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Rohöl-Longs steigen wieder, Gold-Longs gehen zurück - CoT-Report

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Washington 23.05.2022 - Die Long-Positionen auf US-Rohstoffe wurden zuletzt wieder etwas ausgeweitet. Dabei war unter anderem bei Rohöl ein Plus der Netto-Longs zu verzeichnen. Auch die Longs auf Weizen und Sojabohnen stiegen wieder deutlich.

Wie die Commodity Futures Trading Commission am Freitag mitteilte, haben die spekulativen Finanzinvestoren in den USA ihre Netto-Longpositionen auf zwölf in den USA gehandelte Rohstoffe, in der Woche bis um 17. Mai, um 7,5 Prozent auf 1.107.281 Kontrakte ausgeweitet. Deutlich war das Plus bei Rohöl, Weizen und Sojabohnen, während die Netto-Longs auf Gold deutlich zurückgingen.

Der Goldpreis hat sich zuletzt wieder erholt und notiert um die Marke von 1.850 USD. Die hohe Inflation und die Querelen an den Aktienmärkten haben den Bedarf an sicheren Häfen steigen lassen. Zudem zeigte sich eine leichte Abwertung des US-Dollars, was den Druck auf den Rohstoffkomplex etwas verringert hat. Am Montag hat das gelbe Metall ein Wochenhoch erreicht und es wird darüber spekuliert, ob dies das Ende der Fahnenstange ist, oder ob weitere Preissteigerungen anstehen. In den USA geht die Debatte über die Zinserhöhungen weiter. James Bullard von der St. Louis Fed hat in der vergangenen Woche betont, dass der Leitzins in den USA in diesem Jahr auf 3,5 Prozent steigen müsse, um die Inflation unter Kontrolle zu bekommen.

Die Netto-Longpositionen auf Gold sind zuletzt um 24,1 Prozent auf 54.569 Kontrakte zurückgegangen. Bei Silber war ein Rückgang um 60,7 Prozent auf 670 Kontrakte zu verzeichnen. Die Netto-Shorts auf Platin wurden um 13,3 Prozent auf 6.317 Kontrakte reduziert, während die Netto-Shorts auf Palladium um 18,1 Prozent auf 1.495 Kontrakte ausgeweitet wurden.

Bei US-Rohöl war ein Plus der Netto-Longpositionen um 14,4 Prozent auf 284.830 Kontrakte zu verzeichnen. Die Ölpreise bewegen sich weiterhin auf einem hohen Niveau, bedingt durch den russischen Angriffskrieg auf die Ukraine und die Reaktion der EU und anderer Staaten. Die Europäische Union plant ein Embargo gegen russisches Rohöl, ist aber bislang nicht in der Lage, sich auf konkrete Pläne zu einigen. Derweil bleiben die OPEC+ Staaten mit ihrer Förderpolitik zurückhaltend und weiten die Produktion nur langsam aus. In der Folge preisen die Investoren eine fortgesetzte Knappheit am Markt ein. Die Freigabe von Rohöl aus den strategischen Reserven der USA und anderer IEA-Staaten hat die Ölpreise nur kurzzeitig gedrückt. Überdies erwarten die Investoren einen Anstieg der Nachfrage in China, wenn dort der Lockdown in Shanghai beendet wird. Ein solcher Schritt wird derzeit für Anfang Juni erwartet.

Der Preis für Kupfer ist vor diesem Hintergrund wieder angestiegen und bewegt sich derzeit um 9.500 USD. Die Marktteilnehmer preise derzeit einen Anstieg der Nachfrage in China ein, der mit der Öffnung Shanghais erwartet wird. Die Netto-Shorts auf das rote Metall sind derweil um 3,0 Prozent auf 17.198 Kontrakte reduziert worden. Die übergeordnete Stimmung bleibt derweil von Zurückhaltung geprägt, nicht zuletzt aufgrund des festen US-Dollars. Auch dieser ist zwar etwas zurückgekommen. Der Dollar-Index bleibt aber deutlich über der Marke von 100 USD.

Bei den Agrarrohstoffen wurden die Netto-Longpositionen auf Weizen um 71 Prozent auf 26.586 Kontrakte ausgeweitet. Bei Mais war ein leichtes Plus der Netto-Longs um 0,3 Prozent auf 339.711 Kontrakte zu verzeichnen. Die Netto-Longs auf die Sojabohnen wurden um 12,8 Prozent auf 147.335 Kontrakte ausgeweitet.


Quelle: shareribs.com / CFTC



Nachrichtenquelle: Shareribs
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