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    Nach Parlamentswahl  10317  0 Kommentare Indien: "Längster und stärkster Bullenmarkt aller Zeiten"

    Geht es nach einer Studie der Analysten von Morgan Stanley wird der indische Aktienmarkt in den kommenden fünf Jahren jährlich um bis zu 15 Prozent zulegen.

    Für Sie zusammengefasst
    • Indischer Aktienmarkt soll jährlich um bis zu 15 Prozent wachsen.
    • Indien hat schneller wachsende Wirtschaft als China und USA.
    • Wirtschaftsfreundlicher Kurs von Modi beflügelt die Volkswirtschaft.
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    Einmaliges Wirtschaftswachstum: Indien schlägt sogar China!

    Indien verfügt über eine der derzeit am schnellsten wachsenden Volkswirtschaften der Welt. In der vergangenen Woche präsentierte das Ministerium für Statistik ein Wirtschaftswachstum von 8,2 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal.

    In den vergangenen zehn Jahren legte die indische Wirtschaftsleistung um 83 Prozent zu. Zum Vergleich: Das chinesische Bruttoinlandsprodukt kletterte im selben Zeitraum um 68 Prozent, während die US-amerikanische Wirtschaft um 54 Prozent zulegte. In Deutschland betrugt das Wachstum hingegen nur 14 Prozent.

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    Wirtschaftsnaher Kurs beflügelt die indische Volkswirtschaft

    Profitiert hat das Land dabei vor allem vom wirtschaftsfreundlichen Präsidenten Narendra Modi, der das Land seit inzwischen 10 Jahren regiert. Der steht zwar vor allem im Ausland in der Kritik, weil er gegenüber der muslimischen Minderheitsbevölkerung, die laut der letzten umfangreichen Volkszählung im Jahr 2011 172,2 Millionen Gläubige umfasst, zunehmend repressiv auftritt.

    Sein liberaler Kurs sowie die Nähe zu Industriellen und Milliardären wie Gautam Adani und Mukesh Ambani haben Indiens Wirtschaft aber nach einer Zeit der Stagnation auf Kurs gebracht, was Modi auf dem Subkontinent populär gemacht hat.

    Wahlausgang sorgt zwischenzeitlich für Unruhe

    Bei der jüngsten Parlamentswahl erhielt seine hindunationalistische Partei Bharatiya Janata Party (BJP) aber einen Dämpfer: Gegenüber den letzten Wahlen vor fünf Jahren verlor sie 1,2 Prozentpunkte an Zustimmung, während der Indische Nationalkongress 1,5 Prozentpunkte zulegen konnte. 

    Das sorgte nach einer ersten Welle der Begeisterung am indischen Aktienmarkt infolge von für die BJP günstigen Nachwahlbefragungen am Montag zu empfindlichen Kurseinbrüchen am Dienstag.

    Inzwischen handelt der Nifty 50 aber wieder in unmittelbarer Reichweite zu seinem jüngsten Allzeithoch. Die Rallye scheint also weiterzugehen, nachdem inzwischen klar ist, dass der von Modi gebildete Regierungsblock auch weiterhin über eine Mehrheit der Stimmen im Parlament verfügt.

    Knapper Wahlausgang könnte sogar vorteilhaft sein

    Geht es nach den Experten von Morgan Stanley, ist für den indischen Aktienmarkt in den kommenden fünf Jahren mit Kursanstiegen von durchschnittlich 12 bis 15 Prozent im Jahr (CAGR) auszugehen. Dabei könnte das indische Wirtschaftswachstum sogar vom knappen Wahlausgang profitieren:

    "Das Wahlergebnis dürfte wahrscheinlich mehr Strukturreformen anstoßen und bekräftigt unsere Prognose von einem Gewinnwachstum von jährlich 20 Prozent über die nächsten fünf Jahre. Wir glauben, dass das die Voraussetzung für Indiens längsten und stärksten Bullenmarkt überhaupt ist", urteilen die Analysten von Morgan Stanley in ihrer Studie.

    Zwar verfügt der Regierungsblock nun über eine geringere Mehrheit, dass diese behauptet werden konnte, bietet laut den Experten aber ein stabiles Umfeld für politische Entscheidungen, die Verbesserungen der indischen Volkswirtschaft und den Bedingungen für diese bringen sollen.

    Zu gut, um wahr zu sein? Es lauern auch Risiken und Gefahren!

    Gänzlich unkritisch ist die US-Investmentbank aber nicht: Risiken sieht Morgan Stanley vor allem hinsichtlich der hinter dem Wirtschaftswachstum herhinkenden Bürokratie und Infrastruktur.

    Da Indien eine gigantische Bevölkerung zu beschäftigen hat, liegen weitere Gefahren außerdem in Künstlicher Intelligenz, die viele Arbeitsplätze überflüssig machen könnte. Auch der Klimawandel bedrohe Indien überdurchschnittlich stark.

    Chancen überragen Risiken – so profitieren Anleger

    Unter dem Strich dürften die Chancen, die das indische Wirtschaftswachstum Anlegern bietet, die Risiken aber bei Weitem überwiegen, was das Land zu einem attraktiven Ziel für Investitionen auch am Aktienmarkt macht.

    Im deutschsprachigen und europäischen Raum bieten vor allem länderspezifische ETFs eine gute Möglichkeit, von der boomenden Volkswirtschaft zu profitieren. Zwei davon möchte wallstreetONLINE interessierten Anlegern im Folgendenen vorstellen:

    iShares MSCI India UCITS ETF

    +1,97 %
    +5,14 %
    +8,08 %
    +12,09 %
    +35,39 %
    +56,32 %
    +89,27 %
    +113,88 %
    +110,48 %
    ISIN:IE00BZCQB185WKN:A2AFCY

    Der nach verwaltetem Vermögen größte, im deutschsprachigen Raum handelbare ETF ist der iShares MSCI India UCITS ETF, der von BlackRock verwaltet wird und den gleichnamigen Index MSCI India abbildet.

    Dieser enhält insgesamt 136 Indexmitglieder und bildet damit nach Aussage des Indexanbieters MSCI rund 85 Prozent der Marktkapitalisierung Indiens ab. Der ETF mit der WKN A2AFCY verfügt über ein Fondsvolumen von derzeit 4,4 Milliarden Euro und schlägt jährlich mit einer Gesamtkostenquote von 0,65 Prozent zu Buche.

    Franklin FSTE India UCITS ETF

    -0,76 %
    +1,99 %
    +6,04 %
    +9,63 %
    +33,35 %
    +54,97 %
    +102,57 %
    +102,57 %
    +87,90 %
    ISIN:IE00BHZRQZ17WKN:A2PB5W

    Ein Preisbrecher ist mit einer Gesamtkostenquote von 0,19 Prozent der Franklin FTSE India UCITS ETF. Dieser bildet den FTSE India ab, der mit insgesamt 228 börsennotierten Unternehmen noch etwas breiter diversifiziert ist.

    Angeboten wird der ETF mit der WKN A2PB5W von der Investmentgesellschaft Franklin Tempelton, die wie BlackRock auch im US-Gesamtmarktindex S&P 500 notiert ist. Der Indien-ETF der Gesellschaft hat bislang 745 Millionen Euro einsammeln können.

    Unterschiede und Gemeinsamkeiten

    Beide ETFs replizieren die Indizes, die sie abbilden, physisch, kaufen und hinterlegen also die entsprechenden Einzelaktien. Die Ertragsverwendung ist in beiden Fällen thesaurierend. Dividendenzahlungen werden also nicht an Anleger weitergereicht und ausgeschüttet, sondern umgehend reinvestiert.

    Der von BlackRock-Tochter iShares angebotene ETF MSCI India konnte seit Auflage eine jährliche Performance von 11,8 Prozent erzielen und ist seit 2018 am Markt. Franklin Tempelton hat seinen FTSE-Indien-ETF ein Jahr später aufgelegt und schneidet mit +12,7 Prozent pro Jahr sogar noch etwas besser ab.

    Fazit: Indien, Booster für langfristigen Vermögensaufbau

    Zwar hat die jüngsten Parlamentswahl kurzzeitig für eine hohe Volatilität am indischen Aktienmarkt gesorgt, nach dem für das Wirtschaftswachstum günstigen Wahlausgang dürfte dieser aber auch in den kommenden Jahren überdurchschnittlich stark wachsen. Dieser Ansicht sind zumindest die Experten von Morgan Stanley.

    Wer hiervon als Anleger profitieren möchte, kann das mit den beiden an dieser Stelle vorgestellten ETFs tun. wallstreetONLINE hat interessierten Leserinnen und Lesern den nach Fondsvolumen größten sowie den nach Gesamtkosten günstigsten recherchiert.

    Autor: Max Gross, wallstreetONLINE Redaktion

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    *Ab 500 EUR Ordervolumen über gettex. Zzgl. marktüblicher Spreads und Zuwendungen.




    wallstreetONLINE Redaktion
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    Verfasst vonMax Gross
    Nach Parlamentswahl Indien: "Längster und stärkster Bullenmarkt aller Zeiten" Geht es nach einer Studie der Analysten von Morgan Stanley wird der indische Aktienmarkt in den kommenden fünf Jahren jährlich um bis zu 15 Prozent zulegen.