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    60 US-Dollar im Visier  58277  0 Kommentare Gewaltiger Ölüberschuss könnte Markteinfluss der OPEC+ torpedieren

    Das Überangebot von Rohöl wird in den Jahren bis 2030 konstant anwachsen, warnt die Energieagentur. Diese könnte weitreichende Folgen für die OPEC und die großen Ölproduzenten haben.

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    Die Internationale Energieagentur (IEA) warnte am Mittwoch in ihrem jüngsten mittelfristigen Marktbericht "Oil 2024" davor, dass der von den USA angeführte Anstieg der weltweiten Ölproduktion das Nachfragewachstum bis zum Ende des Jahrzehnts übersteigen könnte. Dies dürfte zu einem noch nie dagewesenen Ausmaß an ungenutzten Kapazitäten führen und könnte die Marktsteuerung durch die OPEC+ empfindlich stören.

    Die IEA geht davon aus, dass die weltweite Ölnachfrage bis 2030 auf rund 106 Millionen Barrel pro Tag ansteigen wird, ein leichter Anstieg gegenüber den etwas mehr als 102 Millionen Barrel pro Tag im Jahr 2023. Gleichzeitig wird erwartet, dass die Gesamtproduktionskapazität bis 2030 auf fast 114 Millionen Barrel pro Tag ansteigt – ein erheblicher Überschuss von 8 Millionen Barrel pro Tag gegenüber der erwarteten weltweiten Nachfrage.

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    Marktteilnehmer sehen die Entwicklung mit Skepsis. "Wir gehen davon aus, dass die Preise in nächster Zeit unter Druck bleiben und die Spotpreise in den Bereich von 70 US-Dollar fallen werden", sagte Peter Cardillo, leitender Marktökonom bei Spartan Capital Securities. Citigroup sieht den Ölpreis im nächsten Jahr auf etwa 60 US-Dollar fallen, wie aus dem Rohstoff-Ausblick der Bank vom Mittwoch hervorgeht.

    Erst vor wenigen Tagen hatten die Deutsche Bank und Goldman Sachs vor deutlichen Verwerfungen am Ölmarkt aufgrund des hohen Angebots gewarnt. So hatte Deutsche-Bank-Stratege Michael Hsueh, für die zweite Hälfte des Jahres 2025 einen Brent-Preis unter 60 US-Dollar pro Barrel in Aussicht gestellt. Wobei er von einem Überangebot im Volumen von 2,2 Millionen Barrel pro Tag ausgegangen ist. Ein Überschuss von 8 Millionen Barrel könnte den Preis deutlich tiefer fallen lassen. 

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    Fatih Birol, Exekutivdirektor der IEA, äußerte sich besorgt über diese Entwicklung und riet den großen Energiekonzernen, ihre Geschäftsstrategien an die bevorstehenden Veränderungen anzupassen. "Da die Erholung von der Pandemie nachlässt, der Übergang zu sauberen Energien voranschreitet und sich die Struktur der chinesischen Wirtschaft verändert, verlangsamt sich das Wachstum der weltweiten Ölnachfrage und wird voraussichtlich 2030 seinen Höhepunkt erreichen", sagte Birol.

    In den Industrieländern wird die Ölnachfrage bis 2030 voraussichtlich auf unter 43 Millionen Barrel pro Tag sinken, gegenüber fast 46 Millionen Barrel pro Tag im vergangenen Jahr. Abgesehen von der Coronavirus-Pandemie gab es einen derartigen Nachfragerückgang in den Industrieländern zuletzt 1991.

    Autor: Ingo Kolf, wallstreetONLINE Redaktion

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    Verfasst vonIngo Kolf
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