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All Stars 10 × 10 Investment-Veteran Walter Schmitz (81) mit neuem Aktienfonds

Er ist einer der bekanntesten Persönlichkeiten der deutschen Investmentbranche. In den vergangenen sechs Jahrzehnten hat er namhafte US Fondsgesellschaften, etwa Pioneer oder Alliance Capital, in DE bekannt gemacht.

In den 1990er Jahren gründete er seine erste eigene Fondsgesellschaft GAMAX, die zum Schluss umgerechnet eine Milliarden EURO Assets under Management und ca. 7 Mrd. EUR Fondspolicen-Volumen hatte. Nach dem Verkauf an die italienische Mediolanum Gruppe gründete Schmitz die Fondsgesellschaft Prima Fonds. Nach deren Verkauf und einer kurzen Zeit des kreativen Schaffens will der rast- und ruhelose Senior mit dem „All Stars 10 × 10“ die deutsche Investmentbranche einmal mehr aufmischen. Das könnte gelingen, denn dieser Aktienfonds hat tatsächlich ein erfrischend neues Konzept. Im Interview erläutert Walter Schmitz, was dahintersteckt und wie er momentan die angespannte Lage an den weltweiten Märkten einschätzt.

Herr Schmitz, seit dem Überfall Putins auf die Ukraine fahren die Börsen Achterbahn. Ist es da wirklich so klug, ausgerechnet jetzt einen neuen Aktienfonds auf den Markt zu bringen?

Walter Schmitz: Einen Fonds machen Sie nicht von heute auf morgen. Von der ersten Idee bis zur Zulassung eines Aktienfonds vergehen Monate, mitunter mehr als ein halbes Jahr. Wir haben im Sommer 2021 mit der Konzeption des Aktienfonds „All Stars 10 × 10“ begonnen, die Zulassung kam dann erst Ende April 2022.

Im Nachhinein tun viele so, als hätten sie es schon lange gewusst, dass Putin ein unsicherer Kantonist ist und richtig durchdrehen würde. Wir jedenfalls haben – wie zig Millionen Menschen ebenfalls – nicht damit gerechnet. Wobei ich aus mittlerweile 60 Jahren Branchenerfahrung weiß, dass es den idealen Zeitpunkt für die Auflage eines Fonds sowieso nicht gibt.

Achterbahn und Crashes

Was sagen Sie denn Anlegern, die zwar Erfahrung mit Aktien und Aktienfonds haben, aber jetzt zu große Angst haben, in einen Fonds zu investieren – zumal in einen neuen, der noch keinen Track Record hat?

Walter Schmitz: Wie Sie sich vorstellen können, habe ich seit den 1960er Jahren vieles erlebt. Die Börsen sind mehr als einmal Achterbahn gefahren. Es gab – gefühlt – unzählige Crashs. Aber auch scheinbar zahllose Haussen, während die Aktienmärkte etliche Jahre lang nur eine Richtung kannten, nämlich nach oben.

Daraus habe ich eine ganz einfache Erkenntnis gezogen – wenn Sie so wollen eine Lehre als Investor und Fondsinitiator. Diese lautet: Das größte Risiko ist nach wie vor, nicht zu investieren. Denn langfristig, und ich spreche über Zeiträume von 20, 30 oder noch mehr Jahren, brachten gute Aktienfonds mindestens 8 Prozent Gewinn im Jahresschnitt. Auf nichts anderes kommt es an. Aktien und Aktienfonds sind eben kein Sprint, sondern ein Langlauf oder gar Marathonlauf.

Wie schätzen Sie denn die aktuelle Situation ein?

Walter Schmitz: Da ich kein Politiker bin und deshalb nicht an den Schalthebeln der Macht sitze, kann ich mich nur auf das verlassen, was die freien Medien berichten. Ich müsste lügen, wenn ich angesichts dessen, was bereits passiert ist und drohen könnte, völlig gelassen bliebe. Wir haben es mit einem Ereignis zu tun, das wir seit dem Einmarsch der damaligen UDSSR in die Tschechoslowakei und seit der Kuba-Krise nicht mehr gesehen haben. Was gerade geschieht, hat eine Qualität, die in unseren schlimmsten Albträumen lange keinen Platz mehr hatte.

Klar, dass die internationalen Kapitalmärkte davon nicht unbeeindruckt bleiben. Investoren mögen halt keine Unsicherheiten. Sie hassen diese wie der Teufel das Weihwasser. Erschwerend kommt hinzu, dass die US-amerikanische Notenbank ihren Leitzins hochgesetzt hat und dies wohl noch häufiger in den nächsten Monaten tun wird. Angesichts der Inflation, die auch in Nordamerika so hoch ist wie zuletzt in den 1970er Jahren, verständlich und sinnvoll. Die europäische Zentralbank dürfte nicht umhinkommen, ebenfalls die Zinsen zu erhöhen. Alles zusammen, Ukraine-Krieg, hohe Inflation und Zinserhöhungen sind eine Mischung, die Investoren nicht mögen. Und da haben wir von Corona noch gar nicht geredet.

„Im billigen Einkauf liegt der Gewinn“
 

Also besser jetzt Finger weg von Aktien und Aktienfonds, also nicht investieren…?

Walter Schmitz: Ich kann durchaus verstehen, dass viele Menschen so denken, weil sie Angst haben. Das gilt für Profi-Investoren gleichermaßen wie für Privatanleger. Aber: Es ist eine Binsenweisheit und hat sich in den vergangenen Jahrzehnten vielfach als richtig erwiesen. Ich selbst habe unzählige Male diese Erfahrung gemacht. „Kaufen, sobald die Kanonen donnern“, wusste schon Bankier Carl Mayer von Rotschild. Ein Betriebswirt würde sagen: Im billigen Einkauf liegt der Gewinn.

So makaber es klingt: Historisch gesehen haben wir momentan ein sehr günstiges Einstiegsniveau. Sobald der Ukraine-Krieg beigelegt ist, was hoffentlich sehr schnell passieren wird, dürfte es an den Aktienmärkten eine längere Erleichterungs-Rallye geben mit – vielleicht auch dramatisch – steigenden Kursen.

Haben Sie selbst denn investiert? Oder kommt bei dem, was sie gerade gesagt haben, der beschwichtigende Fonds-Verkäufer zum Vorschein?

Walter Schmitz: Keine Sorge, wir sind drei Initiatoren und haben insgesamt 10 Millionen Euro – davon alleine ich 5 Millionen Euro – aus eigenem Vermögen quasi als Startkapital, als Seeding Money, investiert. Wir sind fest davon überzeugt, dass unser Fondskonzept funktioniert und der All Stars 10 × 10 Aktienfonds längerfristig ein erstklassiges Investment sein wird. Und dies dürfte auch Anlegern ein sehr gutes Gefühl geben, in unseren Fonds zu investieren.

Acatis als Fondsmanager

Sie bezeichnen den All Stars 10 × 10 als „Fondsinnovation“ und „einzigartig“. Wieso?

Walter Schmidt: Bevor ich dies erläutere, lassen Sie mich noch eins vorwegschicken. Wir arbeiten auch hier mit einem im europäischen Raum der besten und erfolgreichsten Fondsmanager zusammen, nämlich mit Dr. Hendrik Leber, Gründer und führender Kopf des Vermögensverwalters Acatis. Mit ihm verbindet mich eine langjährige Geschäftspartnerschaft und auch Freundschaft. Und, nebenbei bemerkt, sämtliche Fonds, die wir ins Leben gerufen haben, glänzen durch eine sehr gute Performance.

Zum Konzept, das letztlich auch Namensgeber des Fonds ist: Gemeinsam haben wir zehn unterschiedliche, zugleich aussichtsreiche Anlagethemen herausgefiltert. Etwa die „Giganten“, die besten „Dividendenzahler“, die „gewinnträchtigsten Unternehmen“ und sieben weitere. Acht Experten aus dem Management-Team von Dr. Leber wählen für jedes Anlagethema die aus ihrer Sicht zehn attraktivsten Unternehmen aus. Somit kann das Fonds-Portfolio maximal 100 Aktien enthalten. In Wahrheit sind es weniger, weil es etliche Überschneidungen gibt.

Die Strategie ist transparent, eindeutig und vor allem für private Anleger eingängig, weil leicht verständlich. In Kombination mit einem der besten und erfolgreichsten Fondsmanager ergibt sich ein Aktienfonds-Investment mit erstklassigen Gewinnchancen.

Welche Rendite peilen Sie langfristig im Schnitt an?

Walter Schmitz: Ich orientiere mich an den Wertentwicklungen meiner früheren Fonds. Diese haben ihren Anlegern im Jahresschnitt zwischen acht und zehn Prozent Gewinn gebracht. Bei unserem neuen Fonds sollte das hoffentlich nicht anders sein.



Gastautor: Seyit Binbir
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All Stars 10 × 10 Investment-Veteran Walter Schmitz (81) mit neuem Aktienfonds Er ist einer der bekanntesten Persönlichkeiten der deutschen Investmentbranche. In den vergangenen sechs Jahrzehnten hat er namhafte US Fondsgesellschaften, etwa Pioneer oder Alliance Capital, in DE bekannt gemacht.