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Schreckgespenst "Unsicherheit" Thomas Mayer: Wie wir uns gegen die "radikale Unsicherheit" wappnen

Recht drastisch mit "radikaler Unsicherheit" umschreibt Professor Thomas Mayer, Gründungsdirektor des Flossbach von Storch Research Instituts, die Ausgangslage am Anfang des Jahres. Was er uns Aktienanlegern jetzt rät.

Jetzt am Anfang des Börsenjahres wollten wir von führenden deutschen Kapitalmarktexperten wissen, wie sie die Ausgangslage einschätzen und was ihrer Meinung nach auf Aktienanleger zukommt. Thomas Mayer von Flossbach von Storch zeichnet ein Big Picture zwischen Pandemie, Geldschwemme und wirtschaftlicher Erholung, schreibt aber auch von großer Unsicherheit, was wir Börsianer bekanntlich nicht gerne lesen. Am Ende gibt er Tipps für den langfristigen Anlageerfolg:

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In den beiden vergangenen Jahren haben die Zentralbanken einen großen Teil der staatlichen Neuverschuldung zur Stützung der Wirtschaft durch Geldschaffung finanziert. Dadurch ist ein Geldüberhang entstanden, der sich in einer erhöhten Geldersparnis niedergeschlagen hat. Ein Teil der Sparer hat die erhöhte Geldersparnis zum Kauf von Aktien genutzt und damit die Aktienpreise in die Höhe getrieben. Ein anderer Teil hat mit der Lockerung der Lockdowns die aufgelaufene Geldersparnis für Konsumausgaben verwendet. Da die Produktionsmöglichkeiten eingeschränkt waren, stieg die Konsumentenpreisinflation.

Scheingefechte der Zentralbanken

Zu Beginn des neuen Jahres könnte die Coronapandemie ihren Höhepunkt erleben und danach abklingen, wenn das Coronavirus endemisch wird. Vor diesem Hintergrund könnte sich die globale Konjunktur nach einem anfänglichen Rücksetzer im Verlauf des Jahres erholen, während der Abbau der Geldersparnis die Inflation hochhält. Da negative Realzinsen zum Abbau der staatlichen Überschuldung erwünscht sind, werden die Zentralbanken gegen die Inflation nur Scheingefechte inszenieren.

Kursfeuerwerk?

Die Erholung der Wirtschaft und die Möglichkeit, steigende Kosten in höhere Preise überwälzen zu können, lässt daher ein weiteres Wachstum der Unternehmensgewinne erwarten. Auch wenn ein Kursfeuerwerk wie in den Jahren 2020-21 wegen des Abklingens der Geldschwemme weniger wahrscheinlich ist, dürften die steigenden Unternehmensgewinne für weitere Kurssteigerungen an den Aktienmärkten sorgen.

Radikale Unsicherheit

Wie in den vergangenen Jahren bleibt auch 2022 die Unsicherheit über die künftige Entwicklung groß. Zu den bekannten Unsicherheiten kommen die heute noch unbekannten, die für Überraschungen sorgen können. Gegen diese „radikale Unsicherheit“ kann sich der Anleger nur wappnen, wenn er ein breit diversifiziertes Portfolio mit Aktien von widerstandsfähigen Unternehmen wählt und auf lange Sicht investiert. Robustheit der Anlagewerte und durch Diversifizierung geschaffene Resilienz des Portfolios sichern auf längere Frist den Anlageerfolg."

Text: Thomas Mayer und Christoph Morisse, wallstreet:online Zentralredaktion




11.01.2022, 09:53  |  12707   |   |   

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Kommentare

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11.01.22 10:27:31
Sehr guter Artikel. Trifft es auf den Punkt.
„Scheingefechte”. Besser konnte man es nicht formulieren.
Aus den künstlich erhöhten Preisspirale gibt es kein Zurück. Enteignung der Bürger, der man sich nur durch geschickte Investitionen teilweise schützen wird können.
Skrupellose Geldpolitik. Und vor allem eben die verlogenen Scheingefechte.

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