Gefahren des Nvidia-Hypes
Wall Street warnt vor KI-Blase – Ist der S&P 500 übers Ziel hinausgeschossen?
Der S&P 500 hält sich weiterhin sehr stabil, auch wenn die Sorge vor anhaltend hohen Zinsen wieder an Gewicht gewinnt. Damit nicht genug – macht sich die Wall Street obendrein Gedanken um eine mögliche KI-Blase.
- S&P 500 stabil trotz Zinsängsten
- Josh Brown warnt vor KI-Blase
- Nvidia-Kurs steigt, aber Ausgaben könnten sinken
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Josh Brown, CEO von Ritholtz Wealth Management, äußerte sich zu den gegenwärtigen Risiken für den Aktienmarkt und hob besonders die Kosten für künstliche Intelligenz (KI) als bedeutende Gefahr hervor. "In diesem Jahr sehe ich das größte Risiko nicht in einer Zinserhöhung durch die Fed oder in steigender Inflation, sondern in möglichen Kürzungen bei den KI-Investitionen," erklärte er und weiter: "Falls Firmen ihre Ausgaben für Nvidia-Produkte normalisieren, könnte das die Wall Street unvorbereitet treffen."
Der Kurs von Nvidia sprang diese Woche um mehrere Prozent nach oben, was teils auf die Ankündigung von Elon Musks Unternehmen xAI zurückzuführen ist, das neue Finanzmittel in Höhe von 6 Milliarden US-Dollar sichern konnte. Diese Investition beflügelte nicht nur Nvidia, sondern auch die gesamte KI-Branche.
Brown warnt jedoch, dass diese Ausgaben nicht ewig steigen können. "Auch wenn ich sehr optimistisch in Bezug auf KI bin, bedeutet das nicht, dass die Ausgaben kontinuierlich um 50 Prozent pro Jahr wachsen werden," sagte er.
Trotz guter Unternehmensergebnisse im 1. Quartal weist auch David Rosenberg von Rosenberg Research auf derzeitige Risiken am Markt hin. Die hohen Aktienkurse seien nicht vollständig durch Gewinne gerechtfertigt. "Der S&P 500 läuft den Gewinnerwartungen davon," kommentierte er. Analysten der Wall Street gehen mittlerweile von einem Umsatzwachstum von 7,1 Prozent für S&P 500-Unternehmen aus, was die Anfangsprognosen übersteigt.
Obwohl Analysten ihre Prognosen für den S&P 500 wegen der starken Unternehmensgewinne nach oben korrigiert haben, weist Rosenberg auf eine Überbewertung hin. "Dies ist kein ertragsgetriebener Aktienmarkt, sondern eine Folge von erhöhten Bewertungen und rosigen Erwartungen," warnt er.
Autor: Nicolas Ebert, wallstreetONLINE Redaktion
