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Tesla, Amazon, Apple – war das der Ausverkauf?

Germany, Frankfurt, bull and bear bronze sculptures at Stock ExchangeDie US-Notenbank hat die Zinsen in einem historischen Schritt deutlich erhöht. Eine schöne Hoffnung auch für deutsche Sparer. Zurecht? In dieser Woche waren wir zu Gast bei NTV - sehen Sie hier das Video

Das hat gesessen. Gleich um 0,5 Prozent hob die US-Notenbank zuletzt den Leitzins an. Befürchtet wurde für den Sommer sogar ein Schritt von 0,75 Prozent in der Folge. Historisch sind solche Meilensteine fast nie zu finden. Auch die EZB denkt darüber nach, im Sommer am Zinsmarkt aktiv zu werden. Nun liest man immer mehr von der Zinswende und viele Sparer glauben, sie könnten aufatmen. Doch da kann und muss man sofort den Stecker ziehen.

Hier geht’s zum Video mit Daniel in Frankfurt auf dem Parkett.  Der Weg führt auch in der aktuellen Lage über Aktien. Das machen wir in unseren Musterdepots vor, die sehr gut durch den Ukraine-Crash kamen. Dabei konnten wir einen Großteil der Gewinne sichern. Warum? Weil wir strategisch an unseren Grundsätzen festgehalten haben.Unser Tradingdepot hat die Turbulenzen bislang gut überstanden.Wir haben gezielt Absicherung eingebaut, die sich nun auszahlt. Wer uns testen möchte: Wir bieten mit dem Code “Ostern2022” 20 Prozent Rabatt auf alle Abos..Hier geht’s zum Abo. Zur Nervosität an den Märkten sehen Sie Daniel Saurenz hier im Interview mit NTV im März 2022.

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Drei Prozent: Die Rendite 10jähriger US-Staatsanleihen stieg Anfang Mai zum ersten Mal seit 2018 über 3 Prozent. Bis zur Corona-Krise gab es jahrelang Preisstabilität, doch sie ist zuletzt in den USA und Europa auf mehr als 7 Prozent gestiegen und hat Niveaus erreicht, die seit 30 bis 40 Jahren nicht mehr erreicht worden sind. Das reflektiert der Markt für Staatsanleihen in den USA, wo man höhere Zinsen sehen will. Mit der Inflation ist es zudem womöglich noch nicht vorüber. „Wo immer ich mit Unternehmen spreche, höre ich von Lieferengpässen und von geplanten Preisanhebungen. Die Zweitrundeneffekte bei den Löhnen sind nur eine Frage der Zeit“, glaubt Hendrik Leber von der Fondsgesellschaft Acatis.

Neue Geldpolitik – zumindest in den USA

Gil Shapira, Chefstratege beim Broker eToro, erwartet daher auf absehbare Zeit eine restriktive Geldpolitik auf Seiten der Fed, um die Inflation einzudämmen: „Der rasante Anstieg der Inflation wird die Geldpolitik der USA erst einmal nachhaltig verändern. Es wird weitere Leitzinsanhebungen in diesem Jahr geben, eine schnelle Unterstützung in Form von Anleihenkäufen wird erst einmal ausbleiben“.  Genau diese fehlenden Anleihekäufe sind für Aktien erstmal kein gutes Signal. „Sie waren seit der Finanzkrise der Motor der Hausse bei Aktien oder Anleihen“, findet Jürgen Molnar, Kapitalmarktstratege beim Broker RoboMarkets. „Weil den Notenbanken der Spielraum für unterstützende Maßnahmen fehlt, müssen sich Anleger auf eine veränderte Börsenlandschaft einstellen“, so Molnar.

In einem Umfeld steigender Zinsen und hoher Inflation haben Substanzaktien in der Vergangenheit statistisch eine solide Wertentwicklung gezeigt. Das sind Aktien von Unternehmen, die meist ein sattes Eigenkapitalpolster haben, hohe wiederkehrende Erträge, oft auch eine hohe Dividende ausschütten und eine attraktive Aktienbewertung besitzen. Allerdings können auch und gerade in der Krise Technologietitel mit starker Marke und gutem Geschäftsmodell eine Einkaufsmöglichkeit für die Zukunft sein. Der neue Markt lässt grüßen, als es Anfang der 2000er-Jahre Amazon, Ebay oder Apple günstig zu kaufen gab.

„Eine Berichtssaison mit durchaus starken Ergebnissen vieler Technologiegiganten im Kerngeschäft“, finden die Experten von Acatis. „Allerdings zeigen sich erste Risse in der glänzenden Fassade. Manche, wie Netflix stoßen an die Grenzen des Wachstums, andere wie Apple trüben den Ausblick aufgrund der angespannten Situation der globalen Lieferketten“, sagt auch Johannes Hesche, Leiter des qualitativen Portfoliomanagements bei Acatis Investment. Genau in jenen Marktphasen gibt es passend zu den aufgedeckten Risiken aber günstigere Preise bei Aktien, so ist das Börsengeschäft schon immer.

Für Sparer bedeutet die aktuelle Lage darüber hinaus keinesfalls Entwarnung. Bei einer Inflation von sieben oder acht Prozent würde selbst ein Prozent Zins auf der Bank eine massive Vermögensentwertung Jahr für Jahr bedeuten. Der Realzins ist nicht nur im Keller, er ist tief unter der Erde. Deshalb gilt bei 14.000 Punkten oder tiefer im DAX und bei angeschlagenen Kursen an der Nasdaq – mutig Positionen aufbauen, antizyklisch in der Krise kaufen und nicht von Zinshoffnungen blenden lassen, die für die meisten Anleger ohnehin nicht spürbar sein werden.




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Gastautor: Daniel Saurenz
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