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Hohe Nervosität an den Märkten

Börse_München_SchriftzugExtrem nervös: Die deutschen Aktienbörsen haben sich in der vergangenen Handelswoche stark schwankend präsentiert. Für teils deutliche Verluste sorgten dabei die bekannten Belastungsfaktoren: Inflation & Zinserhöhungen einerseits und die sich aufgrund des Ukrainekriegs und der chinesischen Anti-Corona-Maßnahmen eintrübenden Konjunkturerwartungen andererseits. Allerdings setzten die Märkte auch immer wieder zu Gegenbewegungen an, die wiederum zu spürbaren Gewinnen führten. In diesen Phasen belasteten dann sogar hohe Inflationsraten aus den USA nur kurzzeitig. Auch zu Ende der Handelswoche ging es aufwärts, eine Erholung an den ebenfalls von der Unsicherheit der Anleger geprägten US-Börsen verlieh hier zusätzlichen Auftrieb.Wir stellen den Marktkommentar von Robert Ertl, Börse München, vor.

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Dax Kommt über die 14.000er Marke

Der Deutsche Aktienindex (Dax) überwand am vergangenen Freitag wieder die Marke von 14.000 Zählern und gewann im Wochenvergleich 2,6 Prozent auf 14.027,93 Punkte. Der MDax rückte um 0,2 Prozent vor auf 28.820,82 Zähler. Der TecDax verlor dagegen 1,7 Prozent auf 3.075,96 Punkte. Der m:access All-Share fiel um 5,1 Prozent auf 2.262,43 Zähler.
Bei den Einzelwerten stach wieder einmal HelloFresh heraus. Die Titel des Kochboxlieferanten verteuerten sich nach einem turbulenten Wochenverlauf letztlich um 9,5 Prozent auf Wochensicht. Damit wurden sie in der Dax-Wochengewinner-Liste nur von Zalando übertroffen, die sich nach dem heftigen Einbruch der Vorwoche um 9,8 Prozent erholten. Die Anleger von Bayer erlebten in der vergangenen Woche ein Wechselbad der Gefühle. Nach einem Kurssprung nach Vorlage der Quartalszahlen drückte ein Rückschlag im Rechtstreit um den Unkrautvernichter Glyphosat den Kurs. Auf Wochensicht blieb aber ein Plus von rund 3,0 Prozent. Im MDax rutschten die Titel von Rheinmetall um 11,2 Prozent ab, hier belastetet vor allem eine Analystenherabstufung den zuletzt erheblich gestiegenen Kurs.
Zalando war vergangene Woche der Gewinner im Dax / Bild: Zalando

Anleihen: Kurse konnten zulegen

Die Kurse an den deutschen Anleihemärkten haben in der vergangenen Woche zugelegt. Die wachsende Unsicherheit der Anleger in Bezug auf die weitere Wirtschaftsentwicklung ließ die als sicher geltenden Bundespapiere wieder attraktiver werden, nachdem es bei deren Notierungen zuletzt deutlich nach unten gegangen war. Zwischenzeitlich belastete zwar auch in der vergangenen Woche die Erwartung steigender Zinsen dies- wie jenseits des Atlantiks, dies allerdings nur kurzzeitig. Im Wochenvergleich sank die Rendite der richtungsweisenden zehnjährigen Bundesanleihe von 1,14 auf 0,95 Prozent. Die Umlaufrendite ging von 0,94 auf 0,74 Prozent zurück.

USA: Wochenbilanz blieb negativ

Die US-Aktienbörsen haben in der vergangenen Woche erneut nachgegeben. Zwar setzte hier zu Ende der Handelswoche eine spürbare Erholung ein, diese vermochte die Wochenbilanz allerdings nicht mehr ins Positive zu wenden. Der Dow-Jones-Index büßte im Wochenvergleich 2,1 Prozent ein auf 32.196,66 Punkte. Der breiter gefasste S&P-500-Index verlor 2,4 Prozent auf 4.023,89 Zähler. Der technologielastige Nasdaq-100-Index gab ebenfalls 2,4 Prozent ab auf 12.387,40 Zähler..

Ausblick: Belastungsfaktoren bleiben erhalten

Die inzwischen sattsam bekannten, oben genannten Belastungsfaktoren bleiben den deutschen Aktienbörsen auch in der aktuellen Woche erhalten. Und die Anleger dürften anhaltend nervös alles Neues aufnehmen, was es in Hinblick auf Geldpolitik und globale Konjunkturerwartungen gibt. Mit Blick auf erstere stehen dabei das Protokoll der Europäischen Zentralbank sowie die Inflationsdaten aus der Eurozone im Fokus.

Doch auch wenn nach Meinung vieler Marktbeobachter der grundsätzliche Abwärtstrend an den deutschen Börsen noch nicht gestoppt ist, so rechnen doch einige mit zumindest kurzzeitigen Erholungsbewegungen. Solche könnten auch in der aktuellen Woche die Gewinne der vergangenen Woche fortschreiben.

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Gastautor: Daniel Saurenz
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