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Die Kurserholungen stehen auf sehr wackeligen Beinen

Die Berichtssaison ist weit fortgeschritten. Von den Unternehmen aus dem S&P 500 haben bis zum Ende der vergangenen Woche 427 bzw. mehr als 85 % ihre Bilanzen vorgelegt. Und so kann man nun sagen, ...

Die Kurserholungen stehen auf sehr wackeligen Beinen
von Sven Weisenhaus

Die Berichtssaison ist weit fortgeschritten. Von den Unternehmen aus dem S&P 500 haben bis zum Ende der vergangenen Woche 427 bzw. mehr als 85 % ihre Bilanzen vorgelegt. Und so kann man nun sagen, dass die Saison wahrscheinlich endet, wie sie begonnen hat: stärker als erwartet und mit Blick auf den Verlauf insgesamt recht ordentlich (siehe dazu auch Börse-Intern vom 19. Oktober – „Das können Sie von der Bilanzsaison erwarten“).

Laut Daten von Refinitiv haben aktuell 71,3 % der Unternehmen die Gewinnerwartungen übertroffen. Kurz nach Beginn der Berichtssaison, als nur 45 Bilanzen vorlagen, waren es 68,9 %. Der langjährige Durchschnitt liegt bei 66,2 %. In dieser Hinsicht läuft es aktuell also sogar noch etwas besser als zu Beginn schon.

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Allerdings: Unter dem Strich verdienten die Unternehmen aus heutiger Sicht 3,5 % mehr als Analysten vor Beginn der Berichtssaison geschätzt hatten. Kurz nach Beginn waren es jedoch zeitweise +4,9 %. Der langfristige Durchschnitt seit 1994 liegt bei +4,1 %. In dieser Hinsicht gab es also einen kleinen Rückschlag.

Dennoch dürften die Gewinne nach Einschätzung der Analysten letztlich um 4,3 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gewachsen sein – im Vergleich zur Erwartung von +2,8 % vor drei Wochen.

Zum Verlauf der Berichtssaison lässt sich also Positives und Negatives feststellen, wobei das Positive leicht überwiegt. Und das dürfte wohl auch die Kurserholungen an den Aktienmärkten erklären.

Gewinnerwartungen teils massiv nach unten geschraubt

Interessant ist vor diesem Hintergrund der Blick in die Zukunft. Hier überwiegt allerdings das Negative. Denn die Gewinnerwartungen für die Quartale bis einschließlich 3. Quartal 2023 wurden kräftig nach unten geschraubt. Am 19. Oktober stellte sich das Bild wie folgt dar:

Gemäß den folgenden aktuellen Daten tendieren die Erwartungen an das Gewinnwachstum insbesondere für das Schlussquartal des laufenden und das zweite Quartal des kommenden Jahres gegen Null.

Immerhin wurden die Erwartungen für den Zeitraum vom 4. Quartal 2023 bis 2. Quartal 2024 angehoben. Ansonsten wären die Kurserholungen am Aktienmarkt kaum zu erklären.

Allerdings sind Daten, die sich auf einen Zeitraum beziehen, der ein Jahr und mehr in der Zukunft liegt, natürlich mit einer größeren Unsicherheit behaftet als die Erwartungen für das laufende oder kommende Quartal. Insofern haben die Gewinnerwartungen der Analysten in chronologischer Reihenfolge eine abnehmende Relevanz für die Börsen.

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Gastautor: Sven Weisenhaus
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