checkAd

    Weltgrößter Urankonzern  21009  0 Kommentare Kazatomprom verzeichnet deutlichen Rückgang des Quartalsgewinns

    Der Gewinn des weltgrößten Uranproduzenten Kazatomprom ist geschrumpft, nachdem die Verkäufe des Rohstoffs um mehr als die Hälfte eingebrochen sind. Dabei ist die Nachfrage immens.

    Für Sie zusammengefasst
    • Kazatomprom verzeichnet Gewinnrückgang von 14,6% im ersten Quartal aufgrund geringerer Uranverkäufe.
    • Marktunsicherheit durch Ukraine-Konflikt führt zu Volatilität des Uranpreises und Wechselkurse.
    • Unternehmen setzt Produktionsziel für 2024 und warnt vor Herausforderungen durch Schwefelsäureknappheit.
    • Report: 3 europäische Dividendenkracher mit mehr als 9 % Rendite
    Play
    Mit Video

    Kazatomprom hat im ersten Quartal einen Rückgang des Nettogewinns aufgrund geringerer Natururanverkäufe verzeichnet. Wie der größte Uranproduzent der Welt am Dienstag bekannt gab, sackte der Verkauf von Natururan um 55 Prozent ab. Dies sei hauptsächlich auf den Zeitpunkt der von den Kunden geplanten Lieferungen zurückzuführen, erklärte das Unternehmen.

    Der Uranproduzent sei zwar nicht von den Sanktionen betroffen, die wegen des Krieges in der Ukraine gegen Russland verhängt wurden, die durch den Konflikt verursachte Marktunsicherheit habe jedoch zu einer erheblichen Volatilität des Uranpreises und der Wechselkurse geführt.

    Der Gewinn von Kazatomprom ging im ersten Quartal um 14,6 Prozent auf 93,245 Milliarden Tenge (ca. 194 Millionen Euro) zurück, gegenüber 109,2 Milliarden Tenge im Vorjahresquartal. Der Umsatz sank um 29 Prozent von 380,98 Milliarden auf 269,83 Milliarden Tenge.

    Der Preis für das Schwermetall hatte im Februar ein 16-Jahres-Hoch von 106,40 US-Dollar pro Pfund erreicht, verglichen mit einem Vorjahresdurchschnitt von 66,60 US-Dollar. Aktuell notieren die Uran-Futures laut Daten der CME Group bei 91,65 US-Dollar je Pfund.

    National Atomic Company Kazatomprom

    0,00 %
    -3,27 %
    -4,95 %
    -1,11 %
    +51,06 %
    +47,92 %
    +228,37 %
    ISIN:US63253R2013WKN:A2N9D5

    Für das Jahr 2024 hat sich das Unternehmen ein Produktionsziel von 21.000 bis 22.500 Tonnen gesetzt, verglichen mit 21.112 Tonnen im vergangenen Jahr. Kazatomprom warnte jedoch, dass die Knappheit an Schwefelsäure, die zur Auslaugung von Uran aus unterirdischen Lagerstätten verwendet wird, eine Herausforderung darstellen könne.

    Kazatomprom geht davon aus, dass die globale Produktion den Marktbedarf im nächsten Jahrzehnt nicht decken kann. Diese Prognose basiert auf der aktuellen geopolitischen Unsicherheit, inflationsbedingten Druck und weltweiten Lieferkettenherausforderungen. Das Unternehmen betonte, dass angesichts der aktuellen Preislage eine weitere, der Größe Kazatomproms entsprechende Versorgungsquelle benötigt werde, um den zukünftigen Marktbedarf zu decken.

    Hohe Nachfrage

    Angetrieben durch die global zunehmende Nachfrage nach Uran für Kernkraftwerke im Kontext der globalen Energiewende und der Suche nach kohlenstoffarmen Energielösungen, hatte sich der Uranmarkt 2023 erheblich verbessert.

    Der Gewinnrückgang im ersten Quartal steht im starken Kontrast zu dem erheblichen Anstieg des Jahresgewinns, den das Unternehmen für 2023 verzeichnet hatte. Dieser war um knapp 23 Prozent auf 580,34 Milliarden Tenge (1,29 Milliarden US-Dollar) hochgeschnellt, angetrieben von den steigenden Uranpreisen.

    Autor: Ingo Kolf, wallstreetONLINE Redaktion

    Der große Dividenden-Überblick!Dennis Riedl verrät, wer wann oder wie viel am deutschen und am US-Markt zahlt. Wer ragt dabei im DAX heraus? Was machen die US-Werte? Welche Unternehmen kommen sogar auf zweistellige Renditen? Das alles erfahren Sie in seinem kostenlosen Dividenden-Report.




    wallstreetONLINE Redaktion
    0 Follower
    Autor folgen
    Mehr anzeigen

    Melden Sie sich HIER für den Newsletter der wallstreetONLINE Redaktion an - alle Top-Themen der Börsenwoche im Überblick! Verpassen Sie kein wichtiges Anleger-Thema!


    Für Beiträge auf diesem journalistischen Channel ist die Chefredaktion der wallstreetONLINE Redaktion verantwortlich.

    Die Fachjournalisten der wallstreetONLINE Redaktion berichten hier mit ihren Kolleginnen und Kollegen aus den Partnerredaktionen exklusiv, fundiert, ausgewogen sowie unabhängig für den Anleger.


    Die Zentralredaktion recherchiert intensiv, um Anlegern der Kategorie Selbstentscheider relevante Informationen für ihre Anlageentscheidungen liefern zu können.


    Mehr anzeigen

    Verfasst vonIngo Kolf
    Weltgrößter Urankonzern Kazatomprom verzeichnet deutlichen Rückgang des Quartalsgewinns Der Gewinn des weltgrößten Uranproduzenten Kazatomprom ist geschrumpft, nachdem die Verkäufe des Rohstoffs um mehr als die Hälfte eingebrochen sind. Dabei ist die Nachfrage immens.

    Schreibe Deinen Kommentar

    Disclaimer