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Totimpfstoff-Entwickler Valneva: Aktie crasht zweistellig – EU-Kommission mit Hiobsbotschaft

Die Valneva-Aktie ist heute zweistellig eingebrochen. Der Grund: Die EU-Kommission will nach Angaben des französisch-österreichischen Biotechkonzerns den Vorabkaufvertrag für dessen Corona-Totimpfstoff kündigen.

An der Börse Frankfurt steht die Valneva-Aktie am Montag im frühen Handel mehr als 22 Prozent im Minus (Stand: 16.05.2022, 09:19 Uhr).

Valneva

"Die Entscheidung der Europäischen Kommission ist bedauerlich, zumal wir weiterhin Nachrichten von Europäern erhalten, die sich eine traditionellere Impfstofflösung wünschen", erklärte Valneva-CEO Thomas Lingelbach.

Valneva wartet weiterhin auf eine Marktzulassung seines Corona-Impfstoff-Kandidaten VLA2001 durch die Europäischen Arzneimittelagentur (EMA). Die Europäische Kommission hat laut Vertrag das Recht, den Vorabkaufvertrag zu kündigen, wenn Valneva bis zum 30. April 2022 keine Marktzulassung erhalten hat.

Lingelbach gibt sich trotzdem optimistisch: "Wir haben einen Dialog mit den Mitgliedsstaaten begonnen, die an unserem inaktivierten Ansatz interessiert sind. Valneva ist nach wie vor davon überzeugt, dass sein Impfstoffkandidat VLA2001 einen wichtigen Beitrag zur Bekämpfung von COVID-19 leisten und das bestehende Impfstoffangebot durch einen inaktivierten Ganzvirus-Ansatz ergänzen kann."

Für Aktionäre besonders bitter: Valneva teilte mit, dass man "voraussichtlich seine Finanzprognose für das Gesamtjahr 2022 überprüfen" müsse. Grundlage seien die Ergebnisse der Gespräche mit der Europäischen Kommission und den betreffenden Mitgliedstaaten, heißt es.

Valnevas Impfstoff VLA2001 erhielt am 14. April 2022 eine bedingte Marktzulassung von der britischen Arzneimittelbehörde Medicines and Healthcare Products Regulatory Agency. Außerdem eine Notfallgenehmigung vom Ministerium für Gesundheit und Prävention der Vereinigten Arabischen Emirate und von der nationalen Gesundheitsbehörde in Bahrain.

Autor: Ferdinand Hammmer, wallstreet:online Zentralredaktion




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