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Brennstoffzellen aus Bayern Trotz Lieferengpässen: Geht die Wasserstoff-Kursrakete SFC Energy weiter steil?

Die SFC-Aktie legte auf Fünf-Jahres-Sicht massiv zu. SFC Energy ist der erste Konzern, der kleine Brennstoffzellen in marktreife Produkte überführen konnte. Conrad Electronics vertreibt die Produkte schon. Meinungen.

SFC Energy aus Bayern, ein börsennotierter Hersteller von Wasserstoff- und Methanolbrennstoffzellen, wird von Investoren offenbar als ein Gewinner der Energiewende gehandelt. Innerhalb von fünf Jahren gewann die Aktie mehr als 630 Prozent hinzu:

SFC Energy

Die Auftragsbücher des bayrischen Brennstoffzellenherstellers sind voll: Im ersten Quartal lag der Auftragseingang bei 44,3 Millionen Euro. Gegenüber dem Vorjahresquartal entspricht dies fast einer Verdreifachung (Q1/2021: 15,7 Millionen Euro). Zum 31.03.2022 lag der Auftragsbestand ingesamt bei gut 57 Millionen Euro.

Im ersten Quartal des laufenden Jahres verzeichnete SFC Energy zwar nur ein leichtes Umsatzwachstum von rund fünf Prozent auf 17,9 Millionen Euro. Allerdings kämpft SFC - wie viele in der Branche - mit mangelnder Profitabilität: In den ersten drei Monaten des laufenden Jahres lag der Verlust bei fast 1,2 Millionen Euro. Im Vorjahresvergleichszeitraum waren es aber mehr als 3,6 Millionen Euro gewesen.

Den Ausblick für das Gesamtjahr 2022 bestätigte SFC Energy zuletzt: Man erwarte einen Umsatz zwischen 75 Millionen Euro und 83 Millionen Euro, ein bereinigtes EBITDA zwischen sechs Millionen und 9,1 Millionen Euro sowie einen bereinigten Gewinn vor Zinsen und Steuern zwischen 1,6 Millionen Euro und 2,9 Millionen Euro.

Analysten von Warburg haben ihre Kaufempfehlung für SFC Energy zuletzt zwar bestätigt, aber das Kursziel von 34 auf 32,50 Euro reduziert. "SFC ist das erste Unternehmen, das Brennstoffzellen von der Entwicklung in marktreife Produkte überführen konnte. SFC konnte bislang über 55.000 Brennstoffzellen verkaufen", heißt es in der Analyse.

Analyst Karsten von Blumenthal von First Berlin Equity Research bestätigte zuletzt ebenfalls seine Buy-Empfehlung für SFC. Er senkte aber das Kursziel von 44,00 auf 41,00 Euro. Zur Begründung heißt es: "Obwohl die Nachfrage nach SFC-Produkten weiterhin sehr hoch war, führten Lieferengpässe im Bereich Clean Power Management zu einem verhaltenen Umsatzwachstum der Gruppe (. . .). Die Bruttomarge wurde durch höhere Material-, Logistik- und Transportkosten belastet und ging von 36,5 auf 31,3 Prozent zurück."

Die Berenberg Bank hatte zuletzt ihre Kaufempfehlung für SFC Energy bestätigt. SFC sei "der größte und profitabelste Brennstoffzellenhersteller der Welt", schreiben die Analysten. Das Kursziel für SFC setzen die Analysten auf 37 Euro fest.

Am Montagnachmittag steht die SFC-Aktie an der Börse Frankfurt fast drei Prozent im Minus. Ein Anteilsschein kostet derzeit 25,00 Euro (Stand:23.05.2022, 14:07 Uhr).

Autor: Ferdinand Hammer, wallstreet:online Zentralredaktion




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