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Egbert Prior Delivery Hero: Vorstand verspricht schwarze Zahlen

Vergangene Woche (5. Januar) gaben wir Ihnen ein Update zum Essenslieferdienst. Seither ist die Aktie um weitere 10% gefallen.

Vergangene Woche (5. Januar) gaben wir Ihnen ein Update zum Essenslieferdienst. Seither ist die Aktie um weitere 10% gefallen. In den letzten zwölf Monaten beträgt das Minus sogar 36%. Auf 3-Jahressicht allerdings liegt der Kurs um mehr als 160% im Plus. Die Wahrscheinlichkeit ist groß, daß die Aktie demnächst wieder in den Vorwärtsgang schaltet. Das Unternehmen, das sehr stark von den Lockdowns im ersten Coronajahr profitierte, kündigte am Montag (10.1.) überraschend einen Strategiewechsel an. Die Berliner wollen mit dem Essensliefergeschäft voraussichtlich im zweiten Halbjahr 2022 die Gewinnschwelle erreichen und im vierten Quartal ein bereinigtes Ebitda zwischen 0 und 100 Millionen erzielen. Bislang hatte Delivery Hero dem Wachstum Vorfahrt gewährt und dafür dreistellige Millionenverluste in Kauf genommen. Finanzvorstand Emmanuel Thomassin erläutert: „Delivery Hero hat immer in Wachstum investiert, weil wir das klare Ziel hatten, die notwendige Größenordnung zu erreichen, um Profitabilität zu erlangen.“ Zuletzt hatte Delivery Hero viel in den sogenannten Quick-Commerce gesteckt. Dabei handelt es sich um blitzschnelle Lieferservices (ca. 30 Minuten) für Lebensmittel und den täglichen Bedarf. Jüngst erfolgte der Einstieg beim Quick-Commerce-Lieferant Gorillas. Am ersten Börsenhandelstag des Jahres meldete Delivery Hero die mehrheitliche Übernahme der spanischen Liefer-App Glovo. Die Hauptstädter möchten auch ihre Investitionen in das Quick-Commerce-Geschäft, die ihren Höhepunkt im laufenden ersten Quartal erreichen sollen, schrittweise herunterfahren. Langfristig hält der DAX-Vertreter am Margenziel von 5 bis 8% fest. Zielgröße ist dabei das Ebitda gemessen an dem Bruttowarenwert. Wie es scheint, eifert Delivery Hero mit seiner Strategie Amazon nach, dem weltweit führenden Onlinehändler. Auch hier hatte CEO und Unternehmensgründer Jeff Bezos tiefrote Zahlen in Kauf genommen, um schneller zu wachsen. Delivery Hero sieht sich schon jetzt als die „weltweit führende lokale Lieferplattform, die ihren Dienst in rund 50 Ländern in Asien, Europa, Lateinamerika, dem Nahen Osten und Nordafrika anbietet.“ Der Zukauf Glovo ist in 25 Ländern und 1.300 Städten unterwegs. Der Vorstand rechnet für 2021 mit einem Umsatz zwischen 6,4 und 6,7 Milliarden, dabei dürften operativ (Ebitda) etwa 680 Millionen über die Wupper gehen. Unterstellt wird dabei eine Gewinnmarge von minus 2%. Die langfristige Zielmarge der Hauptstädter – zwischen 5 und 8% – bedeutete daher in absoluten Zahlen einen Gewinn in Milliardenhöhe! Fazit: Die Aussicht auf schwarze Zahlen sollte wieder für eine positive Kursentwicklung sorgen.





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Gastautor: Egbert Prior
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