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    Aktie stürzt ab  7001  2 Kommentare Teures Vergnügen: Anleger strafen Adobe für die Figma-Übernahme ab

    Anleger strafen die Fusion von Adobe und Figma hart ab. Die Aktie hat seit Donnerstag fast 20 Prozent verloren. Auch Analysten sind überrascht, wie tief der Software-Riese für den Konkurrenten in die Tasche greift.

    Die Übernahme der Web-Design-Plattform Figma durch den Software-Riesen Adobe ist an der Börse auf wenig Begeisterung gestoßen.

    "Seien wir ehrlich - es fühlt sich an, als ob Adobe etwas an Schwung gegenüber Figma verliert und es deshalb als besserer Schritt angesehen wird, den Wettbewerber aufzukaufen", sagte Kirk Materne vom Finanzdienstleister Evercore Isi. Auch andere Analysten zeigten sich überrascht. Denn der 20 Milliarden US-Dollar-schwere Deal ist nicht gerade ein günstiger Deal für ein Unternehmen wie Adobe, das normalerweise einen soliden und eher sparsamen Kurs fährt.

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    Der Kaufpreis werde in bar oder mit Aktien gezahlt, teilte der Software-Anbieter am gestrigen Donnerstag in San Jose mit. Zustimmen müssen nur noch Aufseher und Aktionäre. Das Ziel der Fusion: Die Zukunft der Kreativität und Produktivität neu definieren und einen erheblichen Mehrwert für Kunden, Aktionäre und die Branche schaffen. Das Unternehmen schaut optimistisch in die Zukunft und sieht durch die Fusion ein "riesiges, schnell wachsendes Marktpotenzial".

    Anleger teilen diesen Optimismus aber offenbar nicht in breiter Masse. Die Adobe-Aktie rutschte nach Bekanntgabe der Übernahme vorbörslich um zehn Prozent ab – aktuell notieren sie bei 301,41 Euro. Allerdings steht das Papier schon länger unter Druck. Seit ihrem All-Time-High im November 2021 bei 620 Euro hat sich die Adobe-Aktie glatt halbiert.

    Durch die Nachricht zur Figma-Übernahme hat Adobe mittlerweile mehr an Marktkapitalisierung verloren, als der Deal kosten soll.

    Dabei überzeugten Adobes Geschäftszahlen auch im dritten Quartal 2022. Das Unternehmen erzielte einen Rekordumsatz von 4,43 Milliarden US-Dollar. Das entspricht einem Wachstum von 13 Prozent im Vergleich zum Vorjahr bzw. 15 Prozent bei konstanten Wechselkursen.

    Jefferies-Analyst Brent Thill sprach davon, dass die Übernahme das solide Kerngeschäft des Unternehmens überschatte. Sein Kursziel kürzte er auf 440 US-Dollar zusammen, rät aber immer noch zum Kauf der Adobe-Aktie.

    Laut Dan Durn, Executive Vice President und CFO von Adobe, belegen die aktuellen Zahlen, dass die Produkte des Unternehmens sowohl für Privatpersonen als auch für kleine und größte Unternehmen weltweit von entscheidender Bedeutung sind. Seine Prognose: "Unsere operative Strenge in Kombination mit unserem starken Innovationsmotor treibt das Wachstum über alle unsere Plattformen hinweg an und wird auch in Zukunft das Wachstum der digitalen Wirtschaft weiter vorantreiben."

    Die Bewertung des Unternehmens – das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) liegt aktuell bei 30,21 – erscheint vielen Finanzanalysten aber zu hoch. Sie korrigierten in den letzten Monaten das durchschnittliche Kursziel der Adobe-Aktie deutlich nach unten. Ob sich die Aktie mit der Übernahme von Figma wieder fängt, wird sich in den kommenden Monaten zeigen. Anleger dürfen gespannt bleiben.

    Die Adobe Aktie wird zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Nachricht mit einem Minus von -2,10 % und einem Kurs von 303USD auf Tradegate (16. September 2022, 13:46 Uhr) gehandelt.

    Autor: ner für wallstreet:online Zentralredaktion

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    Verfasst vonJulian Schick
    Aktie stürzt ab Teures Vergnügen: Anleger strafen Adobe für die Figma-Übernahme ab Anleger strafen die Fusion von Adobe und Figma hart ab. Die Aktie hat seit Donnerstag fast 20 Prozent verloren. Auch Analysten sind überrascht, wie tief der Software-Riese für den Konkurrenten in die Tasche greift.

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