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ROUNDUP Windkraftgeschäft zieht Siemens Energy erneut nach unten

ZAMUDIO/MÜNCHEN (dpa-AFX) - Der Windanlagenbauer Siemens Gamesa bleibt das Sorgenkind des Energietechnikkonzerns Siemens Energy . Die in Spanien beheimatete Tochter kämpft weiter mit Lieferkettenproblemen, explodierenden Kosten, Projektverzögerungen und Mängeln mit ihrer neuen Landturbine. Siemens Gamesa musste deswegen gleich zu Beginn des neuen Geschäftsjahres 2021/22 den Ausblick senken. Auch die Mutter Siemens Energy kann deswegen ihre Prognose nicht halten, sie stellt nun auch die Mittelfristziele infrage.

Es ist nicht das erste Mal, dass Siemens Gamesa seine Erwartungen nicht halten kann und Siemens Energy damit nach unten zieht. Zuletzt hatte die Windturbinentochter im vergangenen Sommer die Ziele erheblich gesenkt - die Probleme waren dabei dieselben. Die Aktie der im Dax notierten Siemens Energy brach am Freitag um mehr als 13 Prozent ein. Das Papier von Siemens Gamesa sackte in Madrid um mehr als 15 Prozent ab. Vom Analysehaus Oddo BHF hieß es, diese Gewinnwarnung von Gamesa sei nun eine zu viel.

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Die Windkraftbranche sei derzeit "nicht investierbar", notierte JPMorgan-Analyst Akash Gupta mit Blick auf die hohen Kosten und die damit verbundenen Unsicherheiten. Nach einem voraussichtlich dritten operativen Verlustjahr in Folge bei Siemens Gamesa richte sich der Blick zudem immer stärker auf die Bilanz des Unternehmens.

Es sei erneut die Schwäche der Windkrafttochter und deren Gewinnwarnung, die das Zahlenwerk der Energietechnikmutter verhagelt habe, monierte UBS-Analystin Supriya Subramanian. Die Energy-Sparte Gas and Power sei indes nach wie vor solide und das bereinigte operative Ergebnis (Ebita) im ersten Geschäftsquartal 2021/22 habe hier die Erwartungen übertroffen.

Die Nachrichten seien "weiter enttäuschend", räumte auch Siemens-Gamesa-Chef Andreas Nauen am Freitag in einer Analystenkonferenz ein. So hielten die Probleme in der Lieferkette an und führten zu erheblichen Kostensteigerungen. Anders als ursprünglich angenommen geht Nauen inzwischen nicht mehr davon aus, dass sich die Lage in der zweiten Geschäftsjahreshälfte entspannen wird. Kunden würden zudem Entscheidungen über neue Projekte verschieben, erklärte er. Die Probleme betreffen dabei weiterhin vor allem das Geschäft mit der Windenergie an Land (Onshore). Zudem macht die neue Turbine 5X, in die Siemens Gamesa große Hoffnungen setzt, weiterhin technische Probleme.


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Nachrichtenagentur: dpa-AFX
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