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    US-Sanktionsliste  3785  0 Kommentare Zwangsarbeit bei Temu? China-Aktie PDD Holdings unter Druck!

    Spielt beim anhaltenden Welterfolg der beliebten Shopping-App Temu Zwangsarbeit eine Rolle? US-Abgeordnete fordern die Aufnahme von Mutter-Konzern PDD Holdings auf die Sanktionsliste.

    Für Sie zusammengefasst
    • US-Abgeordnete fordern PDD Holdings auf Sanktionsliste
    • Temu erobert weltweit Herzen, 50 Mio. Nutzer in den USA
    • Aktie von PDD Holdings verliert an Wert, Rebound fraglich

    Sensationeller App-Erfolg ...

    Die Shopping-App Temu hat Verbraucherinnen- und Verbraucherherzen rund um den Globus im Sturm erobert. In Apples App-Store ist die Anwendung aktuell die am zweithäufigsten heruntergeladene. Allein im vergangenen Monat soll die App in den USA insgesamt 16 Millionen Mal heruntergeladen worden sein – befeuert auch durch eine aggressive Marketingkampagne im Rahmen des Superbowl-Events.

    Auf inzwischen über 50 Millionen User schätzt der Brancheninsider SensorTower die US-Reichweite von Temu. Zum Vergleich: E-Commerce-Riese Amazon kommt auf etwa 230 Millionen Nutzerinnen und Nutzer. Nachdem Temu bereits im vergangenen Sommer über etwa 130 bis 150 Millionen weltweite User verfügt haben soll, dürften es inzwischen über 200 Millionen sein.

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    ... der zunehmend kritisch verfolgt wird

    An diesem Erfolg stören sich nicht nur Verbraucherzentralen, oft wirft vor allem die Qualität der über Temu verkauften Produkte Fragen auf, und Konkurrenten, sondern offenbar auch Politiker. Gerade in den USA werden chinesische Unternehmen immer kritischer beargwöhnt – umso mehr, je größer deren Erfolg ist.

    Am Erfolg von Temu stört sich jetzt eine Gruppe von Abgeordneten im US-Repräsentantenhaus. Am Freitag wurde bekannt, dass der Republikaner Blaine Luetkemeyer gemeinsam mit einigen Kolleginnen und Kollegen gefordert haben soll, PDD Holdings auf die Liste derjenigen Unternehmen zu setzen, die unter den Uyghur Forced Labor Prevention Act (UFLPA) fallen.

    Landet PDD Holdings auf der US-Sanktionsliste?

    Das Gesetz ist 2021 in Reaktion auf Berichte über Zwangsarbeitslager in der Uiguren-Provinz Xinjiang erlassen worden und sanktioniert Unternehmen, die im starken Verdacht stehen, von Zwangsarbeit der dort lebenden muslimischen Minderheit zu profitieren.

    Laut Aussage der Abgeordnetengruppe tue die Muttergesellschaft von Temu, PDD Holdings, zu wenig, um zu verhindern, dass die Produkthersteller und Zulieferer auf Zwangsarbeit verzichten. 

    PDD Holdings Incorporation (A) (A)

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    ISIN:US7223041028WKN:A2JRK6

    Aktie gibt nach, Rebound lässt auf sich warten

    Die Aktie reagierte am Freitag mit Verlusten in Höhe von drei Prozent. Am Montagmorgen kommen in der US-Vorbörse Verluste von weiteren drei Prozent hinzu. Damit knüpft das Papier an die Abgaben der Vorwochen an. Gegenüber dem Jahreswechsel hat PDD Holdings inzwischen rund 13 Prozent an Wert verloren. 

    Die zeitweise technisch vielversprechende Ausgangslage für einen Rebound hat die Aktie bislang nicht nutzen können, damit hält der kurzfristige Abwärtstrend der Aktie an. Noch ist der im letzten Sommer gestartete, übergeordnete Aufwärtstrend aber intakt. Probleme dürfte das Papier erst für Kurse unterhalb von 120 beziehungsweise 110 US-Dollar bekommen.

    Fazit: Folgt ein Untersuchungsausschuss?

    Angesichts des anhaltenden Erfolges von Temu kommt nicht überraschend, dass einige US-Politiker nun gegen das Unternehmen vorgehen wollen – damit knüpft die US-Politik an frühere Untersuchungen um die Social-Media-App TikTok und deren Konzernmutter ByteDance an.

    Bei allen politischen Motiven gegenüber PDD Holdings steht das Unternehmen aber durchaus zurecht in der Kritik, wenn es um die Produktqualität und -sicherheit, Wettbewerbspraktiken oder die suchtgefährdende Gamification von Online-Shopping geht.

    Ob das Unternehmen allerdings auch billigend in Kauf nimmt, dass Zulieferer mithilfe von Zwangsarbeit wirtschaften, dürfte sich aktuell kaum unabhängig überprüfen lassen. Möglicherweise führt das zu einem Untersuchungsausschuss im US-Repräsentantenhaus, was kurzfristigen Gegenwind für die Aktie bedeuten dürfte.

    Autor: Max Gross, wallstreetONLINE Redaktion

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    Verfasst vonMax Gross

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