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ROUNDUP Freenet erhöht Gewinnprognose - Aktie legt zu

BÜDELSDORF (dpa-AFX) - Der Mobilfunk-Anbieter Freenet legt nach guten Geschäften im zweiten Quartal die Latte für das operative Ergebnis 2022 etwas höher. Dabei sollen unter anderem Kunden stärker zur Kasse gebeten werden. Die Prognosen für Umsatz und freien Mittelzufluss blieben hingegen unverändert. Die Aktie legte im frühen Handel um 1,2 Prozent zu.

Der operative Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) dürfte jetzt 460 bis 480 Millionen Euro erreichen, teilte das im MDax gelistete Unternehmen am Donnerstagabend in Büdelsdorf mit. Bisher hatte die Spanne je zehn Millionen Euro niedriger gelegen. Freenet begründete die Entwicklung auch mit einem höheren Umsatzanteil des TV- und Mediengeschäfts im ersten Halbjahr.

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Die Umsatzprognose wurde dagegen bestätigt. 2022 soll der Gesamterlös auf dem Vorjahresniveau von rund 2,5 Milliarden Euro bleiben. Der freie Mittelzufluss (Free Cashflow) dürfte weiter bei 230 bis 250 Millionen Euro liegen, nach 234 Millionen 2021.

Zwar sei die weitere Geschäftsentwicklung aufgrund der Marktsituation und Konsumflaute bei den Kunden mit Unsicherheiten behaftet, hieß es in einer Unternehmenspräsentation mit Blick auf das zweite Halbjahr. Lohn- und Preisinflation dürften aber aus Überzeugung der Manager nicht bis 2023 reichen.

Auf die Produkte heruntergebrochen rechnet der Vorstand mit einer "stabilen" Entwicklung im Mobilfunk, wobei Freenet verstärkt reine Mobilfunkprodukte und weniger den Verkauf von Endgeräten sieht. Das rührt daher, weil Smartphones und Tablets infolge der weltweiten Engpässe mit Mikrochips rar sind. Bei seinem kostenpflichtigen und werbefinanzierten Fernsehprodukt waipu.tv hänge das Wachstum ebenfalls von der Verfügbarkeit von entsprechender Hardware ab.

Entsprechend wichtiger wird es für Freenet, mit eigenen Dienstleistungen Geld zu machen. Im Mobilfunkgeschäft habe das Management in den vergangenen Monaten die Entwicklung des "Smart-Pricing-Algorithmus" stark vorangetrieben. Bedeutet: Kunden sollen durch ausgeklügelte Angebots- und Preissetzungen im Durchschnitt höhere Beträge zahlen und so Geld in die Kassen von Freenet spülen.

Im zweiten Quartal stagnierte der Umsatz mit rund 620 Millionen Euro praktisch auf dem Niveau des Vorjahreszeitraums. Dabei machten bessere Geschäfte im Segment TV und Medien fehlende Mobilfunkerlöse wett. Der operative Gewinn legte jedoch um acht Prozent auf knapp 123 Millionen Euro zu. Während Analysten sich beim Umsatz im Schnitt mehr ausgerechnet hatten, übertraf Freenet beim operativen Gewinn die Erwartungen. Der Konzerngewinn stieg um rund sechs Prozent auf knapp 35 Millionen Euro.

Das abgeschlossene Quartal habe Freenet zwar für sich entschieden, befand UBS-Analyst Polo Tang. Allerdings bleibe er langfristig mit Blick auf das Geschäftsmodell und den damit verbundenen Risiken vorsichtig: Unter anderem nannte er als Beispiele den Verlust von Marktanteilen und dass Wettbewerber verstärkt ihre Produkte digital und direkt vertreiben.

Am Aktienmarkt ist die jüngste Bilanz trotz der Kursgewinne zuletzt für Freenet negativ. Seit dem Jahreswechsel verzeichnet die Aktie einen Verlust von rund zwei Prozent. Zum Vergleich: Der Börsenwert der Deutschen Telekom stieg seit Jahresbeginn um knapp 16 Prozent. Die Telefonica-Tochter Telefonica Deutschland und der britische Wettbewerber Vodafone blicken jeweils auf ein Plus von rund sieben Prozent.

Freenet besitzt kein eigenes Netz und zeigte in der Vergangenheit auch keine Aufbau-Ambitionen. Stattdessen vermarktet das Unternehmen Dienstleistungen von der Deutschen Telekom und Vodafone als eigene Tarife. Neben Mobilfunk versucht sich das Unternehmen unter anderem auch bei werbefinanziertem Fernsehen, für das Kunden bezahlen sollen. Die Produkte sollen auch künftig in den MediaMarkt- und Saturn-Filialen gekauft werden können - eine entsprechende Vertriebspartnerschaft wurde um fünf Jahre bis 2027 verlängert.

Mittelfristig bleibt das Unternehmen dabei, das operative Ergebnis (Ebitda) auf mindestens 520 Millionen Euro im Jahr 2025 steigern zu wollen. Das entspreche ausgehend vom Jahr 2020 einer jährlichen Wachstumsrate von mehr als 4 Prozent./ngu/zb/jha/




Nachrichtenagentur: dpa-AFX
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