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GESAMT-ROUNDUP 3 Deutschland liefert Kiew Panzer - G7 sagen Milliardenhilfe zu

(aktualisierte Fassung)

BERLIN (dpa-AFX) - Die deutsche Waffenindustrie will der Ukraine zur Verteidigung gegen russische Angriffe noch im Sommer eine zweistellige Zahl an Flugabwehrpanzern liefern. Die G7-Staaten sagten dem angegriffenen Land am Freitag knapp zehn Milliarden US-Dollar weitere Finanzhilfe zu. Ex-Kanzler Gerhard Schröder zog nach Debatten um seine enge Beziehung zu Russland Konsequenzen und kündigte an, den Aufsichtsrat des russischen Ölkonzerns Rosneft zu verlassen.

Russland meldete indes weitere Kriegserfolge in der Ukraine: Der Vormarsch im östlichen Donbass-Gebiet sei erfolgreich und die "Befreiung" der von Moskau anerkannten Luhansker Volksrepublik nähere sich dem Abschluss, sagte der russische Verteidigungsminister Sergej Schoigu. Im belagerten Azovstal-Werk von Mariupol wurden die ukrainischen Verteidiger von ihrer Armeeführung angewiesen zu kapitulieren. Finnland muss künftig ohne Gas aus Russland auskommen.

Lieferung von Panzern aus Deutschland im Juli - weitere G7-Hilfen

Die Ukraine erhält im Juli die ersten 15 Flugabwehrkanonenpanzer Gepard aus Beständen der deutschen Industrie. Das ist das Ergebnis eines Gesprächs von Verteidigungsministerin Christine Lambrecht (SPD) mit ihrem ukrainischen Amtskollegen, wie die Deutsche Presse-Agentur erfuhr. Zu dem Paket gehört auch Ausbildungsunterstützung durch die Bundeswehr und die Bereitstellung von knapp 60 000 Schuss Munition.

Die sieben führenden Industrienationen wollen das Land unterdessen mit zusätzlichen kurzfristigen Budgethilfen in Höhe von 9,5 Milliarden Dollar (knapp 9 Mrd Euro) unterstützen. Darauf verständigten sich die Finanzminister der G7-Staaten am Freitag auf dem Petersberg bei Bonn. Seit Jahresbeginn hätten sie damit insgesamt 19,8 Milliarden Dollar an Finanzhilfen für die Ukraine mobilisiert, hieß es in der Abschlusserklärung des Ministertreffens. Das Geld soll etwa dabei helfen, die grundlegenden staatlichen Leistungen des kriegsgebeutelten Landes aufrechtzuerhalten.

Schröder gibt Job bei Rosneft auf

Der 78-jährige Schröder teilte dem Rosneft-Konzern nach Firmenangaben mit, es sei ihm unmöglich, sein Aufsichtsratsmandat zu verlängern. Details oder Gründe wurden nicht genannt. Mit Schröder verlässt demnach auch der deutsche Geschäftsmann Matthias Warnig den Aufsichtsrat. Schröder, langjähriger Freund der russischen Präsidenten Wladimir Putins, stand zuletzt unter massivem Druck angesichts von Forderungen in Deutschland, wegen des russischen Angriffskriegs in der Ukraine nicht mehr als Öl- und Gaslobbyist für Russland tätig zu sein. Schröder ist auch noch für den Aufsichtsrat des russischen Energiekonzerns Gazprom nominiert und für die Gazprom-Tochtergesellschaften Nord Stream und Nord Stream 2 als führender Lobbyist tätig.


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Nachrichtenagentur: dpa-AFX
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