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Tech-Aktien in Not Netflix und Peloton auf Talfahrt – Ist die Zeit der "Pandemie-Gewinner" vorbei?

Die Netflix-Aktie hat nach dem Schock bei den Abozahlen alle Gewinne aus der Corona-Zeit wieder abgegeben. Fitness-Anbieter Peloton hat in der letzten zwölf Monaten mehr als 80 Prozent verloren. Wie geht es jetzt weiter?

"Stay-at-Home"-Aktien waren nach dem Corona-Crash im März 2020 gefragt wie nie. Essenslieferanten, Online-Shopping, Streaming-Anbieter – Unternehmen, die den Kunden die Welt nach Hause brachten, waren gefragt. Nicht nur im Alltag sondern auch an der Börse. 

Doch mittlerweile trüben sich die Aussichten der einstigen Anleger-Lieblinge ein. Netflix plant im laufenden Quartal mit 2,5 Millionen Neu-Abonnenten, und verfehlt damit die Schätzungen der Analysten deutlich. Die Aktie brach nachbörslich um 20 Prozent ein. Für Barrons-Experte Steve Goldstein Grund genug, die Wachstumsstory bei Börsenliebling Netflix zu hinterfragen. "Für Anleger stellt sich nun die Frage, wie ein normalisiertes Netflix bewertet werden sollte. Beim vorbörslichen Kurs vom Freitag wird Netflix mit dem 31-fachen der für 2022 erwarteten Gewinne gehandelt. Das Unternehmen sagt, dass es in diesem Jahr aufgrund von Währungsschwankungen nicht in der Lage sein wird, die Margen zu steigern. Netflix wird immer noch als Wachstumswert bewertet, auch wenn seine besten Zeiten vorbei zu sein scheinen", so Goldstein.

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Auch Craig Erlam, leitender Marktanalyst beim Finanzdienstleister Oanda, beschönigt die dramatische Lage beim Streaming-Giganten nicht. "Die Abonnentenzahlen waren ein echter Schlag, und die Anleger müssen sich auf die Tatsache einstellen, dass die Dynamik der letzten Jahre bei weitem nicht erreicht wurde." Ein Minus von 20 Prozent könne sich dennoch als zu hart herausstellen, meint Erlam. "Aus der Sicht von Netflix frage ich mich, ob die Reaktion nicht übertrieben ist, denn der Kursrückgang von 20 Prozent im vorbörslichen Handel hat den Kurs wieder auf das Niveau vor der Pandemie gebracht. Aber das spiegelt nur die derzeitige Stimmung an den Märkten wider."

Nicht besser lief es bei Peloton, einem Anbieter von hochpreisigen Fitnessgeräten und -kursen. Das Unternehmen ging im September 2019 an die Börse, zu einer Erstnotiz von 27 US-Dollar. Es folgte ein beispielloser Aufstieg und Fall. Im Januar 2021 hatte die Aktie ihr Allzeithoch erreicht. Dank Corona-Sonderkonjunktur war die Aktie bis auf 171 US-Dollar geklettert. Doch Produktionsschwierigkeiten und Sicherheitsmängel machten Peloton zu schaffen. An diesem Donnerstag fiel der Kurs um fast 25 Prozent und notierte wieder unter den IPO-Ausgabepreis. CNBC hatte zuvor berichtet, dass Peloton wegen sinkender Nachfrage die Produktion vorübergehend ruhen lassen will. Aktuell kostet ein Anteilsschein rund 24 US-Dollar.

Autor: Julian Schick, wallstreet:online Zentralredaktion



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