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     2773  0 Kommentare Welches Osmium sollte man kaufen?

    Wir fragen Ingo Wolf, den Direktor des deutschen Osmium-Institutes nach seiner Einschätzung

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    Herr Wolf, kristallines Osmium ist in aller Munde, man sieht es auf vielen Messen und es wird in mehr als 30 Ländern der Welt angeboten. Wenn sich heute jemand für ein Sachinvestment in Osmium entscheidet, was muss er dann über Osmium wissen?

    Wolf: Zunächst, dass die Reserven auf nur einen Kubikmeter begrenzt sind. Nach heutigen Einschätzungen wird nicht mehr Osmium gefördert werden. Parallel kann man sich auf einigen Internetseiten gut informieren. Das sind zum Beispiel die www.osmium.com oder der Pressespiegel der www.osmium-world-council.com. Aber natürlich kann man bei Fragen auch einfach die Hotline der Osmium-Institute anrufen und Fragen stellen. Diese Nummer ist: +49 (89) 7 44 88 88 88. Die sechs Achten in der Nummer stehen übrigens für das „ewige Metall“, wie es von einigen Menschen genannt wird.

    Es gibt aber nicht nur kristallines Osmium, sondern auch andere Formen, richtig?

    Ja, es gibt vor allem das recht günstige und gleichzeitig sehr giftige Rohosmium. Diese Form sollte einfach niemals durch private Personen erworben werden. Es bildet an der Luft sofort das giftige Osmiumtetroxid, welches aber zum Beispiel in der Medizin in Milligramm Dosierungen gegen Arthrose eingesetzt wird. Von Mikroelektronik bis Organochemie reichen die Anwendungsformen, doch der Markt ist tatsächlich winzig. Wir reden für diese Anwendungen von wenigen Gramm pro Jahr und nutzender Institution. Dann gibt es auch Schmelzperlen, Cubes und gesinterte Barren. Diese Formen sind ebenfalls nicht als unbedenklich eingestuft. Vor einigen Tagen erschien ein neues Fachbuch, welches Klarheit verschaffte. Im englischen Original heißt es: „harmful to health, it must be handled in crystalline form“ also übersetzt: Osmium (it) darf nicht anders als in kristalliner Form gehandhabt werden.

    Ganz spannend sind die Werbemaßnahmen der Befürworter von gesinterten Barren. Denn selbsternannte Experten wie Bodo Albrecht, ursprünglich aus dem Platinmetallbusiness, die sich den neuen Barren verschrieben haben, propagieren gleichzeitig diese Sachanlageform und Videos, in denen man sieht, dass selbst die Präsentatoren aus Selbstschutz nur mit Gummihandschuhen arbeiten.


    © Osmium-Institut

    Das halten wir für sehr zweischneidig in der Argumentation. Zudem sind diese Barren 2,5-fach teurer als Rohosmium, ohne nennenswerten Verarbeitungsaufwand. Diese Barren müssen, um wieder verarbeitet zu werden, gebrochen, verbrannt und wieder  gereinigt werden, um wieder als Rohosmium genutzt zu werden. Damit haben sie einen niedrigeren Wert als Rohosmium. Sie kommen zudem aus China und die Herkunft der Rohmaterialien folgt nicht den Regeln des ESG-M. Es darf auch vermutet werden, dass russische Ressourcen genutzt werden. Es wird der falsche Eindruck erweckt, dass Osmium als Barren gehandelt wird, leider ist das unzutreffend.  

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    Herr Wolf, gibt es denn bei kristallinem Osmium auch Unterschiede?

    Ja, allerdings, die gibt es. Es gibt Kristalle, die wild und ohne Kontrolle wachsen, diese Kristalle sind mit wenig oder sagen wir mit erträglichem Aufwand kristallisierbar. Sie sind nett und hübsch, aber nur für Sammler geeignet. Gesundheitlich sind sie absolut ungefährlich, wie auch das Schmuckosmium, welches inert ist.


    © Osmium-Institut

    Der Preis für kristallines Osmium in seiner flachen Form kann und darf hier allerdings nicht angewendet werden. Wir führen aktuell einige Verfahren gegen Menschen, die Osmium in dieser Form über ebay verkaufen und versuchen, die Preise der www.osmium-preis.com zu nutzen. Wenn man solche Kristalle kauft, dann muss man mit seriösen Anbietern arbeiten, wie zum Beispiel Alexander Wimmer in Österreich. Hier zahlt man keine übertriebenen Preise und kann diese Kristalle sammeln. Der Wiederverkauf ist allerdings nicht, wie bei flach kristallisiertem Osmium über die www.osmium-marketplace.com möglich. Aber Sammlerstücke behält man ja auch eher und stellt sie in den Schrank. Kunden solcher Produkte können Sie über www.osmium-analysis.com prüfen und zertifizieren lassen.

    Sind dann solche Stücke auch in der weltweiten Osmium-Datenbank enthalten?

    Wolf: Nein, das sind sie nicht, denn sie werden nicht in Schmuck oder Luxusgütern verarbeitet. Das passiert ausschließlich mit den flach kristallisierten Strukturen, die mehrfach durch einen aufwendigen Prozess geleitet werden, in dem sie immer wieder in Qualitätskontrollen aussortiert werden. Selbst Löcher mit nur einem Nanometer Größe führen zu einem Ausschluss in der Verwendbarkeit. Dasselbe gilt für Oberflächen mit sogenannten Spikes, also Kristallen, die aus einer perfekten Oberfläche herausstechen. Aus diesem Grund sind die Preise für kristallines Osmium leider sehr hoch. Aber das ist der Preis für Qualität und für Nutzbarkeit in der Industrie der großen Brands. Denn es ist einfach zu verstehen: Nur dieses Material ist wiederverkäuflich. Deshalb warnen wir dringend vor Käufen aus Quellen, die nicht durch Osmium-Institute zertifiziert sind und deren Mitarbeiter geschult sind.

    Herr Wolf, Sie haben im Vorgespräch gesagt, dass man sie auch besuchen kann?

    Wolf: Ja, das kann man nicht nur, das sollte man vielleicht. Denn man kann Zertifizierung live miterleben und den Mitarbeitern aus Qualitätskontrolle und Labor alle Fragen direkt stellen. Wir bauen gerade im Stil der gläsernen Fabrik von VW ein offenes Labor und einen Flagshipstore in Murnau am Staffelsee. Dort wird in einem dreiviertel Jahr die Erfahrung sicherlich noch eindrucksvoller, denn aus Sicherheitsgründen wird zurzeit die Arbeit dezentral durchgeführt, um keine hohen Bestände an Osmium an einem einzigen Ort zu haben und zu sichern.

    Sie sprachen von einer Studie und einem Kompendium zu Osmium?

    Wolf: Wir erstellen zurzeit unter Führung dreier Psychologinnen eine Studie zum Betrug mit Edelmetallen. Für uns ist dieses Thema extrem wichtig, denn da Osmium unfälschbar ist, werde wir immer wieder gefragt, wie es sich mit anderen Metallen verhält, die leicht zu fälschen sind, wie Gold oder Silber. Aus diesem Grund haben wir entschieden eine internationale Studie mit vielen Befragungen durchzuführen. Es wird zudem die Veränderung in den Betrugsvarianten aufgezeigt, denn auch vor 200 Jahren gab es bereits Betrug rund um die wertvollen Metalle. Unser Ziel ist die Varianten zu finden, die von Betrügern und bei Übervorteilung genutzt werden, um Osmium vor solchem Betrug zu schützen. Wichtig wäre hier auch eine Abschirmung gegen Fakenews, weshalb wir ständig das Netz scannen und Gegendarstellungen gegen Falschmeldungen veröffentlichen. Es gibt hier noch nicht viele Meldungen, aber schlechte Recherche oder einfach nur der  Versuch Online Zeitungen durch Abonnements und aufmerksamkeitsheischenden Meldungen zu verkaufen werden häufiger. Deshalb wollen wir die Sachanleger vor diesen Meldungen schützen oder zumindest informieren.

    Und hier kommt das Kompendium ins Spiel. Es gibt über 500 historische Dokumente zu Osmium, die wir mit unseren Partnern über 20 Jahre gesammelt haben. Zudem wird im Kompendium auch die historische Osmium Chemie abgebildet und wir werfen einen umfassenden Blick auf die Neuzeit. Das Kompendium wird sicherlich sehr spannend für jeden, der Osmium mag oder bereits im Safe liegen hat.


    © Osmium-Institut, 
    ISBN: 978-3-030-85889-6

    Und was ist nun ihre Empfehlung im Bezug auf Osmium?

    Wolf: Wenn sich jemand in das Metall verliebt hat, dann sollte man zunächst Informationen durch ein Osmium-Institut anfordern. Diese Informationen sind kostenlos und detailliert. Osmium gibt keine Verzinsung, aber es wird immer seltener und damit ist es durchaus spannend. Denn es könnte tatsächlich in einem kurzen Zeitraum vollständig ausgehen und aus dem Schmuckmarkt kommt keine Ware zurück. Die beiden Effekte werden Osmium Bigbang und Osmium Thinout genannt.

    Für den Sachanleger empfehlen wir ganz klar und ausschließlich flach kristallisiertes Osmium mit legalem Eintrag in der Osmium-Weltdatenbank in Form von bars und disks, die jeweils keinen Verarbeitungsaufschlag für den Schnitt beinhalten. Spannend zu wissen, im Falle des Wiederverkaufs, helfen Osmium-Institute kostenfrei durch Umtausch in andere Stückelungen, so dass man von einem kristallinen Osmium Bar auch nur ein Stück verkaufen kann.

    Aber wie gesagt: Zunächst gut informieren in einem Osmium-Institut.





    Seyit Binbir
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    Seyit Binbir ist Börsenexperte und Wegbereiter vieler Unternehmen im digitalen Sektor. Seine Erfahrungen und Analysen veröffentlicht er als Redakteur in verschiedenen Börsenpublikationen, damit auch andere von seiner Leidenschaft für Aktien profitieren.
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    Verfasst von Seyit Binbir
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