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Zinserhöhung – die FED wird aktiv

7 Prozent! Die US-Inflation schreibt einen Rekord auf Jahrzehnte, aber so richtig schockt es kurzfristig niemanden. Die Entwicklung geht seit einigen Monaten in diese Richtung. Für Aktionäre mindestens genauso wichtig: Die FED wird aktiv und wird die Zinsen in diesem Jahr wohl mehrfach erhöhen. Für die Aktienmärkte ergibt sich eine komplett neue Situation. Buy the Dip war gestern? Daniel erklärt es ausführlich im Video. Mehr zu unserem Angebot via feingoldresearch.de. Wir führen derzeit 5 erfolgreiche Musterdepots, die die jüngsten Turbulenzen sehr gut überstanden haben. 

Die Omikron-Angst an den Börsen hielt nur wenige Tage und 2022 wurde die Pandemie längst von der Notenbankpolitik in den USA verdrängt. Damit rücken Risiken in den Fokus, die lange niemand sehen wollte.

Der Jahresausklang 2021 war am Aktienmarkt absolut bemerkenswert. Für einen kurzen Moment flackerte die alte Corona-Angst noch einmal auf als von Karl Lauterbach bis Lothar Wieler von fast allen wissenschaftlichen Experten am vierten Advent schlimme Verlaufsprognosen für die Weihnachtszeit gegeben wurden. Der DAX tauchte bis auf 15.050 Zähler ab, die Stimmung war am Boden. Doch der Ausverkauf währte nur einen Tag. Denn in den USA gingen die Investoren und viele Experten anders mit Omikron um, positiver. Genau dies färbte auf die US-Börsen ab und zog dann auch den DAX nach oben.

Corona war einmal

Die Corona-Pandemie ist an der Börse ausgepreist, doch die US-Notenbank verhagelt im Januar neue Rekorde. Der Kurs, den die FED im Dezember eingeschlagen hatte, zieht die Notenbank nun durch. Viele Investoren scheint dies auf einem falschen Fuß zu erwischen. Hoch bewertete Tech-Aktien fliegen reihenweise aus den Depots. Value, lange ein alter Hut, ist nun wieder angesagt. Auch die Banken erfreuen sich großer Beliebtheit.

Angst – wo denn?

„Der Fear & Greed-Index bildet jedoch ab, ob mehr Angst oder mehr Gier bei Anlegern vorherrscht und er signalisierte zum Jahresbeginn ganz klar – Gier“, erläutert Jürgen Molnar vom Broker RoboMarkets.  Und dies obwohl beispielsweise die Analysten von Goldman Sachs jüngst ihre Wachstumsprognosen für die USA mehrmals nach unten korrigiert haben. Obwohl der Inflationsdruck bleiben dürfte und gleichzeitig Firmen zeigen müssen, wie sie im veränderten Umfeld ihre Gewinnmargen halten und ausbauen wollen.

„Alles in allem zeigen aber auch VDAX-New und VIX, die Vola-Angstbarometer, bei nur 17 Punkten, dass Anleger ziemlich entspannt unterwegs sind“, argumentiert Stefan Riße, Kapitalmarktstratege bei der Fondsgesellschaft Acatis. Mit dem möglichen Ende von Corona erklärt sich auch, warum Lufthansa, Fraport, TUI oder Carnival einen sehr guten Jahresbeginn hatten während Biontech als Aktie längst  nicht mehr so sexy zu sein scheint wie 2021. „Biontech wollten 2021 extrem viele Anleger handeln. Doch die Bewertung auf gegenwärtigem KGV-Level von 4 unterstreicht, wie unsicher die Investoren über die Zukunft von Biontech oder auch Moderna gestimmt sind“, erläutert eToro- Kapitalmarktstratege Gil Shapira.

Nachfolger gesucht

Gesucht wird auf Einzelaktienseite also der Nachfolger von Biontech. Es zeichnet sich ab, dass die größten Gewinner 2022 da sein könnten, wo 2021 die dicksten Minuszeichen zu sehen waren. Im Dow Jones war Boeing das Schlusslicht, im DAX war bei Zyklikern wie Siemens Energy wenig zu holen und die absoluten Rohrkrepierer aus den Nebenindizes lauteten Auto1, TUI, Lufthansa, Teamviewer oder auch Curevac.

Letztgenannte war ein Versprechen auf den Corona-Impfstoff, das nie eingelöst wurde. Als Nachfolger von Biontech taugt Curevac für 2022 nur dann, wenn man doch noch erfolgreich sein würde. Die anderen genannten Aktien leben wie ihre US-Konkurrenten um Carnival, American Airlines oder Titel wie Dufry und Autogrill von der alten Vor-Corona-Normalität.

Eine Anlageklasse war 2021 recht unbemerkt, doch die Nachfrage physischer Art war erstaunlich. Die Rede ist von Gold. Speziell in Deutschland sichern viele Anleger ihr Depot damit ab, im vierten Quartal war bei Händlern wie Ophirum die Nachfrage nach Krugerrand-Münzen aus Südafrika extrem hoch. Manch einer sieht dann doch die Risiken und geht nicht so entspannt ins neue Investmentjahr. Übrigens kostet eine Krugerrand-Münze 1.700 Euro. Vor zwei Jahren hätte man dafür 20 Tesla-Aktien bekommen. Aktuell erhält man gerade mal 1,5 Tesla-Aktien dafür. Auch das sagt nicht alles, aber viel über den Aktienmarkt zum Start 2022.



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Gastautor: Daniel Saurenz
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