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    JPMorgan warnt  11661  0 Kommentare US-Aktienmarkt: "Anleger ignorieren zahlreiche Risiken!"

    Der Chefstratege der US-Großbank JPMorgan warnt davor, dass die anhaltende Aktienmarktrallye zahlreiche Risiken ignorieren würde. Droht nun eine Korrektur?

    Für Sie zusammengefasst
    • Chefstratege warnt vor zahlreichen Risiken
    • Anleiherenditen und Aktienkurse klaffen auseinander
    • Sentiment der Anleger und Positionierung im Markt hoch
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    Mit Mike Wilson, dem Chefstrategen und Investmentvorstand der US-Bank Morgan Stanley, hat vor rund zwei Wochen einer der letzten prominenten Bären das Handtuch geschmissen und seine Einschätzung zum Potenzial des US-Aktienmarktes geändert.

    Damit ist Marko Kolanovic, Chefstratege der US-Großbank JPMorgan, der letzte an der Wall Street noch verbliebene Bär. Dieser hat seine pessimistische Einschätzung zum US-Gesamtmarktindex S&P 500 am Montagabend bekräftigt und davor gewarnt, dass Aktien derzeit zahlreiche Risiken ignorieren würden.

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    Chefstratege warnt: "Zahlreiche Risiken werden ignoriert"

    Bei seiner Einschätzung beruft er sich vor allem auf ein wachsendes Missverhältnis zwischen Anleiherenditen und den Notierungen am Aktienmarkt. Diese Kluft ist nach dem starken Arbeitsmarktbericht am Freitag noch gewachsen, nachdem die Renditen für US-Anleihen stark gestiegen sind – der Aktienmarkt aber auch.

    Weitere Risiken sieht er in politischen Entwicklungen, wie sie in den vergangenen Tagen bereits den mexikanischen und (zumindest zeitweise) den indischen Aktienmarkt erschüttert haben. Auch an den europäischen Märkten befinden sich Aktien im Rückwärtsgang, seit Frankreichs Präsident Emmanuel Macron vorgezogene Parlamentswahlen ausgerufen hat.

    Auch Meme-Aktien sollten Anlegern zu denken geben

    Ein Dorn im Auge sind Kolanovic auch die Rallyes bei Meme-Aktien wie GameStop und AMC Entertainment sowie Kryptowährungen, die Gefahren für die Finanzmarktstabilität bedeuten können. Auch ist die US-Inflation noch immer deutlich zu hoch, während sich Wirtschaftsdaten in den vergangenen Wochen zunehmend verschlechtert haben.

    "Trotz dieser vielen Risiken handeln Aktien weiter im unmittelbaren Umfeld von Allzeithochs, während das Sentiment der Anleger und ihre Positionierung im Markt überdurchschnittlich hoch sind", resümiert der Experte das aktuelle Umfeld.

    S&P 500

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    +394,20 %
    ISIN:US78378X1072WKN:CG3AA5

    Aktienmarkt hat Renditeanstieg vollständig ignoriert

    Der US-Gesamtmarktindex S&P 500 ist in diesem Jahr bereits um 12 Prozent gestiegen, während der Kurszuwachs gegenüber dem Stand vor einem Jahr sogar fast doppelt so hoch liegt. Damit hat der Aktienmarkt zuletzt deutlich stärker zugelegt, als es das langjährige Mittel von 7 bis 8 Prozent vorsieht.

    Kolanovics Hinweis darauf, dass das in einem Umfeld (stark) steigender Anleiherenditen stattgefunden hat, ist dabei nicht von der Hand zu weisen. Rentierten 10-jährige US-Staatsanleihen vor einem Jahr noch mit etwa 3,75 Prozent, sind es derzeit 4,45 Prozent.

    Eigentlich hätte das den Appetit auf Risiko-Assets wie Aktien oder Kryptowährungen dämpfen sollen, davon war vor dem Hintergrund des Hypes um Künstliche Intelligenz aber nichts zu spüren. Auch die Tatsache, dass der US-Aktienmarkt laut der Rating-Agentur Morningstar bereits überbewertet ist, scheint den Appetit auf Aktien nicht gedämpft zu haben.

    Hält das Sentiment Inflation und Notenbank stand?

    Mit den Daten zur US-Verbraucherpreisinflation (CPI) am Mittwoch sowie jenen zur Entwicklung der Erzeugerpreise (PPI) und dem Leitzinsentscheid der Fed am Mittwochabend stehen in dieser Woche gleich drei bedeutende Risk-Events an.

    Sollte sich zeigen, dass die US-Notenbank aufgrund einer anhaltend hohen Inflationsrate über keinen Spielraum für zeitnahe Zinssenkungen verfügt und die US-Anleiherenditen weiter steigen – was zahlreiche kleinere Banken ähnlich wie bereits in der Regionalbankenkrise erneut unter Druck setzen würde – könnte die bislang kaum vorhandene Risikowahrnehmung rasch ansteigen und das derzeit sehr bullishe Sentiment der Anleger kippen lassen.

    Fazit: Der letzte Bär? Das ist Warnung genug!

    Mit Marko Kolanovic warnt der letzte verbliebene Bär am US-Aktienmarkt einmal mehr vor zahlreichen Gefahren. Wenngleich die Gründe, die der Chefstratege der US-Großbank JPMorgan anführt, durchaus berechtigt und nachvollziehbar sind, gilt allerdings auch: Kolanovic warnt schon seit über einem Jahr vor großen Schwierigkeiten am US-Aktienmarkt – und hat einen Großteil der Rallye damit verpasst.

    Die Tatsache, dass das Sentiment aber inzwischen so bullish ist, dass überhaupt nur noch ein anerkannter Experte, in den Jahren zuvor zeichnete sich Kolanovic durch eine sehr hohe Trefferquote aus, vor Risiken und fallenden Kursen warnt, sollte bereits ein Warnsignal sein:

    Bullenmärkte enden in aller Regel nicht einem von Furcht, sondern in einem von Euphorie geprägten Marktumfeld. Es droht je nach in den kommenden Tagen sich entfaltender Datenlage ein sehr heißer Juni!

    Autor: Max Gross, wallstreetONLINE Redaktion

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    Verfasst vonMax Gross
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