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Ölpreise steigen weiter - bleiben unter Höchststand seit 2008
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Ölpreise steigen weiter - bleiben unter Höchststand seit 2008

NEW YORK/LONDON (dpa-AFX) - Die Ölpreise sind am Dienstag weiter gestiegen, die mehrjährigen Höchststände vom Vortag wurden aber nicht erreicht. Am Mittag kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 127,10 US-Dollar. Das waren 3,89 Dollar mehr als am Montag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 3,24 Dollar auf 122,64 Dollar.

Am Montag war der Brent-Preis bis auf rund 139 Dollar gestiegen, WTI hatte in der Spitze mehr als 130 Dollar gekostet. Es wurden jeweils die höchsten Niveaus seit dem Jahr 2008 erreicht, bevor die Preise wieder ein Stück weit zurückkamen. Hauptgrund waren Bemerkungen von US-Außenminister Antony Blinken, der einen Importstopp für russisches Erdöl ins Spiel brachte. Während die USA weiter auf ein solches Einfuhrverbot zusteuern, ist die Europäische Union in der Frage uneinig. Insbesondere Deutschland ist dagegen.

Commerzbank-Experte Carsten Fritsch hält einen Importstopp seitens der USA für erreichbar, ein Einfuhrstopp seitens der EU sei aber deutlich schwieriger zu erreichen. Die USA hätten im letzten Jahr durchschnittlich knapp 700 000 Barrel Rohöl und Ölprodukte pro Tag aus Russland eingeführt. Diese Menge ließe sich durch alternative Anbieter ersetzen, erwartet Fritsch. "Für die Europäer wäre das deutlich schwieriger, was ihre Zurückhaltung erklärt."

Opec-Generalsekretär Mohammed Barkindo warnte, dass die weltweite Erdölförderung nicht ausreiche, um einen kompletten Ausfall Russlands auszugleichen. Russland gehört dem erweiterten Verbund Opec+ an, der seine Produktion seit längerem schrittweise und moderat ausweitet. Fatih Birol, Chef der Internationalen Energieagentur (IEA), erklärte, man könne zusätzliche Ölreserven freigeben, falls dies erforderlich werden sollte./bgf/jsl/mis




Nachrichtenagentur: dpa-AFX
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Ölpreise steigen weiter - bleiben unter Höchststand seit 2008 Die Ölpreise sind am Dienstag weiter gestiegen, die mehrjährigen Höchststände vom Vortag wurden aber nicht erreicht. Am Mittag kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 127,10 US-Dollar. Das waren 3,89 Dollar mehr als am Montag. Der …

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