen von App- und SAP-Services über Hotlinedienste bis hin zum Rechenzentrums-Betrieb. Die Aktie ist in Scale gelistet, dem Marktsegment der Deutschen Börse für kleinere und mittlere Unternehmen (KMU). Datagroup ist derzeit an der Börse rund 800 Millionen Euro wert.

Das margenstarke Geschäft und strategische Übernahmen tragen zum starken Wachstum des Unternehmens bei. Im Laufe der Zeit wurden mehr als 25 Firmen gekauft. Die Übernahmen dienen als Türöffner zu mittelständischen Unternehmen, die sonst schwer zu erreichen sind. Vorstandschef Max Schaber nutzt die Konsolidierung der Branche, um zu expandieren. Der Trend zeigt nach oben: Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2020/21 lag der Umsatz bei 445 Millionen Euro. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) kletterte auf einen Rekordwert von rund 67 Millionen Euro.

Fazit: Das Geschäft der drei Small Caps erhält durch die Beschleunigung der Digitalisierung Rückenwind. Ob die Unternehmen auf lange Sicht erfolgreich sind, steht allerdings noch in den Sternen. Für Anleger, die nach kleineren Wachstumswerten am heimischen Markt suchen, könnten sie in jedem Fall einen Blick wert sein.

Gastautor: Gian Hessami




11.01.2022, 09:29  |  29348   |   |   

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