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Russland treibt Ölpreise nach oben

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London 29.04.2022 - Die Ölpreise klettern am Freitag deutlich, bedingt durch das jüngste Vorgehen Russlands in der Energiefrage mit Europa. Die OPEC+ Staaten dürften weiter zurückhaltend bleiben.

Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine hat in der Europäischen Union zu einem Umdenken in der Energiepolitik geführt. Während Erdgas nach wie vor schwer zu ersetzen ist, erwärmen sich die Politiker für ein Ende russischer Rohölimporte. Russland reagierte darauf mit einem Ende der Gaslieferungen an Polen und Bulgarien.

In der Branche geht man davon aus, dass Russland sich damit erheblich selbst geschadet habe, was zunächst jedoch keinen Unterschied macht. Dafür dürften die Sanktionen gegen Russland dazu beitragen, dass die Förderung von russischem Rohöl in diesem Jahr zurückgehen. Im russischen Wirtschaftsministerium kursiert ein Papier, laut dem ein Rückgang um 17 Prozent denkbar ist.

Russland ist mit Saudi-Arabien und den USA einer der drei größten Ölproduzenten der Welt.

Derweil gehen die Lockdowns in China weiter. Einige Beobachter gehen davon aus, dass diese auch im Mai weitergehen könnten. Dieser Umstand könnte die Ölpreise belasten.

Unklar ist in diesem Zusammenhang, wie die EU weiter mit russischen Öllieferungen verfährt. Russischen Schiffen wird es zunehmend erschwert, europäische Häfen anzulaufen. Bei ExxonMobil hat man deshalb im Sachalin-1 Projekt einen Akt höherer Gewalt erklärt und angefangen, die Produktion zu reduzieren.

Es steht aber zu erwarten, dass die EU sich vor dem Hintergrund von Sanktionen gegen Russland zügig um neue Lieferanten von Rohöl wird kümmern müssen, so dass der Markt weiter verengt werden könnte.

Das Fass Brent-Rohöl steigt um 1,7 Prozent auf 109,36 USD, WTI-Rohöl steigt um 0,9 Prozent auf 106,34 USD/Barrel.



Nachrichtenquelle: Shareribs
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