checkAd

HINTERGRUND Wie riskant sind höhere Zinsen und Ukraine-Krise für Finanzmärkte?

FRANKFURT (dpa-AFX) - Inflation, steigende Zinsen, Ukraine-Krise: Auf den Finanzmärkten hat sich einiges zusammengebraut. Aktienkurse stehen unter Druck, ebenso Kryptowährungen, während die Renditen von Anleihen anziehen. Taten Notenbanken wie die amerikanische Fed und die Europäische Zentralbank den rasanten Anstieg der Inflation im vergangenen Jahr noch als vorübergehendes Phänomen ab, laufen sie nun der Entwicklung hinterher. Investoren und Anleger fürchten daher eine Hektik der Zentralbanken. Aber auch die - abseits möglicher Überreaktionen - notwendige Straffung der Geldpolitik müssen sie erst noch verdauen.

Was lastet auf den Aktienbörsen?

Handeln Sie Ihre Einschätzung zu Dow Jones Industrial Average Excess Return!
Short
Basispreis 34.700,00€
Hebel 15,00
Ask 21,25
Long
Basispreis 30.474,55€
Hebel 14,99
Ask 20,87

Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf das Disclaimer Dokument. Beachten Sie auch die weiteren Hinweise zu dieser Werbung.

Vor allem Unsicherheit. Investoren mögen Klarheit und Planbarkeit. Die Zuspitzung des Konflikts zwischen der Nato und Russland ist da wenig hilfreich. Er treibt die Energiepreise zusätzlich nach oben, was Verbraucher wie Unternehmen belastet. Rohstoffexperte Carsten Fritsch von der Commerzbank hält zumindest kurzfristig Ölpreise deutlich über 100 Dollar je Barrel für möglich, sollte die Krise zu einer Unterbrechung von Öllieferungen aus Russland führen. Sein Kollege Daniel Briesemann verweist zudem auf die Bedeutung Russlands als Palladiumproduzent, ein Rohstoff für Autokatalysatoren. Falls die russische Regierung als Vergeltung den Palladiumexport einschränken würde, hätte die Autoindustrie dann nicht nur mit der Chipknappheit, sondern auch mit einem Palladiumengpass zu kämpfen.

Abgesehen von solchen geopolitischen Unwägbarkeiten dominiert die Geldpolitik der US-Notenbank Fed das Geschehen. Sie muss angesichts der Inflation gegensteuern. Experten sprechen nach der jahrelangen Billiggeldpolitik von einer Normalisierung. Fed-Chef Jerome Powell bestätigte zur Wochenmitte, dass der Leitzins bereits im März angehoben werden könnte. Mit welchem Tempo es danach weitergeht und wie groß die einzelnen Schritte ausfallen, bleibt ungewiss. Powell schloss jedenfalls nicht aus, sogar auf jeder der kommenden Sitzungen an der Zinsschraube zu drehen, theoretisch also bis zu siebenmal. Auf den Finanzmärkten wird mittlerweile mit fünf Zinsschritten in diesem Jahr gerechnet, vor wenigen Wochen waren es noch drei. Der Eurokurs sackte denn auch am Donnerstag unter die Marke von 1,12 Dollar ab.


Seite 1 von 3


Nachrichtenagentur: dpa-AFX
 |  300   |   |   

Schreibe Deinen Kommentar

Disclaimer

HINTERGRUND Wie riskant sind höhere Zinsen und Ukraine-Krise für Finanzmärkte? Inflation, steigende Zinsen, Ukraine-Krise: Auf den Finanzmärkten hat sich einiges zusammengebraut. Aktienkurse stehen unter Druck, ebenso Kryptowährungen, während die Renditen von Anleihen anziehen. Taten Notenbanken wie die amerikanische Fed und …

Nachrichten des Autors

Titel
Titel
Titel
Titel