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    Umsatzerwartung verfehlt  27073  0 Kommentare Kaum Wachstum und Übernahmeankündigung: IBM stürzt nachbörslich ab

    IBM kann mit seinen Zahlen nicht überzeugen, sowohl der Umsatz als auch die Prognose fallen verhalten aus. Außerdem wird man für eine weitere Übernahme einen Milliardenbetrag bezahlen.

    Für Sie zusammengefasst
    • IBM enttäuscht mit Zahlen
    • Aktie im Dow-Jones-Index stark
    • Prognose verhalten, Milliardenübernahme geplant

    Mit einem Plus von 47 Prozent in den vergangenen 12 Monaten gehört IBM im Dow-Jones-Index aktuell zur Spitzengruppe. Diese Entwicklung dürften nur die wenigsten Börsenexperten auf der Rechnung gehabt haben, denn die Aktie zeichnete sich über viele Jahre hinweg durch einen langsamen, aber kontinuierlichen Abwärtstrend aus.

    In den vergangenen Quartalen hat das Unternehmen zumindest zeitweise zurück auf den Wachstumskurs gefunden und profitierte zuletzt auch aufgrund des Hypes um künstliche Intelligenz von höheren Infrastrukturausgaben und einer Wiederbelebung der Beratungsgeschäfte. Dadurch gelang der Aktie der Ausbruch aus der jahrelangen Abwärtsspirale.

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    Umsatz enttäuscht Erwartungen

    Dieser Höhenflug dürfte nach den am Mittwochabend vorgelegten Quartalszahlen aber ein vorläufiges Ende finden, denn IBM hat die Erwartungen der Analysten nur teilweise erfüllen können und vor allem beim Umsatz gepatzt. In der US-Nachbörse wird die Aktie von Anlegern daher stark verkauft.

    Bei den Software-Erlösen hat sich Big Blue gegenüber dem Vorjahresquartal um fünf Prozent steigern können, allerdings stagnierte das Beratungsgeschäft, während das Infrastrukturgeschäft sogar um ein Prozent zurückging.

    Dadurch gelang dem Unternehmen unter dem Strich nur ein mageres Umsatzplus von 1,5 Prozent auf 14,5 Milliarden US-Dollar, womit die Konsensschätzung um 80 Millionen US-Dollar verfehlt wurde.

    Etwas besser präsentierte sich IBM beim Ertrag. Hier wurden 1,68 US-Dollar pro Anteilsschein erwirtschaftet, was einem Plus von 23,5 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert von 1,36 US-Dollar pro Aktie entspricht. Hier konnten die Erwartungen um 9 Cent übertroffen werden.

    Prognose verhalten, 6,4 Milliarden US-Dollar schwerer Zukauf

    Den Ausblick für das Gesamtjahr gab das Unternehmen mit einem Umsatzwachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich an, wobei die aktuelle Wechselkursentwicklung dieses Wachstum um 1 bis 1,5 Prozentpunkte beeinträchtigen wird.

    Ferner strebt IBM einen freien Cashflow in Höhe von 12 Milliarden US-Dollar an, was etwas über dem Vorjahreswert liegen und sowohl der Dividende als auch dem Schuldenabbau dienen würde.

    Hier allerdings wird das Unternehmen erstmal einen Rückschritt machen, denn IBM hat bestätigt, dass man den Cloud-Infrastruktur-Spezialisten HashiCorp erwerben und hierfür 6,4 Milliarden US-Dollar auf den Tisch legen wird.

    Damit macht der Konzern den Schuldenabbau der vergangenen fünf Jahre auf einen Schlag zunichte, was angesichts der gestiegenen Kredit- und Refinanzierungskosten nachteilig ist. Wenngleich die Übernahme strategisch sicher sinnvoll ist, unterstreicht sie auch, dass IBM aus eigener Kraft kaum wachsen kann, was die schwache Kursreaktion in der US-Nachbörse erklären dürfte.

    IBM

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    ISIN:US4592001014WKN:851399

    Gap-Close oder Test der 200-Tage-Linie?

    Die Enttäuschung der Anleger ließ nicht lange auf sich warten, die Aktie gab in einer ersten Reaktion um rund sieben Prozent nach und setzt ihre Talfahrt nun nach einem kurzen Stabilisierungsversuch fort. Nach 941.000 gehandelten Stücken notiert IBM fast 10 Prozent im Minus (Stand: 23:30 Uhr).

    Gelingt es den Käuferinnen und Käufer der Aktie am Donnerstag nicht, den Abverkauf zu kontern beziehungsweise die Verluste einzudämmen, droht den Papieren des Unternehmens der schlechteste Handelstag seit Oktober 2021, als das Papier mit Verlusten in Höhe von 9,6 Prozent aus dem Handel ging.

    Angesichts der hohen Verluste rückt bereits die 200-Tage-Linie als mögliche Unterstützungsmarke in den Blick. Diese liegt aktuell bei 161 US-Dollar, was den niedrigsten Kurs seit Mitte Januar bedeuten würde. Möglicherweise begnügen sich die Bären am Donnerstag aber auch mit dem Schließen der bei 174,60 US-Dollar noch offenen Kurslücke.

    Fazit: Bewertung selbst nach Rücksetzer noch zu hoch

    Eine verfehlte Umsatzprognose sowie gleichzeitig ein milliardenschwerer Zukauf sind für die Nerven der Anleger von IBM zu viel gewesen. Die quittieren die Rückabwicklung der beim Schuldenabbau zuletzt erzielten Erfolge mit heftigen Verkäufen, sodass die Aktie nachbörslich stark unter Druck gerät.

    Mit Blick auf die Frage, ob der Rücksetzer nicht auch eine Einstiegschance bedeuten könnte, muss die Frage zumindest mit Blick in die Bewertung mit einem klaren "Nein!" beantwortet werden. Grund hierfür ist, dass das Unternehmen auf Basis der Gewinnschätzungen für 2024 mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 18 bewertet ist, der langfristige Durchschnitt mit 13,5 aber um 40 Prozent niedriger liegt.

    Autor: Max Gross, wallstreetONLINE Redaktion

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    Verfasst vonMax Gross

    Umsatzerwartung verfehlt Kaum Wachstum und Übernahmeankündigung: IBM stürzt nachbörslich ab IBM kann mit seinen Zahlen nicht überzeugen, sowohl der Umsatz als auch die Prognose fallen verhalten aus. Außerdem wird man für eine weitere Übernahme einen Milliardenbetrag bezahlen.

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