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    ROUNDUP  149  0 Kommentare Nutzfahrzeugzulieferer SAF-Holland erreicht erhöhte Jahresprognose

    Für Sie zusammengefasst
    • SAF-Holland steigerte Umsatz um 35% auf 2,1 Mrd. Euro.
    • Übernahme von Haldex trug zum Wachstum bei.
    • Mittelfristig erwartet Vorstand weiteres Wachstum.

    BESSENBACH (dpa-AFX) - Die Übernahme des schwedischen Bremsenspezialisten Haldex hat sich für SAF-Holland bezahlt gemacht. Im abgelaufenen Jahr baute der Nutzfahrzeugzulieferer sein Geschäft deutlich aus und wurde profitabler. Obwohl das Schlussquartal saisonal bedingt schlechter lief, erreichte das Unternehmen seine mehrfach erhöhte Jahresprognose. Mittelfristig traut der Vorstand SAF-Holland weiteres Wachstum zu, wie das im Nebenwerteindex SDax gelistete Unternehmen am Montag in Bessenbach mitteilte. Für die Aktie ging es am Morgen um 0,2 Prozent aufwärts.

    Im vergangenen Jahr steigerte SAF-Holland den Umsatz nach vorläufigen Zahlen um rund 35 Prozent auf 2,1 Milliarden Euro. Das war praktisch genau die zuletzt in Aussicht gestellte Höhe. Haldex ging ab 21. Februar in die Zahlen ein, nachdem SAF-Holland das schwedische Unternehmen für umgerechnet gut 300 Millionen Euro übernommen hatte. Organisch, also ohne Währungseffekte und Übernahmen, legte der Umsatz um elf Prozent zu. Alle drei Regionen hätten zum Wachstum beigetragen, hieß es weiter.

    Haldex schob vor allem das Geschäft in der Region Emea (Europa, Naher Osten und Afrika) kräftig an. Hier stieg der Erlös um 16 Prozent, organisch aber nur um ein Prozent. Insgesamt wuchs der Umsatz am deutlichsten in der Region Apac (Asien, Pazifik und Indien). Neben Emea bleibt aber Amerika der wichtigste Absatzmarkt des Unternehmens. Im vierten Quartal ging der Umsatz dort im Vergleich zum Vorquartal jedoch zurück.

    Das operative Ergebnis (bereinigtes Ebit) des Konzerns schnellte im abgelaufenen Jahr um 62 Prozent auf 202 Millionen Euro nach oben. Die um Sondereffekte bereinigte operative Marge vor Zinsen und Steuern (bereinigte Ebit-Marge) lag bei 9,6 Prozent, nachdem im Vorjahr 8 Prozent zu Buche gestanden hatten. Das Management hatte hier 9,5 Prozent angepeilt. Die Produktion sei effizienter geworden, außerdem hätten sich Synergien mit Haldex positiv bemerkbar gemacht, hieß es zur Erklärung. Dies habe höhere Personalkosten mehr als wettgemacht.

    "Durch die ergriffenen strategischen Maßnahmen und unser bedeutsames Ersatzteilgeschäft sind wir heute resilienter aufgestellt", sagte Unternehmenschef Alexander Geis. Das Ersatzteilgeschäft gilt als weniger zyklisch und macht mittlerweile 31 Prozent des Gesamtumsatzes aus. Im Vorjahr hatte der Anteil noch bei 26,9 Prozent gelegen. Durch die Haldex-Übernahme sei der Umsatz regional besser verteilt. Zudem seien die Abhängigkeiten je Kundensegment nun breiter gestreut.

    Bis 2027 will der Vorstand den Umsatz auf 2,4 bis 2,5 Milliarden Euro steigern. Die bereinigte operative Marge soll dann bei 9 bis 9,5 Prozent liegen.

    SAF-Holland fertigt unter anderem Achsen und Fahrwerksysteme sowie Sattelkupplungen und Stützwinden für Lastwagen und Anhänger. Im vergangenen Jahr investierte das Unternehmen unter anderem in eine neue Fertigungslinie für Sattelkupplungen in Mexiko und erweiterte seine Kapazitäten in Indien.

    Detaillierte Zahlen, den Ausblick auf das laufende Jahr und den Dividendenvorschlag will das Unternehmen am 14. März vorlegen./niw/stw/jha/

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