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     241  0 Kommentare Prof. Dr.-Ing. Lamia Messari-Becker als "Vordenkerin 2024" ausgezeichnet - Seite 2


    Bauwesen würdigen wir daher mit dem Vordenker Preis 2024."

    Der Ökonom Felbermayr hob hervor, dass Messari-Becker nicht ausschließlich aus
    ingenieurtechnischer Perspektive, sondern auch aus ökonomischer Sicht
    argumentiert.

    Mit Blick auf den Aufstieg der in jungen Jahren eingewanderten gebürtigen
    Marokkanerin zur Nachhaltigkeitsexpertin, Professorin und ersten
    Wirtschaftsstaatssekretärin in Hessen, fügte Prof. Felbermayr hinzu: "Sie ist
    zudem ein Vorbild für viele junge Frauen." Prof. Dr. h.c. Jutta Allmendinger,
    die Präsidentin des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung, lobte in
    ihrer Laudatio die diesjährige Preisträgerin als starke und sozial-sensible
    Stimme im Nachhaltigkeitsdiskurs.

    Keine Transformation ohne den Bausektor

    Vordenkerin Prof. Dr.-Ing. Lamia Messari-Becker verdeutlichte den 300 geladenen
    Gästen die Bedeutung des Bausektors. "Bauen steht für ein Drittel der
    CO2-Emissionen, gut ein Drittel des Energie- und die Hälfte des
    Ressourcenverbrauchs, fast 60 Prozent des Abfallaufkommens und 70 Prozent der
    Flächenversiegelung. Das Baugewerbe steht zugleich für Arbeitsplätze, in
    Deutschland für sieben Prozent des Bruttoinlandsprodukts". Viel wichtiger:
    "Bauen prägt wie kaum eine andere Branche unseren sozialen Lebensraum", so die
    Vordenkerin.

    Die Preisträgerin beeindruckte auf dem Forum mit der Vorstellung eines
    wohldurchdachten umfangreichen Forderungskataloges für das Bauwesen, um mit
    strukturellen und baulichen Maßnahmen das Klima und die Demokratie gleichermaßen
    zu schützen und die Wohnungsnot zu bekämpfen. Darüber hinaus mahnte sie eine
    diversifizierte Energiewende an. Ihre Aussage "Wir brauchen eine andere
    Wirtschaftspolitik" machte deutlich, dass sie in großen Maßstäben denkt. In dem
    ihr eigenen Pragmatismus gab sie zugleich zahlreiche konkrete Beispiele.

    Der ländliche Raum wird vernachlässigt

    So werde bei der Transformationspolitik der ländliche Raum sträflich
    vernachlässigt. Die viel diskutierte Sanierungspflicht für Gebäude verkenne,
    dass es sich bei etwa einem Viertel aller davon betroffenen Gebäude um ältere
    Einfamilienhäuser, überwiegend im ländlichen Raum, handele, mit hohen
    Sanierungskosten, teils höher als der Gebäudewert. Auch übersehe eine
    Mobilitätswende mit Fokus auf Elektroautos die völlig unzulängliche
    Ladeinfrastruktur und den unzureichenden ÖPNV auf dem Land. Zudem werde die
    CO2-Bindung, die insbesondere im ländlichen Raum stattfindet, nicht genügend
    gewürdigt. Für Messari-Becker "gibt es keine erfolgreichen Städte ohne
    erfolgreichen ländlichen Raum". Sie forderte: "Keine Städtebauförderung ohne
    Anteile für das Umland."

    Diversifizierung der Energiewende
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