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    Aktien Wien Schluss  309  0 Kommentare Verluste - Zinssorgen nach deutschen Inflationsdaten

    Für Sie zusammengefasst
    • Wiener Börse schließt mit Verlusten
    • Märkte belastet von Angst vor hohen Zinsen
    • Inflationsrate in Deutschland steigt auf 2,4 Prozent

    WIEN (dpa-AFX) - Die Wiener Börse hat am Mittwoch mit Verlusten geschlossen. Der ATX beendete den Tag mit einem Minus von 1,59 Prozent auf 3651,16 Punkte. Auch an anderen Börsen in Europa ging es nach unten. Belastet wurden die Märkte von Ängsten vor weiter hohen Zinsen. Untermauert wurden diese Sorgen von den am Mittwoch gemeldeten deutschen Verbraucherpreisdaten. Im Vorfeld der EZB-Zinsentscheidung in der kommenden Woche galt den Zahlen große Aufmerksamkeit.

    Die Daten zeigten einen Anstieg der Inflationsrate auf 2,4 Prozent im Mai nach 2,2 Prozent im April. Ein Anstieg war an den Märkten erwartet worden, Analysten zufolge ist vor allem ein Einmaleffekt dafür verantwortlich. Die Einführung des Deutschland-Tickets hatte die Preise für den Verkehr im Vorjahr gedrückt, dieser Effekt ist jetzt ausgelaufen.

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    An der EZB-Zinsentscheidung in der kommenden Woche und der dabei erhofften Zinssenkung dürften die Zahlen nichts ändern, sagten Analysten in ersten Reaktionen. Die Daten zeigen aber, dass der Trend rückläufiger Inflation in Deutschland vorerst ein Ende gefunden habe.

    Impulse lieferten in Wien auch einige Unternehmensmeldungen. Ergebnisse gab es etwa von mehreren Konzernen aus der Immobilien- und Baubranche. Strabag-Aktien verloren nach einem verhaltenen Auftakt 0,4 Prozent. Die Zahlen des Baukonzerns erfüllten weitgehend die Markterwartungen. Dank der breiten Aufstellung halte sich das Unternehmen im derzeitigen Umfeld recht gut, schrieb Erste-Analyst Michael Marschallinger.

    UBM Development büßten nach der Vorlage von Geschäftszahlen 1,0 Prozent ein. Der Immobilienentwickler rechnet nach einem weiteren Quartalsverlust erst 2025 wieder damit, Gewinne zu schreiben. Die Quartalszahlen hätten erneut die anhaltende Schwäche des Immobilienmarktes gezeigt, schrieb der Warburg-Analyst Simon Stippig.

    Positiv zu bewerten seien jedoch die jüngsten Verkäufe, die den Barmittelbestand verbessern dürften. Auch der Raiffeisen-Analyst Philip Hettich lobte die Pläne, nicht für das Kerngeschäft relevante Vermögenswerte zu verkaufen. Der Experte hat vor diesem Hintergrund sein Kursziel für die UBM-Aktie von 23 auf 25 Euro erhöht und die Empfehlung von "hold" auf "buy" angehoben.

    Anteilsscheine von s Immo verloren 0,9 Prozent. Die derzeit noch börsennotierte Immobiliengesellschaft hat in Deutschland ein großes Immobilienpaket unter Buchwert verkauft. Der Abschlag von etwa 9,5 Prozent zu den Buchwerten sei vor allem darauf zurückzuführen, dass es sich um einen Portfoliodeal handle, erklärte das Unternehmen.

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    Unter den Versorgern verloren die EVN-Aktien nach Quartalszahlen 0,5 Prozent. Niedrigere Großhandelspreise für Strom und Erdgas in den Kernmärkten, die schwächere Konjunktur, aber auch das warme Wetter hatten dem Versorger zu schaffen gemacht.

    Auch den Branchenkollegen Verbund dürften in Zukunft die niedrigeren Strompreise belasten. Dies erwartet zumindest Petr Bartek von der Erste Group, der die Verbund-Scheine von "Hold" auf "Reduce" abgestuft und das Kursziel von 79,5 auf 70,8 Euro gesenkt hat. Verbund-Aktien schlossen am Mittwoch mit einem Minus von 1,4 Prozent und 73,80 Euro.

    Aktien der Vienna Insurance Group (VIG ) reagierten kaum auf die vorgelegten Zahlen und beendeten den Tag mit einem kleinen Abschlag von 0,2 Prozent. Der Versicherer hat im ersten Quartal 2024 einen Zuwachs bei den verrechneten Prämien verzeichnet. Dank einer erfreulichen Konjunkturprognose für die CEE-Region blickt der Versicherer zudem optimistisch auf das laufende Geschäftsjahr.

    An der Spitze der wenigen Gewinner im Prime Market standen am Mittwoch Semperit mit einem Plus von 1,2 Prozent. Die größten Verlierer waren Pierer Mobility mit einem Minus von 4,1 Prozent und AT&S mit einem Minus von 3,9 Prozent. Bei höheren Umsätzen schwach zeigten sich Bawag (minus 3,3 Prozent) und Wienerberger (minus 2,3 Prozent)./mik/sto/APA/stw





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