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    Forex-Woche  2041  0 Kommentare EUR / USD bald unter 1,05? Forint und Yen an spannenden Marken

    Die Europawahl wirbelt die Märkte durcheinander. Welche Szenarien an den Märkten gerade gespielt werden und welche Chartmarken interessant sind.

    Für Sie zusammengefasst
    • Europawahl erschüttert Vertrauen in EU, Euro schwächer.
    • Ausverkauf des Euro setzt nach Wahl-Wochenende ein.
    • EUR/HUF: Ungarn-Wahl beeinflusst Forint, 400-Marke unrealistisch.
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    EUR / USD

    Das Ergebnis der Europawahl und auch die anschließend angekündigten Neuwahlen in  Frankreich haben das Vertrauen in die Europäische Union erschüttert. In Deutschland und Frankreich haben eurokritische Rechtspopulisten Stimmen gewonnen. Da beide Länder zu den ökonomisch stärksten innerhalb der Eurozone gehören, hat die Wahl auch den Euro nicht kalt gelassen. Den ersten Teil der Abwärtsbewegung läuteten allerdings bereits Ende der vergangenen Woche Arbeitsmarktdaten aus den USA ein. Dort wurden deutlich mehr neue Stellen geschaffen, als erwartet. Das führte dazu, dass der Markt Zinssenkungen in den USA ausgepreist hat, wovon der Dollar zu Lasten des Euro profitierte.

    Nach dem Wahl-Wochenende setzte ein weiterer Ausverkauf des Euro ein. Zwar war die Bewegung der vergangenen Handelstage bereits deutlich, doch kann sich der Ausverkauf des Euro fortsetzen. Je nach Ausgang der Wahlen in Frankreich könnte die EU gar in eine Krise schlittern - Notierungen unterhalb von 1,05 wären bis Jahresende möglich. Da es zudem als immer unwahrscheinlicher erscheint, dass die USA die Zinswende einleiten, gibt es auch nur wenige Argumente gegen eine solche Euro-Schwäche. Entscheiden sich die Franzosen an der Wahlurne jedoch gegen die Rechtspopulisten, dürften auch die Märkte kurzfristig erleichtert reagieren.

    EUR/USD

    +0,01 %
    -1,35 %
    -0,44 %
    -1,88 %
    -0,44 %
    -11,36 %
    -4,74 %
    -20,48 %
    +11,41 %
    ISIN:EU0009652759WKN:965275

    EUR / HUF

    Auch das Währungspaar EUR / HUF steht unter dem Einfluss der Europawahl - jedoch anders als man erwarten könnte. Die Regierungspartei von Premierminister Viktor Orban hat mit der Partei Tisza um Péter Magyar ernstzunehmende Konkurrenz bekommen. Eigentlich könnte die neue demokratische Konkurrenz die Aussicht stärken, dass Ungarn perspektivisch seinen Zwist mit der EU beilegen kann und auch im Bereich der Rechtsstaatlichkeit Fortschritte macht. Derartige Gedanken sind aber noch in weiter Ferne. Vielmehr sieht der Markt im Wahlerfolg der ungarischen Opposition das Risiko einer innenpolitischen Eskalation. Der Forint wertet ab, ein Ausflug über die Marke von 400 erscheint aber unrealistisch.

    EUR/HUF

    +0,09 %
    +1,73 %
    +2,53 %
    +0,12 %
    +7,36 %
    +14,03 %
    +23,29 %
    +29,38 %
    +50,57 %
    ISIN:EU0006169864WKN:616986

    EUR / JPY

    Nach einer monatelangen Rally des Währungspaars EUR / JPY könnte der Yen seinen Boden bei 170 gefunden haben. Hintergrund sind über den Erwartungen liegende Wachstumsdaten aus Japan sowie die Ankündigung der Bank of Japan, künftig weniger Anleihen zu kaufen. Sollte das Ende des Quantitative Easing eingeleitet werden, könnte EUR / JPY bis Jahresende zwischen 160 und 155 notieren. Risiken bestehen aber weiter. Eines ist unter anderem die Schwäche der japanischen Automobilindustrie. Hier sorgten zuletzt Produktionsstörungen für schlechte Nachrichten. Auch sind die Aussichten für den für Japan wichtigen Industriezweig schwach.

    EUR/JPY

    +0,05 %
    -0,52 %
    +0,02 %
    +4,24 %
    +11,41 %
    +27,04 %
    +37,97 %
    +22,24 %
    +33,26 %
    ISIN:EU0009652627WKN:965262

    Gastautor: Fabrizio Farella , FX Dealer bei Ebury.

    Ebury unterstützt international tätige Unternehmen bei Transaktionen in mehr als 130 Währungsräumen und bietet darüber hinaus Handelsfinanzierungen und maßgeschneiderte Risikomanagement-Lösungen an. Das Londoner Fintech hat Niederlassungen an vierzig Orten weltweit und betreut am Standort Düsseldorf deutsche Kunden. Das Team stellt ab sofort jede Woche die spannendsten Währungspaare vor und gibt Insights direkt aus dem Handelsraum.


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