checkAd

     109  0 Kommentare Inflation in Deutschland steigt im Mai auf 2,4 Prozent

    Für Sie zusammengefasst
    • Inflation in Deutschland im Mai gestiegen auf 2,4 Prozent.
    • Dienstleistungen teurer, Nahrungsmittel leicht verteuert.
    • Energieprodukte billiger, aber insgesamt schwächt Inflation Kaufkraft.

    WIESBADEN (dpa-AFX) - Die Inflation in Deutschland hat im Mai zum ersten Mal in diesem Jahr wieder etwas an Tempo gewonnen. Die Verbraucherpreise lagen um 2,4 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden mitteilte. Die Behörde bestätigte damit vorläufige Daten. Die Inflationsrate ziehe vor allem wegen der weiterhin steigenden Dienstleistungspreise wieder etwas an, erläuterte Behördenchefin Ruth Brand. "Die Energie- und Nahrungsmittelpreise dämpfen dagegen seit Jahresbeginn die Gesamtteuerung". Der Rückgang der Inflation war bereits im April bei einer Rate von 2,2 Prozent ins Stocken geraten.

    Mehr als ein Jahr zuvor mussten Verbraucherinnen und Verbraucher im Mai für Dienstleistungen zahlen (plus 3,9). Die Preise für Versicherungen stiegen besonders deutlich um 13,0 Prozent. Dienstleistungen sozialer Einrichtungen verteuerten sich um 7,7 Prozent, der Gaststättenbesuch um 6,9 Prozent.

    Nahrungsmittel kosteten 0,6 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Billiger wurden innerhalb eines Jahres vor allem Molkereiprodukte (minus 5,1 Prozent) und frisches Gemüse (minus 3,5 Prozent). Merklich teurer waren hingegen Speisefette und Speiseöle (plus 8,4 Prozent, darunter Olivenöl: plus 48,5 Prozent).

    Energieprodukte verbilligten sich um 1,1 Prozent, obwohl seit 1. April für Erdgas und Fernwärme wieder der reguläre Mehrwertsteuersatz von 19 Prozent gilt. Um die hohen Energiepreise als Folge des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine abzufedern, hatte die Politik die Mehrwertsteuer dafür zeitweise auf 7 Prozent gesenkt.

    Gegenüber dem Vormonat April stiegen die Verbraucherpreise zufolge im Mai um 0,1 Prozent. Auch hier bestätigte die Behörde vorläufige Daten. Höhere Teuerungsraten schwächen die Kaufkraft von Verbraucherinnen und Verbrauchern. Die Menschen können sich für einen Euro weniger leisten.

    Die extrem hohen Inflationsraten der vergangenen beiden Jahre sind inzwischen Geschichte. Im Jahresschnitt erwarten führende Wirtschaftsforschungsinstitute eine deutliche Abschwächung der Inflation in Europas größter Volkswirtschaft auf 2,3 Prozent nach noch 5,9 Prozent im vergangenen Jahr./mar/DP/mis




    Diskutieren Sie über die enthaltenen Werte


    dpa-AFX
    0 Follower
    Autor folgen
    Mehr anzeigen
    Die Nachrichtenagentur dpa-AFX zählt zu den führenden Anbietern von Finanz- und Wirtschaftsnachrichten in deutscher und englischer Sprache. Gestützt auf ein internationales Agentur-Netzwerk berichtet dpa-AFX unabhängig, zuverlässig und schnell von allen wichtigen Finanzstandorten der Welt.

    Die Nutzung der Inhalte in Form eines RSS-Feeds ist ausschließlich für private und nicht kommerzielle Internetangebote zulässig. Eine dauerhafte Archivierung der dpa-AFX-Nachrichten auf diesen Seiten ist nicht zulässig. Alle Rechte bleiben vorbehalten. (dpa-AFX)
    Mehr anzeigen

    Verfasst von dpa-AFX
    Inflation in Deutschland steigt im Mai auf 2,4 Prozent Die Inflation in Deutschland hat im Mai zum ersten Mal in diesem Jahr wieder etwas an Tempo gewonnen. Die Verbraucherpreise lagen um 2,4 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden mitteilte. …

    Schreibe Deinen Kommentar

    Disclaimer