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    Passives Einkommen  96697  0 Kommentare Bei der Dividendenaktie Rio Tinto ist eines sicher – langfristig lohnt sie sich

    Rio Tinto verdoppelt die Dividende in guten Jahren, nur um sie in schlechten dann wieder zu halbieren. Wer aber dabei bleibt, kann sich über eine beeindruckende Rendite freuen.

    Rio Tinto, unser heutiger Kandidat im Dividenden-Radar von wallstreetONLINE, bietet zwar nicht die Verlässlichkeit eines Dividenden-Königs wie Altria, kann sich mit einer Ausschüttungsrendite von 6,5 Prozent aber durchaus sehen lassen.

    Das Unternehmen erwirtschaftet jedes Jahr einen freien Cashflow in Milliardenhöhe. Dieses Geld nutzt es dann, um seine Aktionäre mit Dividendenzahlungen zu belohnen. Und obwohl sich die Höhe der Dividende in Abhängigkeit von den Rohstoffpreisen regelmäßig ändern kann, liegen die mit den Aktien gebotenen Renditen in der Regel deutlich über dem Marktdurchschnitt.

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    Der Bergbaukonzern, der sich vor allem Eisenerz spezialisiert hat, aber auch Kupfer, Aluminium, Gold, Diamanten und Industriemetalle fördert, hat zudem mit Blick auf die letzten zehn Jahre seine Dividende um 16,7 Prozent pro Jahr gesteigert. Allerdings nicht sehr verlässlich. Wenn die Geschäfte gut laufen, scheut das Unternehmen nicht davor zurück, seine Ausschüttungen deutlich zu erhöhen oder eine Sonderdividende auszuzahlen.

    Dies geschah beispielsweise in den Jahren 2018 bis 2021. Dabei erhöhte Rio das Dividendenvolumen (in das in diesem Jahr Zwischendividende, finale Dividende und Sonderdividende einflossen) von 2020 auf 2021 um mehr als 85 Prozent, schüttete insgesamt 7,56 britische Pfund je Aktie aus und kam auf die beeindruckende Dividendenrendite von 15,5 Prozent. In den beiden darauffolgenden Jahren sanken die Auszahlungen dann allerdings, sodass für 2023 nur noch 3,41 Pfund ausgeschüttet wurden.

    Geschichte

    Das Unternehmen gibt es bereits seit mehr als 150 Jahren. Eine Gruppe britischer Geschäftsleute kaufte Minen in der südspanischen Region Huelva am Rio Tinto (roter Fluss), wo schon die alten Römer Bergbau betrieben hatten, und gründete die Rio Tinto Company am 29. März 1873. Bis zur Jahrhundertwende produzierte das Unternehmen bereits zehn Prozent des weltweiten Kupfers.

    Aktuell ist Rio der viertgrößte Kupferproduzent der Welt und zählt bei Eisenerz, Diamanten und Aluminium zu den Top 3 Produzenten weltweit. Das Unternehmen hat einen doppelten Hauptsitz in London und im australischen Melbourne, ist in 35 Ländern der Erde aktiv und kommt mittlerweile auf einen Marktwert von 92,6 Milliarden Pfund (ca. 108 Milliarden Euro). Dabei wirtschaftet Rio auch stabil profitabel: Auf Sicht der vergangenen zehn Jahre fiel nur einmal ein geringer Nettoverlust an, mit Blick auf 20 Jahre erfolgten zwei Verlustjahre gegenüber 18 Jahren mit deutlichen Gewinnen. Diese Profitabilität ermöglicht dem Unternehmen stabile Ausschüttungen.

    Eine Dividende schüttet Rio seit 1985 aus, wie aus Daten von gurufocus hervorgeht. In den meisten Jahren konnten sich die Aktionäre dabei auf zwei Ausschüttungen freuen – eine Abschlagsdividende und eine finale. Die jüngste Auszahlung erfolgte am 18. April 2024, als die Aktionäre die finale Dividende von 2,02 Pfund erhielten.

    Das sagen die Analysten

    Nachdem das Unternehmen am Mittwoch seine Produktionszahlen für das erste Quartal berichtete, meldeten sich zahlreiche Analysten zu Wort und äußerten sich verhalten positiv. Die Deutsche Bank, Berenberg, JPMorgan, Barclays und Jefferies bestätigten jeweils ihre Kaufempfehlung für die Aktie. Die US-Investmentbank Goldman Sachs bekräftigte ebenfalls ihr "Buy"-Rating mit einem Kursziel von 7100 Pence. Der Bergbaukonzern habe ein durchwachsenes Zahlenwerk vorgelegt, schrieb Analyst Matt Greene in einer am Mittwoch vorgelegten ersten Reaktion. Dennoch scheine das obere Ende der Ausblicksspanne für 2024 immer noch erreichbar zu sein. Sein Kursziel entspricht einem Aufwärtspotenzial von 32 Prozent zum aktuellen Kurs von 5380 Pence.

    Die 19 von MarketScreener erfassten Analysten, die das Unternehmen beobachten, geben der Aktie im Schnitt die Bewertung Outperform. Ihr mittleres Kursziel entspricht einem Aufwärtspotenzial von etwa 13 Prozent.

    Aktienentwicklung

    Tatsächlich lässt die Kursentwicklung von Rio etwas zu wünschen übrig. Seit Jahresbeginn haben die Titel im Londoner Handel 8,7 Prozent an Wert verloren. Mit Blick auf die vergangenen zwölf Monate steht noch ein Verlust von 1,1 Prozent zu Buche. Erst längerfristig betrachtet, beispielsweise über die letzten fünf oder zehn Jahre, wandern die Titel in den grünen Bereich.

    Für Dividendeninvestoren ist dieser Punkt allerdings auch nicht so entscheidend. Da ist die kräftige Erhöhung der Ausschüttungen um jährlich mehr als 16 Prozent auf Sicht der vergangenen zehn Jahre von größerer Bedeutung. Das verdeutlicht auch die Gesamtrendite über diesen Zeitraum: Während der Aktienkurs über die zehn Jahre um rund 64 Prozent stieg, beträgt die Gesamtrendite (inklusive der 20 Ausschüttungen) 164 Prozent, das entspricht einem Zuwachs von mehr als 10 Prozent pro Jahr.

    Fazit

    Angesichts der konstanten Dividendenzahlungen, der beeindruckenden Dividendenwachstumsrate, der angemessenen Ausschüttungsquote und der hohen Rentabilität von Rio Tinto, scheint das Unternehmen eine überzeugende Wahl für einkommensorientierte Anleger zu sein. Während die Wachstumskennzahlen ein gemischtes Bild zeichnen, können die historische Fähigkeit des Unternehmens, Gewinne zu erwirtschaften, und seine strategische Vermögensbasis einen Puffer gegen kurzfristige Marktschwankungen bieten.

    Dividenden-Rente

    Wer sich mit der Aktie von Rio Tinto ein monatliches passives Einkommen von 1000 Pfund (ca 1160 Euro) oder 12.000 Pfund pro Jahr sichern will, benötigt dafür bei einer aktuellen Dividende von 3,41 Pfund etwa 3520 Aktien. Die kosten aktuell im Londoner Handel etwa 190.000 Pfund (220.000 Euro). Zum Vergleich: Bei dem Dividenden-Überflieger Altria waren es etwa 115.000 Euro und bei der beliebten deutschen Dividendenaktie der BASF 186.000 Euro.

    Übersicht zur Dividende von Rio Tinto*

    Marktkapitalisierung: 92,6 Milliarden Pfund (ca. 108 Milliarden Euro)

    Dividende erhöht: 0 Jahre in Folge

    Dividende nicht reduziert: 0 Jahre in Folge

    Durchschnittliche Erhöhung der Dividende in zehn Jahren: ca. 16,7% p.a.

    Zeitplan

    21.02.2024: Dividendenankündigung

    07.03.2024: Notierung ex Dividende

    18.04.2024: Dividendenzahlung

    * Quelle: Rio Tinto, wallstreetONLINE.

    GJ

    Div.rendite in %

    Dividende in Pfund
    2028e     13,13e     7,11e
    2027e      9,81e     5,31e
    2026e      5,89e     3,19e
    2025e      6,23e     3,38e
    2024e      6,40e     3,47e
    2023      7,50     3,41
    2022      7,02     4,07
    2021    15,50     7,56
    2020      6,24     3,42
    2019      6,68     3,01
    2018      6,24     2,33
    2017      5,39     2,13

    * Quellen: Rio Tinto, FactSet, wallstreetONLINE.

    Weitere interessante Dividenden-Aktien befindet sich übrigens auch in der Dividenden-Watchlist unseres Börsenexperten Markus Weingran, dessen Börsenlounge sich täglich mit aktuellen Marktentwicklungen, Investitionstipps und Finanzthemen befasst.

    Die optimale Dividendenstrategie

    Eine optimale langfristige Dividendenstrategie hängt von verschiedenen Faktoren ab, darunter dem individuellen Risikoprofil, den Anlagezielen und der finanziellen Situation. Hier sind jedoch einige allgemeine Prinzipien, die empfohlen werden können:

    Diversifikation: Investieren Sie in eine breite Palette von Unternehmen und Sektoren, um das Risiko zu streuen. Diversifikation kann helfen, das Portfoliorisiko zu mindern, da nicht alle Sektoren gleichzeitig von Marktschwankungen betroffen sind.

    Qualitätsaktien wählen: Achten Sie auf Unternehmen mit einer starken Bilanz, stabilen Cashflows und einer Geschichte von zuverlässigen und wachsenden Ausschüttungen. Solche Unternehmen sind oft besser positioniert, um auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten Dividenden zu zahlen.

    Reinvestition von Dividenden: Das Reinvestieren von Dividenden kann das Wachstum des Portfolios beschleunigen. Durch den Zinseszinseffekt können reinvestierte Dividenden über die Zeit einen signifikanten Beitrag zum Gesamtertrag des Portfolios leisten.

    Langfristige Perspektive: Dividendenstrategien sind oft langfristig ausgerichtet. Marktschwankungen sollten daher nicht zu überstürzten Entscheidungen führen. Geduld und Beständigkeit sind Schlüssel zum Erfolg.

    Steuereffizienz berücksichtigen: Die steuerliche Behandlung von Dividenden kann je nach Land und individueller Situation variieren. Es ist wichtig, Steuereffekte in die Strategie einzubeziehen.

    Überwachung und Anpassung des Portfolios: Portfolios sollten regelmäßig überprüft und bei Bedarf angepasst werden, um sicherzustellen, dass es weiterhin den eigenen Anlagezielen entspricht und gut diversifiziert bleibt.

    Bewertung: Achten Sie auf die Bewertung der Aktien. Hohe Dividendenrenditen sind nicht immer ein gutes Zeichen; sie können auch ein Hinweis auf Probleme im Unternehmen sein.

    Verwendung von Dividendenfonds, -ETFs: Für Anleger, die nicht direkt einzelne Aktien auswählen möchten, können Dividendenfonds eine praktikable Alternative sein, da sie eine gute Möglichkeit zur Diversifikation bieten.

    Fazit:

    Dividendeninvestitionen können eine großartige Möglichkeit sein, ein passives Einkommen aufzubauen. Indem Sie sich auf Unternehmen mit stabiler Dividendenhistorie konzentrieren, können Sie Ihr Portfolio schrittweise ausbauen. Dabei ist natürlich immer zu beachten, dass Investitionen in Dividendenaktien – wie alle Investitionen – mit Risiken verbunden sind.

    Autor: Ingo Kolf, wallstreetONLINE Redaktion

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    Verfasst vonIngo Kolf

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