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    phoenix persönlich  145  0 Kommentare VDA-Präsidentin Hildegard Müller zu Gast bei Jörg Thadeusz. Freitag, 12.04.2024, 18 Uhr

    Bonn (ots) - In der Sendung "phoenix persönlich" spricht Jörg Thadeusz mit
    Hildegard Müller, Präsidentin des Verbandes der Automobilindustrie, über
    Versäumnisse der deutschen Autobauer bei der Entwicklung der E-Autos, über
    Erwartungen der Wirtschaft an die Bundesregierung und über die Konkurrenz zu
    China.

    "Es ist schon so, dass unser Bundeskanzler industriepolitisch auch einen guten
    Kompass hat", sagt VDA-Präsidentin Hildegard Müller. "Ich finde es zum Beispiel
    im Umgang mit China richtig, dass er da über De-Risking redet und nicht über
    De-Coupling, also völlig Abkoppelung."

    Doch würde die deutsche Wirtschaft die Sorge um die Wettbewerbsfähigkeit des
    Standortes Deutschlands umtreiben, so Müller, würden sie mehr von der
    Bundesregierung erwarten. "Unser Standort ist in fast allem zu teuer." Ein
    zentraler Punkt sei die Energiepolitik: "Gerade der industrielle Mittelstand hat
    wie die gesamte deutsche Wirtschaft immense Probleme mit dem Thema
    Energiekosten." Die Themen Bürokratieabbau und Digitalisierung seien wichtig.

    Dass deutsche E-Autos teurer sind als beispielsweise chinesische, erklärt
    Hildegard Müller mit "erheblich teureren" Produktionskosten in Deutschland. Und:
    "In anderen Märkten wie in China gibt es direkte Subventionen für die
    Automobilhersteller. Ich leite das für uns nicht ab. Ich fordere sie für uns
    auch nicht, das ist mir ganz wichtig zu sagen. Aber ich kann die Augen nicht
    davor verschließen, dass andere Autos wesentlich mehr mit staatlicher
    Unterstützung und günstigeren Standortbedingungen produziert werden können."

    Müller betont die Bedeutung des chinesischen Marktes für die deutsche
    Autoindustrie. Das sei ein "Wettbewerbsmarkt", auf dem sie gerne dabei seien.
    Mit Blick auf den Überfall Russlands auf die Ukraine sagt Müller, dass
    politische Eskalation zu anderen Handlungen zwingen könne. "Hier gilt das Primat
    der Politik. Dann werden wir auch entsprechend handeln. Aber wir sind nicht in
    einem Krieg mit China. Wir haben jetzt eine wahnsinnige Entwicklung, die auch
    technologisch durch diesen Markt interessant ist. Wir lernen auch viel durch
    diese hohen Absatzzahlen in China."

    Von Strafzöllen auf chinesische E-Autos, wie es die EU überlegt, hält Hildegard
    Müller nichts. "Ich finde wichtig, dass man mit China natürlich auch über faire
    Wettbewerbsbedingungen spricht, glaube aber generell, dass Zölle, wechselseitige
    Zölle gerade für eine Industrie, die von offenen Märkten lebt, uns nicht
    weiterhelfen."

    Pressekontakt:

    phoenix-Kommunikation
    Telefon: 0228 / 9584 192
    mailto:kommunikation@phoenix.de
    Twitter.com: phoenix_de

    Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/6511/5756296
    OTS: PHOENIX



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    phoenix persönlich VDA-Präsidentin Hildegard Müller zu Gast bei Jörg Thadeusz. Freitag, 12.04.2024, 18 Uhr In der Sendung "phoenix persönlich" spricht Jörg Thadeusz mit Hildegard Müller, Präsidentin des Verbandes der Automobilindustrie, über Versäumnisse der deutschen Autobauer bei der Entwicklung der E-Autos, über Erwartungen der Wirtschaft an die …